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Datum der Neuigkeit 7. März 2018

Lösung am Alpbach ist in Sicht: Die vier bisherigen Partner unterzeichnen neuen Projektvertrag

Wichtiger Fortschritt für die Nutzung der Wasserkraft am Alpbach: Die Gemeindewerke Erstfeld, die Elektrizitätswerk Altdorf AG, der Kanton Uri und die Korporation Uri haben einen gemeinsamen Projektvertrag unterzeichnet. Das ehrgeizige Ziel: Bis Ende Jahr müssen die Konzession und die Baubewilligung für die Nutzung des Alpbachs vorliegen.

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA), die Gemeindewerke Erstfeld (GWE), der Kanton Uri und die Korporation Uri legen gemeinsam die Trägerschaft für die KW Erstfeldertal AG fest. Die vier Partner haben den Projektvertrag KW Erstfeldertal AG unterzeichnet. «Jetzt ist der Weg für eine gute Lösung am Alpbach geebnet», freut sich Baudirektor Roger Nager. Die vier bisherigen Partner sind erneut übereingekommen, dass sie gemeinsam den Erhalt einer Konzession für die Wassernutzung des Alpbachs sowie einer Baubewilligung anstreben. Falls eine Konzession sowie eine Baubewilligung vor Ende 2018 erteilt werden kann, wird die Nutzung der Wasserkraft mit der KW Erstfeldertal AG weiterverfolgt. Dies unter Voraussetzung der Zustimmung der zuständigen Gremien.

Je 38 Prozent: GWE und EWA sind gleich beteiligt
Die Beteiligungen an der zukünftigen KW Erstfeldertal AG sehen wie folgt aus: EWA und GWE halten beide je 38 Prozent der Aktien und sind damit gleichmässig am neuen Werk beteiligt. Der Kanton Uri beteiligt sich mit 16 Prozent, die Korporation Uri mit 8 Prozent. Somit liegt die Mehrheit bei der öffentlichen Hand. EWA stellt den Präsidenten des Verwaltungsrats, GWE das Vizepräsidium. Im VR vertreten sind zudem der Kanton Uri und die Korporation Uri. Steuersitz der KW Erstfeldertal AG ist Erstfeld. Für die Geschäfts- und Betriebsführung der KW Erstfeldertal AG ist EWA zuständig. GWE übernimmt wichtige Aufgaben beim lokalen Betrieb und Unterhalt des neuen Werks. «So bringen die Partner ihre ausgewiesenen Kompetenzen und ihr Know-how optimal ein, EWA im Kraftwerksbau und der Geschäfts- und Betriebsführung, GWE im lokalen Betrieb und Unterhalt», sagt Roger Nager.

Abklärungen im Feld
In den nächsten Wochen wird nun die technische Projektentwicklung weiter vorangetrieben und das überarbeitete Konzessionsgesuch sowie der bereits vom Bundesamt für Umwelt vorgeprüfte Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) 1. Stufe fertiggestellt. Dafür werden auch EWA-Mitarbeitende im Feld weitere Erhebungen vornehmen und Abklärungen treffen. Zudem führen Vertreter der KW Erstfeldertal AG weitere Gespräche mit der KW Alpbach AG, die in Aussicht ge-stellt hat, gegebenenfalls ihr Projekt verkaufen zu wollen. Der Terminplan für die weiteren Schritte ist nach wie vor sehr eng und sehr herausfordernd. Baudirektor Roger Nager ist aber überzeugt, dass die Umsetzung machbar ist und der Landrat spätestens im November 2018 über eine Konzes-sionsvergabe entscheiden kann. Falls mehrere Konzessionsgesuche für die Nutzung des Alpbachs eingereicht werden, wird der Urner Landrat gemäss Gewässernutzungsverordnung einen Konkurrenzentscheid fällen können.

Quellen im Erstfeldertal sind geschützt
Seit nunmehr fünf Jahren ist die Wasserkraftnutzung am Alpbach ein Dauerthema. Der Bach im Erstfeldertal bietet das letzte grössere Potenzial zur Wasserkraftnutzung in Uri. Im Januar 2018 hat sich der Urner Landrat dafür ausgesprochen, dass am Alpbach die sogenannte «kleine Stufe» genutzt wird. Das Wasser soll erst im Gebiet Schopfen gefasst werden und nicht im höher gelegenen Gebiet Bodenberge, damit die Gewässerschutzzonen der Trinkwasserquellen von Erstfeld nicht tangiert werden. Mit der kleinen Nutzung der KW Erstfeldertal AG wird sichergestellt, dass keine Kraftwerksbauten in die Gewässerschutzzonen der Wasserversorgung Erstfeld gebaut werden.
Die Zeit für die Umsetzung drängt: Liegt bis Ende dieses Jahres keine Konzessionsvergabe und Baubewilligung vor, verfällt die Zusage für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) des Bundes. Ohne KEV ist das Werk aus heutiger Sicht nicht rentabel zu betreiben.

Rückfragen von Medienschaffenden:
Baudirektor Roger Nager, Telefon +41 41 875 2600, E-Mail roger.nager@ur.ch

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