
Am 13. Dezember 2005 beschloss der Regierungsrat, im Rahmen eines Testplanungsverfahrens kurz-, mittel- und langfristige Perspektiven für die Raumentwicklung des unteren Reusstals zu erarbeiten. Das Testplanungsverfahren konnte im Herbst 2006 abgeschlossen werden.
Im Februar 2007 hat sich der Regierungsrat für die Weiterführung des eingeleiteten Prozesses ausgesprochen. Er hat den Standortentscheid für den Kantonsbahnhof in Altdorf bestätigt und den Auftrag erteilt, darauf aufbauend ein Entwicklungskonzept rund um den Bahnhof Altdorf zu erarbeiten - unter Berücksichtigung der regionalen und lokalen Verkehrsanbindungen.
Im September 2008 beschloss der Regierungsrat das Vorgehen für die Entwicklung des Kantons-bahnhofs und für das regionale Gesamtverkehrskonzept (rGVK) im unteren Reusstal.
Am 29. Juni 2010 verabschiedet der Regierungsrat den Bericht und Antrag des Regierungsrates an den Landrat zum Verpflichtungskredit und Nachtragskredit ESP UT für die Projektphase bis Sommer 2011.
Am 1. September 2010 verabschiedete der Landrat den Bruttokredit von Fr. 580'000.--. Damit werden folgende Arbeiten in Auftrag gegeben, die bis im Sommer 2011 planerisch angegangen bzw. gelöst werden müssen:
Das Projekt wurde einerseits von den zuständigen Stellen der kantonalen Verwaltung (Volkswirtschaftsdirektion [VD], Baudirektion [BD], sowie weiteren beigezogenen Spezialisten aus Justizdirektion [JD] und Finanzdirektion [FD]) und der Gemeinde Altdorf bearbeitet, anderseits von auf die jeweiligen Fragestellungen spezialisierten externen Büros. Im Rahmen des Projektteams und des Begleitteams wurden weitere kantonale Stellen sowie die armasuisse und die SBB in die Projektierung mit einbezogen.
Projektaufsicht
Regierungsrat Isidor Baumann, VD (Vorsitz)
Regierungsrat Markus Züst, Landammann, BD
Gemeindepräsidentin Christine Widmer Baumann, Altdorf
Projektteam
A. Hurter, Gesamtprojektleiter ESP UT, VD (Vorsitz)
A. Arnold, Gemeinde Altdorf
R. Baumeler, SBB Immobilien
E. Eugster, SBB Infrastruktur
St. Flury, Kantonsingenieur, BD
Dr. E. Kälin, Amt für Wirtschaft und öffentlichen Verkehr (AWöV), VD
P. Zeugin, Zeugin-Gölker
Begleitgremium
M. Achermann, Amt für Raumentwicklung (ARE), JD
S. Flückiger, armasuisse Immobilien
E. Frei, Amt für Tiefbau, BD
N. Joos, Amt für Umweltschutz, Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion (GSUD)
Ch. Müller, AWöV, VD
E. Müller, ARE, JD
R. Müller, FD
M. Frösch, BD (Projektoffice ESP UT)
Beauftragte Planungsbüros
AM-PLAN, Emil Amacher-Benz, dipl. Geograph/Planer FSU, Buochs
Arnold + Thalmann Architekten AG, Altdorf
bigler ag, Ingenieure und Planer sia, Altdorf
Feddersen & Klostermann, Städtebau, Architektur, Landschaft, Zürich
Genossenschaft METEOTEST, Wetterprognosen, Erneuerbare Energien, Luft und Klima, Umweltinformatik, Bern
Germann & Achermann AG, dipl. Architekten ETH/SIA/BSA, Altdorf
INFRAS AG, Innovation, Beratung, Forschung, Zürich
Planteam GHS AG, Lärmschutz und Bauakustik, Sempach-Station
Projekta AG, Ingenieure & Planer, Altdorf
SNZ Ingenieure und Planer AG, Zürich
Zeugin-Gölker Immobilienstrategien GmbH, Zürich
Die Koordination mit dem Regierungsrat Uri sowie dem Gemeinderat Altdorf wurde von einer Projektaufsicht sichergestellt (Regierungsrat Isidor Baumann, VD (Vorsitz), Regierungsrat Markus Züst, BD und Gemeindepräsidentin Christine Widmer Baumann, Altdorf).
Die Behörden der Gemeinden im Urner Talboden wurden im Dezember 2010/Januar 2011 vom Projektleiter individuell über das Projekt informiert. Eine umfassende Information fand am 8. April 2011 im Rahmen der Frühjahrestagung 2011 des Urner Gemeindeverbands statt. Zudem wurden die Vertreter der Gemeinden am 9. Juni 2011 über die aktuellen Ergebnisse des Projektes informiert.
Die betroffenen privaten Landeigentümer wurden am 2. Dezember 2010 über das Projekt informiert. In der Folge fanden mit verschiedenen Landeigentümern bilaterale Gespräche statt, und zwar sowohl im Hinblick auf Lösungsansätze für den neuen Bahnhofplatz als auch bezüglich der Entwicklung im Teilgebiet ESP UT West. Am 12. April 2011 fand eine weitere Orientierungsveranstaltung für alle Grundeigentümer statt. Die wichtigsten privaten Landeigentümer waren auch zur Teilnahme an einem Workshop am 25. Mai 2011 eingeladen, an dem die Projektarbeit einer kritischen Überprüfung durch die Projektverantwortlichen selber sowie durch externe Experten unterzogen wurde, wobei verschiedene Landbesitzer von diesem Angebot Gebrauch gemacht haben.