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Deponien

Zuständige Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Umweltschutz
Zuständige Abteilung: Abteilung Immissionsschutz
Verantwortlich: Ilg, Harry

Geeigneten Deponieraum bedarfsgestützt sichern, Deponien umweltkonform betreiben

Abfälle, die sich stofflich und energetisch nicht verwerten lassen, werden in Deponien abgelagert. Die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) verpflichtet die Kantone, den Bedarf an Deponievolumen zu ermitteln und die Standorte von Deponien zu bezeichnen. Das Amt für Umweltschutz überprüft die kantonale Deponieplanung alle fünf Jahre und passt sie bei Bedarf an. Es bewilligt die Errichtung und den Betrieb von Deponien und stellt mit regelmässigen Kontrollen sicher, dass die Abfallanlagen die Umweltvorschriften einhalten.

Deponietypen nach VVEA
Die verschiedenen Deponietypen sind in der VVEA vorgegeben.

Deponie Typ A (alte Bezeichnung: Aushubdeponie): Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial gemäss Anhang 3 Ziffer 1 bzw. Anhang 5 Ziffer 1 VVEA. Im Kanton Uri stehen zurzeit fünf Deponien Typ A in Betrieb.

Deponie Typ B (alte Bezeichnung: Inertstoffdeponie): Deponie für Material, das nur leicht verschmutzt ist und zu mindestens 95 % aus Steinen oder gesteinsähnlichen Bestanteilen besteht. Die Qualitätsanforderungen sind in Anhang 5 Ziffer 2 VVEA festgelegt. Im Kanton Uri stehen zurzeit fünf Deponien Typ B in Betrieb. Auf diesen Anlagen ist grundsätzlich auch der Einbau von Deponiematerial Typ A zugelassen.

Deponie Typ C (alte Bezeichnung: Reststoffdeponie): Deponie für Abfälle aus industriellen Prozessen mit einem erhöhtem Schadstoffgehalt gemäss Anhang 5 Ziffer 3 VVEA. Zurzeit ist im Kanton Uri keine Deponie Typ C in Betrieb.

Deponie Typ D (alte Bezeichnung: Schlackendeponie): Deponien für Schlacken und Aschen aus der kontrollierten Verbrennung, nicht brennbares, mineralisches Kugelfangmaterial. Die Qualitätsanforderungen sind in Anhang 5 Ziffer 4 VVEA festgelegt. Im Kanton Uri steht zurzeit mit der Deponie Eielen in Attinghausen eine Deponie Typ D für die Ablagerung von Schlacke aus Kehrichtverbrennungsanlagen in Betrieb.

Deponie Typ E (alte Bezeichnung: Reaktordeponie): Deponien für schadstoffbelastete Abfälle, die sich chemisch und/oder biologisch verändern können, nicht brennbare Bauabfälle. Zurzeit ist im Kanton Uri keine Deponie Typ E in Betrieb.

Deponiekapazitäten für Abfälle Typ A und B
Das noch verfügbare Restvolumen auf den in Betrieb befindlichen Deponien Typ A und B liegt per Ende 2016 bei rund 1'070'000 m3, für die Hauptregion (Kanton Uri ohne Seitentäler) bei rund 680‘000 m3. Damit ist der Deponieraumbedarf kurzfristig gesichert, mittelfristig sind weitere Deponien oder Erweiterungen einzuplanen. Im Februar 2017 hat das Amt für Umweltschutz die Errichtungsbewilligung für das Erweiterungsprojekt Deponie Butzen erteilt, das ein zusätzliches Deponievolumen von rund 550'000 m3 vorsieht.

 

 

Deponie Gemeinde Deponietyp  Nutzungsvolumen    [m3] Restvolumen per Ende 2016 [m3] im 2016 abgelagert [t]
Birchi Isenthal    A 4'000 1'500 2'800
Steinbruch Eielen Attinghausen    A 350'000 245'500 9'500
Güetli Gurtnellen    A 250'000 120'000 103'800
Lauiweid Seelisberg    A k. A. 20'000 4'900
Standel Wassen    A 300'000 300'000 0
Butzen Gurtnellen    B 500'000 107'600 60'000
Hältikehr Unterschächen    B 110'000 32'400 4'800
Hergersboden Spiringen    B 17'000 3'100 100
Niederwiler Wassen    B 152'000 123'000 8'000
Zumdorf Hospental    B 500'000 360'000 17'700
Summe     ca. 2'180'000 ca. 1'310'000 ca. 220'000

 
Handlungsbedarf

 

  • Die Lage bezüglich der Deponiekapazitäten ist entspannt. Die Deponieplanung ist trotzdem weiterzuführen und deren Entwicklung zu beobachten, um mittelfristig Engpässen vorzubeugen.
  • Die Verwertung von Recyclingbaustoffen soll weiter gefördert werden


Deponieraumbedarf und Deponiekapazitäten für Abfälle Typ D / KVA-Rückstände
Der Hauptanteil der auf der Deponie Eielen in Attinghausen eingebauten Schlacke stammt aus der KVA Renergia in Perlen und der KVA Linth in Niederurnen. Aufgrund des genügend grossen noch zur Verfügung stehenden Ablagerungsvolumens für rund 760‘000 m3 Schlacke und Rekultivierungsmaterial besteht zurzeit kein Handlungsbedarf.

 


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