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Biotopschutz-Auen

Zuständige Direktion: Justizdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Raumentwicklung
Zuständige Abteilung: Abteilung Natur- und Heimatschutz
Verantwortlich: Eich, Georges

Allgemeines

Auen sind ans Wasser gebundene, sehr dynamische Lebensräume. Auen entstehen an Seeufern und Flüssen, wo Wasser und Land intensiv verzahnt sind. Typisch für Auen sind starke Wasserschwankungen und somit regelmässige Überflutungen der Uferbereiche. Intakte Auen sind geprägt durch dauernde Erosion und Ablagerung. Diese starke Dynamik hat zur Folge, dass Auen äusserst vielgestaltig und entsprechend artenreich sind. Wasser, Kiesbänke, Pioniervegetation, Weidengebüsche und Auenwälder sind die wichtigsten Lebensräume der Auen. Über 90% der Auen sind in den letzten Jahrzehnten verschwunden. Energiegewinnung und Gewässerverbauungen sind der Hauptgrund. In der Folge sind typische Arten wie der Flussregenpfeiffer selten geworden. Die wichtigsten Auen sind im Inventar der Auen von nationaler Bedeutung verzeichnet und in einer Verordnung geschützt. Auch Auen des Hochgebirges, sogenannte Gletschervorfelder und alpine Schwemmebenen, wurden im Bundesinventar aufgenommen.

Uri

Uri als Alpenkanton hat mit 17 Objekten bzw. gut 1'200 ha noch relativ viele intakte Auengebiete von nationaler Bedeutung aufzuweisen. 7 Objekte – flächenmässig die grössten - sind Gletschervorfelder. Die übrigen Auengebiete liegen an der Reuss und an den Zuflüssen der Seitentäler.
Eine sogar international bedeutende Aue ist das Objekt Widen (Zumdorf-Schmiedigen Boden). Sie liegt in den Gemeinden Hospental und Realp und weist als Besonderheit sehr seltene Weidengesellschaften auf. Der Kanton Uri ist daran, das Gebiet mittels eines Renaturierungskonzeptes aufzuwerten. Ziel ist die Wiederherstellung der natürlichen Fliessdynamik der Furkareuss. Dank regelmässigen Überflutungen sollen vor allem die Pionierflächen aus Flussgeschiebe und die seltenen Lorbeerweiden- Auenwälder gefördert werden. Dank der Zunahme von Strukturvielfalt und Grösse des Auenobjektes soll seltenen Arten wie zum Beispiel dem Blaukehlchen langfristig ein ausreichender Lebensraum geboten werden.

Gesetzt über den kantonalen Natur- und Heimatschutz (kNHG)

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