
Allgemeines: Amphibien sind einerseits Landbewohner, andererseits benötigen sie mit Ausnahme des Alpensalamanders für die Fortpflanzung Laichgewässer. Der Laichplatz ist der entscheidende Ort im Lebenszyklus dieser Tiere. Hier setzt das Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete an. Neben dem Schutz der Laichplätze ist aber auch die Erhaltung der Landlebensräume und vor allem die Vernetzung zwischen dem Laichgewässer und dem Landlebensraum wichtig. Durch die Sicherstellung wichtiger angrenzender Flächen und von Wanderkorridoren wird der spezifischen Lebensweise dieser Tiergruppe Rechnung getragen. Je nach Art stellen Amphibien ganz spezielle Anforderungen an die Qualität des Laichgewässers. Besonders gefährdet sind Pionierarten, da in der heutigen Kulturlandschaft vor allem dynamische Lebensräume wie z.B. Auen, fehlen.
Uri: Als Gebirgskanton verfügt der Kanton Uri nur über 5 Laichgebiete von nationaler Bedeutung. Dies liegt vor allem daran, dass die tief gelegene Reussebene gewässerbaulich stark verändert worden ist und nur noch über wenige hochwertige Laichgewässer verfügt. In den höheren Lagen hingegen kommen die sehr seltenen Amphibienarten aus ökologischen Gründen nicht mehr vor. Die Amphibiengebiete in der Reussebene stehen auch heute noch unter grossem Druck. Durch die Biotopverlegung Weidbach wird für ein besonders gefährdetes Objekt eine langfristige Lösung angestrebt. Einfacher ist die Erhaltung der wertvollen Amphibienobjekte der höheren Lagen, z.B. das Objekt Bi den Seelenen in Isenthal. Hier genügt die Abstimmung der Alpbeweidung mit dem Schutz der vielen Tümpel und Weiher.
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