
Dienstag, 14. Juli 2009
Im Kanton Uri wurde der erste bestätigte Fall einer Erkrankung an der Nordamerikanischen Grippe A(H1N1) gemeldet. Für die Urner Bevölkerung besteht weiterhin keine erhöhte Gefährdung. Trotzdem rät die Gesundheitsdirektion, die allgemeinen Hygienemassnahmen zu beachten, vor allem beim Kontakt mit Personen, welche von der Grippe befallen sein könnten.
Eine im Kanton Uri wohnhafte Frau kehrte mit ihrer Familie aus der Karibik zurück. Am 10. Juli 2009 erkrankte sie an Fieber und Atemwegssymptomen. Aufgrund der erfüllten Verdachtssymptome von Influenza A(H1N1) wurden die erforderlichen Abklärungen vorgenommen und die Familie zu Hause isoliert. Am Montagabend wurde die Viruserkrankung bestätigt. Der Patientin und ihrer Familie geht es gut. Sie werden zu Hause durch den Hausarzt behandelt und betreut.
Die Entwicklung wird sorgfältig beobachtet
Der vom Urner Regierungsrat eingesetzte Sonderstab verfolgt weiterhin aktiv die Entwicklung der Nordamerikanischen Grippe A(H1N1). Trotz des ersten bestätigten Falls im Kanton Uri besteht für die Urner Bevölkerung nach wie vor keine erhöhte Gefährdung durch die Grippe A(H1N1). Die Entwicklung der Nordamerikanischen Grippe A(H1N1) wird aber weiterhin in enger Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden beobachtet. Auch die Vorbereitungsarbeiten zum Schutz der Bevölkerung bei einer allfälligen Eskalation laufen weiter.
Weiterhin allgemeine Hygienemassnahmen beachten
Auch wenn derzeit keine erhöhte Gefährdung für die Bevölkerung besteht, rät die Gesundheitsdirektion zur Beachtung der allgemeinen Hygienemassnahmen, die auch vor einer saisonalen Grippe schützen: Beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit einem frischen Taschentuch bedecken, Hände häufig waschen und den Kontakt mit erkrankten Personen meiden. Auf keinen Fall sollten antivirale Medikamente wie Tamiflu oder Relenza ohne ärztliche Verordnung eingenommen werden. Auch die Verwendung von Schutzmasken ist nicht angezeigt.
Vorkehrungen bei einem Verdachtsfall
Personen, die innert sieben Tagen nach der Rückkehr von einem Aufenthalt in einem Risikogebiet Symptome der Nordamerikanischen Grippe zeigen, sollten sich umgehend telefonisch mit ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Notfalldienst (Telefon 041 870 03 03) in Verbindung setzen und nicht direkt in die Praxis oder ins Spital gehen. Die gleiche Empfehlung richtet sich an Personen, welche mit einem Verdachtsfall Kontakt hatten und Grippesymptome zeigen. Als Risikogebiete gelten zurzeit Nord-, Süd- und Zentralamerika, Karibik, Australien, Neuseeland, Thailand, Singapur, Grossbritannien und Spanien. Plötzlich auftretendes Fieber über 38°C mit Schüttelfrost, Kopf-, Muskel und Gliederschmerzen sowie Symptome einer akuten Atemwegserkrankung sind typisch für die Nordamerikanische Grippe.
Hinweise zur Ferienzeit
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterhält im Internet eine laufend aktualisierte Sammlung von Themen und Links zu allen Aspekten der Nordamerikanischen Grippe A(H1N1). Dazu zählen auch Hinweise und Verhaltensmassnahmen im Hinblick auf die bevorstehende Ferienzeit.
Weitere Informationen
Bundesamt für Gesundheit: www.bag.admin.ch und www.pandemia.ch
Telefon Hotline 031 322 21 00
Ergänzende Informationen und Links befinden sich auch auf der Homepage des Kantons Uri unter www.ur.ch/gsud
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Medienauskünfte erteilt:
Roland Hartmann
Vorsteher Amt für Gesundheit / Leiter Sonderstab Pandemie
Klausenstrasse 4, 6460 Altdorf
Telefon 041 875 21 50 / Telefax 041 875 21 54 / E-Mail roland.hartmann@ur.ch
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