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Schadstoffe im Boden

Zuständige Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Umweltschutz
Zuständige Abteilung: Abteilung Immissionsschutz
Verantwortlich: Ilg, Harry

Im Kanton Uri konzentrieren sich natürliche und anthropogene Schadstoffquellen auf engem Raum. Der Verdacht auf hohe Bodenbelastungen mit Schadstoffen ist daher mehr als begründet und lässt sich durch zahlreiche Untersuchungen belegen. Gebiete, die Belastungen aufweisen können, sind beispielsweise:
  • stark befahrene Strassen und Eisenbahnlinien
  • Altbaugebiete
  • Industrie- und Gewerbegebiete
  • Stahlkonstruktionen (Hochspannungsmasten, Stahlbrücken etc.), die mit Korrosionsschutzmitteln behandelt wurden
  • Schiessanlagen
  • Gärtnereien und Schrebergärten (Allmeinigärten)
Chemische Bodenbelastungen werden dann problematisch, wenn sie die festgelegten Grenzwerte der Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo; SR 814.12) überschreiten. Werden die Richtwerte überschritten, kann von einer schwachen Belastung gesprochen werden. Liegt die Belastung jedoch über den Prüf- oder sogar über den Sanierungswerten, so besteht eine konkrete Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Hier ist die Nutzung einzuschränken oder ganz zu unterlassen und der Boden muss bei einem allfälligen Aushub gemäss der BUWAL Wegleitung Verwertung von ausgehobenem Boden speziell verwertet, behandelt oder entsorgt werden.

Vollzugsinstrument FvBB für die Baubewilligungsbehörde
Unkontrollierte Verschiebungen von schadstoffbelastetem Boden führen zu neuen Bodenbelastungen und sind gemäss Umweltgesetzgebung nicht zulässig. Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens muss daher rechtzeitig geprüft werden, ob Schadstoffbelastungen im Boden vorliegen könnten. Dazu hat das Amt für Umweltschutz ein GIS-gestütztes Vollzugsinstrument entwickelt. Es enthält jene Verdachtsflächen, bei denen mit grosser Wahrscheinlichkeit (>80 %) eine Schadstoffbelastung des Bodens zu erwarten ist und wird als "Flächen mit vermuteten Bodenbelastungen" (FvBB) bezeichnet. Die Anwendung der FvBB ist in einem Handbuch für die Gemeinden beschrieben (pdf-Handbuch).
Die FvBB sind den kommunalen Baubehörden und den betroffenen Ingenieurbüros über das Geoportal der Lisag AG zugänglich.
Link: http://geo.ur.lisag.ch/produktespezial. Das Login zu den FvBB ist bei der Lisag AG anzufordern.
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