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Umweltgefährdende Chemikalien

Zuständige Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Umweltschutz
Zuständige Abteilung: Abteilung Immissionsschutz

Chemikalienrecht
Der Vollzug des Chemikalienrechts liegt zum grössten Teil beim Laboratorium der Urkantone in Brunnen.Das Amt für Umweltschutz ist zuständig beim Ausbringen von Stoffen und Zubereitungen in die Umwelt und natürlich bei der sicheren Lagerung und beim sicheren Umgang in den Urner Betrieben.

Das Chemikaliengesetz und die daraus abgeleiteten Verordnungen bezwecken, das Leben und die Gesundheit des Menschen vor direkten schädlichen Einwirkungen durch gefährliche chemische Stoffe und Zubereitungen (Mischungen / Formulierungen aus chemischen Stoffen) zu schützen.

Themen, welche unter das Chemikalienrecht fallen sind unter anderem
  • Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte
  • Kältemittel, z. B. in Kälteanlagen und Wärmepumpen
  • Asbest, Quecksilber
  • Dünger, Auftaumittel, Kältemittel
und vieles mehr. Die Informationen eines Produkts, welches Einwirkungen auf Mensch bzw. Umwelt hat, sind im Sicherheitsdatenblatt (SDB) enthalten. Vor der Anwendung eines solchen Produkts empfiehlt sich, das betreffende SDB zu lesen.
Stoffe und Zubereitungen, für die SDB erstellt werden müssen, sind u.a. diverse Chemikalien, aber auch Pflanzenschutzmittel, Biozide, Dünger und verschiedenste Reinigungsmittel.

Kältemittel:
Wegen des Abbaus der Ozonschicht sind die früher eingesetzten Kältemittel Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte FCKW (HFCKW) heutzutage für Neuanlagen verboten; bestehende Analgen dürfen auch nicht mehr nachgefüllt werden.

In der Luft stabile Stoffe, auch synthetische Treibhausgase genannt, besitzen ein erhebliches Klima-Erwärmungspotenzial. Aus diesem Grund wird die Verwendung dieser Kältemittel nun beschränkt. Die Bewilligungspflicht für stationäre Anlagen mit mehr als 3 kg in der Luft stabilen Kältemitteln wurde Ende 2012 aufgehoben und durch diverse Einschränkungen ersetzt, insbesondere durch das Verbot des Inverkehrbringens von Anlagen ab einer bestimmten Kälteleistung. Das Bundesamt für Umwelt kann jedoch Ausnahmen von diesem Verbot gewähren. Die Inbetriebnahme wie auch die Ausserbetriebnahme von Anlagen mit einer Menge von über 3 kg in der Luft stabilen Kältemitteln ist meldepflichtig bei der Organisation: Schweizerische Meldestelle für Kälteanlagen und Wärmepumpen (SMKW) www.smkw.ch.

Für Planer von Anlagen mit Kältemitteln dürfte die Vollzugshilfe des Bundesamts für Umwelt (BAFU) von Interesse sein: «Anlagen mit Kältemitteln: vom Konzept bis zum Inverkehrbringen», BAFU 2017.

Wärmepumpen für Einfamilienhäuser sind somit ab einer Menge von über 3kg in der Luft stabilen Kältemittel meldepflichtig. Zulässig sind Kühlleistungen bis 100 kW. Darüber sind (bei in der Luft stabilen Kältemitteln) Anforderungen zu erfüllen. Details finden Sie in der Vollzugshilfe, z.B. Anhang 2.

Bitte beachten Sie die Informationen der Bundesämter unter

www.bag.admin.ch - Themen
www.umwelt-schweiz.ch - chemikalien - chemikalienrecht
www.cheminfo.ch

Beachten Sie bitte den Leitfaden 2018 zur Lagerung gefährlicher Stoffe.
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