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Strassenabwasser

Zuständige Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Umweltschutz
Zuständige Abteilung: Abteilung Gewässerschutz
Verantwortlich: Senn, Roland

Strassenabwasser

Gesetzliche Anforderungen
Beim Strassenabwasser ist ein Anschluss an die öffentliche Abwasserreinigungsanlage (ARA) nicht zulässig. Die Art der Entsorgung oder Behandlung ergibt sich u. a. aufgrund der Gewässerschutzgesetzgebung, der Gewässerschutzziele, der Schutzwürdigkeit eines Gewässers, der Wegleitung Gewässerschutz bei der Entwässerung von Verkehrswegen (BUWAL, 2002), der Regionalen Entwässerungsplanung (REP) und den Generellen Entwässerungsplanungen der Gemeinden (GEP). Die Abwasserentsorgung hat nach dem jeweiligen Stand der Technik zu erfolgen.


Anforderungen an die Strassenentwässerung


Stark befahrene Strassen
Die Entsorgung des Strassenabwassers stark befahrener Strassen mit erhöhtem Störfallrisiko (z. B. Nationalstrasse A2/A4, Schöllenen, mit Umfahrung Andermatt-Hospental u. a.) in besonders gefährdeten Gewässerschutzbereichen (in Uri mehr oder weniger das ganze Kantonsgebiet) wird wie folgt praktiziert:

  • Totalentwässerung der Fahrbahn, mit Leitschranken für den Abirrschutz;
  • Sammlung des Strassenabwassers im Schlamm- und Mineralölabscheider, mit Puffervolumen bis zu einem mittleren Regenereignis (Abwasserstoss stark verschmutzt).
  • Nachströmendes Regenwasser bei einem Starkregen (kaum mehr verschmutzt) wird ohne spezielle Behandlung in ein Oberflächengewässer entlastet;
  • Einleitung des stark verschmutzten Strassenabwassers in eine Strassenabwasserbehandlungsanlage, mit zusätzlichem Rückhaltevolumen für den Störfall (SABA). Diese Anlage
    • dient als Rückhaltebecken bei einem Störfall (Bodenabdichtung)
    • stapelt das Strassenabwasser bzw. hält es der langsamen Versickerung vor
    • reinigt im Normalfall das Strassenabwasser, indem das Abwasser durch ein spezielles Adsorbermaterial durchsickert und so filtriert bzw. gereinigt wird;
  • Ableitung des gereinigten Abwassers in ein Oberflächengewässer;
  • Das verunreinigte Filtermaterial, u. a. angereichert mit Schwermetallen, muss nach einigen Jahren als Sonderabfall entsorgt, also ersetzt werden.
Die Anpassung der Nationalstrassenentwässerung im Kanton Uri wird laufend nach dem neuesten Stand der Technik, derzeit anhand der Wegleitung Gewässerschutz bei der Entwässerung von Verkehrswegen (BUWAL, 2002), umgesetzt. So konnten im Zusammenhang mit der Strassensanierung von Amsteg bis nach Göschenen alle Entwässerungsabschnitte mit Mineralölabscheider/Retentionsraum/Feinölabscheider (die Rückhaltebecken für einen Chemieunfall bei jedem Mineralölabscheider wurden zurückgestellt) ausgerüstet werden. Zu Beginn der Rampe Amsteg-Göschenen steht seit 2004 eine SABA für die spezielle Abwasserreinigung und Störfallbewältigung (Rückhalteraum) für die hydraulisch verbundenen A2-Abschnitte bis und mit Vortunnel Göschenen in Betrieb.

Anlässlich der Totalsanierung der Nationalstrasse A2 Amsteg - Erstfeld zwischen 2004 - 2007 wurde auch die Entwässerung, mit dem Bau von 3 SABA für die spezielle Abwasserbehandlung und Störfallbewältigung, neu erstellt.


Sanierungsbedarf Entwässerungen Nationalstrassen A2/A4
Im Jahre 2009 neu gebaut wurde die SABA (Humusfilter) Wildried Flüelen. Diese soll dann zusätzlich das Strassenabwasser des heute nicht einmal über Mineralölabscheider entwässerten Teilstücks Portal Süd Seelisbergtunnel-Reusskanal ab Retentionsbecken/-kanälen übernehmen.

Mit Rückhaltebecken für den Chemieunfall ausgerüstet werden müssen auch noch der Gotthardtunnel und der Seelisbergtunnel. Mineralölabscheider mit Koaleszensstufen sind vorhanden.
Der Seelisbergtunnel und er N2-Abschnitt bis Seedorf soll in den Jahren 2015 - 2021 erneuert und instand gestellt werden.


Übrige Strassen
Die Notwendigkeit einer Anpassung der Entwässerung der übrigen Strassen ist anhand der Ergebnisse der Generellen Entwässerungsplanungen (GEP) der Gemeinden und der regionalen Entwässerungsplanung (REP) zu gegebener Zeit von den zuständigen Behörden noch festzulegen. Die Anpassung der Entwässerung an den neusten Stand der Technik soll aber, bei erster sich bietender Gelegenheit, bei einer grösseren Strassensanierung vorgenommen werden.
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