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Fischaufzucht

Zuständige Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Umweltschutz
Zuständige Abteilung:
Verantwortlich: Jaun, Lorenz

Fischzucht-Anlagen

Für die Betreuung und Erbrütung der grossen Anzahl Fischeier, die jährlich aus dem Laichfischfang für alle bewirtschafteten Fischarten anfallen, braucht es natürlich eine entsprechende Infrastruktur. Der Kanton Uri verfügt zu diesem Zweck über zwei eigene Fischzuchtanlagen. In Flüelen befindet sich die wichtigste. Hier wird das gesamte Laichmaterial für die Bewirtschaftung des Urner Sees - teilweise auch für die Fliessgewässer - (Seeforellen) erbrütet. Eine zweite Fischaufzuchtanlage befindet sich im Rynächt. Die Fischzuchtanlage in Silenen gehört dem Urner Fischereiverein, wird aber vom Kanton betrieben.

Schongewässer
Neben diesen drei Aufzuchtanlagen dienen auch die «Schongewässer» (Gewässer in denen die Angelfischerei verboten ist) der Fischaufzucht. Der Kanton hat einige ausgeschieden. In diesen meist kleineren Gewässern wachsen wertvolle und an die harten Bedingungen der Natur angepasste Jungfische als natürliches Besatzmaterial heran. Sie sind als Ergänzung zu den Jungfischen aus den Aufzuchtanlagen gedacht, leisten aber auch einen wichtigen Beitrag beim Wiederbesatz allfälliger Schadenstrecken.
 
Laichfischfang

Fischereiliche Bewirtschaftung
Der natürliche Lebenszyklus der Forelle, selbstverständlich aber auch der der anderen Fische, ist an verschiedenen Orten durch äussere Einflüsse gefährdet: Umweltverschmutzungen, Winterhochwasser und vor allem die Nutzung der Wasserläufe für die Energieversorgung stehen an oberster Stelle. Die aus der Wassernutzung resultierenden Wasserstandsschwankungen oder die zu geringen Restwassermengen sind verantwortlich dafür, dass ein Grossteil des Laiches abstirbt. Wertvoller Nachwuchs geht dabei verloren. Künstliche Verbauungen bilden oft unüberwindbare Hindernisse und bewirken, dass die natürliche Laichwanderung der Fische nicht mehr stattfinden kann. In der Kompensation dieser Beeinträchtigungen durch Jungfischeinsätze begründet sich die Legitimation für die fischereiliche Bewirtschaftung im Allgemeinen und den Laichfischfang der Forelle im Speziellen.
Zweck des Laichfischfangs
Die Laichfischerei in den verschiedenen Fliessgewässern und im Urner See dient dazu, die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere zu fangen. Von diesen Tieren gewinnt man die Eier, welche dann in den Fischzuchtanlagen in Flüelen und Silenen befruchtet und aufgezogen werden. Die Laichfischerei in den Fliessgewässern führt die Fischereiverwaltung durch, die Laichfischerei im Urner See die Berufsfischer.
Elektrofischerei
Im Laufe der letzten Jahre ist die intensive Kontrolle der Fischbestände im Sinne einer nachhaltigen Nutzung immer wichtiger geworden. Wissenschaftliche Untersuchungen über Wachstum, Bestandesgrössen aber auch
Schadenfälle nehmen ständig mehr Zeit in Anspruch. Zum unentberlichen Hilfsmittel für diese fischereibiologischen Arbeiten wurde die Elektrofischerei. Sie beruht auf der Beobachtung, dass die Fische auf ein elektrisches Feld im Wasser reagieren, indem sie unruhig werden, sich in Richtung der Anode (positiver
Pol) einstellen und mehr oder weniger schnell zu ihr hinschwimmen. Dort werden sie für kurze Zeit narkotisiert. Als Stromquelle dient in der Regel ein transportabler Generator (Benzinmotor), bei dem die Elektroden über isolierte Kabel verbunden sind. Die negative Elektrode (Kathode) besteht aus einer blanken
Kupferlitze, die ins Wasser gelegt wird. Die Anode ist meist ein Metallring mit einem isolierten Schaft. Bei der Abfischung in Fliessgewässern watet die Fangmannschaft langsam stromaufwärts. Dabei sucht sie die möglichen Verstecke der Fische mit der Anode ab. Je nach Leitfähigkeit des Wassers schwimmen die Fische in einem Umkreis von 2–3 Metern zur Fangelektrode hin, werden narkotisiert und lassen sich mit dem Kescher fangen. Verwendet werden Spannungen bis ca. 700 V bei Geräten bis 3 kW.

Dokumente Fischzuchtanlage_Fluelen.pdf (pdf, 303.8 kB)
Fischzuchtanlage_Rynacht.pdf (pdf, 333.7 kB)
Fischzuchtanlage_Silenen.pdf (pdf, 191.1 kB)

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