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Deponien

Zuständige Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Umweltschutz
Zuständige Abteilung: Abteilung Immissionsschutz
Verantwortlich: Ilg, Harry

Die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen VVEA verpflichtet die Kantone, den Bedarf an Deponievolumen zu ermitteln und die Standorte von Deponien zu bezeichnen (Deponieplanung). Die Deponiestandorte sind anschliessend in der Richt- und Nutzungsplanung auszuweisen. Die Kantone überprüfen die Abfallplanung alle fünf Jahre und passen sie wenn nötig an. Die Deponieplanung für den Kanton Uri wurde vom Regierungsrat am 14. September 2010 genehmigt.

Deponietypen
Die verschiedenen Deponietypen sind in der VVEA vorgegeben. Sie ersetzen die bisher üblichen Bezeichnungen, wie sie in der mittlerweile aufgehobenen Technischen Verordnung über Abfälle TVA benutzt wurden.

Deponie Typ A (alte Bezeichnung: Aushubdeponie): Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial gemäss Anhang 3 Ziffer 1 bzw. Anhang 5 Ziffer 1 VVEA. Im Kanton Uri stehen zurzeit fünf Deponien Typ A in Betrieb.

Deponie Typ B (alte Bezeichnung: Inertstoffdeponie): Deponie für Material, das nur leicht verschmutzt ist und zu mindestens 95 % aus Steinen gesteinsähnlichen Bestanteilen besteht. Die Qualitätsanforderungen sind in Anhang 5 Ziffer 2 VVEA festgelegt. Im Kanton Uri stehen zurzeit fünf Deponien Typ B in Betrieb. Auf diesen Anlagen ist grundsätzlich auch der Einbau von Deponiematerial Typ A zugelassen.

Deponie Typ C (alte Bezeichnung: Reststoffdeponie): Deponie für Abfälle aus industriellen Prozessen mit einem erhöhtem Schadstoffgehalt gemäss Anhang 5 Ziffer 3 VVEA. Zurzeit ist im Kanton Uri keine Deponie Typ C in Betrieb.

Deponie Typ D (alte Bezeichnung: Schlackendeponie): Deponien für Schlacken und Aschen aus der kontrollierten Verbrennung, nicht brennbares, mineralisches Kugelfangmaterial. Die Qualitätsanforderungen sind in Anhang 5 Ziffer 4 VVEA festgelegt. Im Kanton Uri steht zurzeit mit der Deponie Eielen in Attinghausen eine Deponie Typ D in Betrieb.

Deponie Typ E (alte Bezeichnung: Reaktordeponie): Deponien für schadstoffbelastete Abfälle, die sich chemisch und/oder biologisch verändern können, nicht brennbare Bauabfälle. Zurzeit ist im Kanton Uri keine Deponie Typ E in Betrieb.

Deponiekapazitäten für Abfälle Typ A und B
Das noch verfügbare Restvolumen auf den in Betrieb befindlichen Deponien Typ A und B liegt per Ende 2015 bei rund 1'200'000 m3, für die Hauptregion (Kanton Uri ohne Seitentäler) bei rund 800‘000 m3. Damit ist der Deponieraumbedarf kurzfristig gesichert, mittelfristig sind weitere Deponien oder Erweiterungen einzuplanen. Aktuell in Bearbeitung steht das Erweiterungsprojekt Deponie Butzen, das ein zusätzliches Deponievolumen von rund 600'000 m3 vorsieht.

DeoponieGemeindeDeponietyp Nutzungsvolumen    [m3]Restvolumen per Ende 2015 [m3]im 2015 abgelagert [t]
BirchiIsenthal   A4'0003'700300
Steinbruch EielenAttinghausen   A35'000250'00033'000
GüetliGurtnellen   A250'000100'000102'500
LauiweidSeelisberg   Ak. A.20'0004'900
StandelWassen   A200'000200'0000
ButzenGurtnellen   B500'000126'20025'600
HältikehrUnterschächen   B110'00035'5003'300
HergersbodenSpiringen   B17'0003'100300
NiederwilerWassen   B140'000128'30014'600
ZumdorfHospental   B500'000370'0007'600
Summe  ca. 2'100'000ca. 1'200'000ca. 190'000


 Handlungsbedarf

  • Die Lage bezüglich der Deponiekapazitäten hat sich im Vergleich zu den Vorjahren leicht entspannt. Die Deponieplanung ist trotzdem weiterzuführen und deren Entwicklung zu beobachten, um mittelfristig Engpässen vorzubeugen.
  • Die Verwertung von Recyclingbaustoffen soll weiter gefördert werden

Deponieraumbedarf und Deponiekapazitäten für Abfälle Typ D / KVA-Rückstände
Auf dem Entsorgungsmarkt herrscht zurzeit ein grosses Angebot an Deponieplätzen für KVA-Rückstände. Die KVA-Betreiber wählen die Deponien nach marktwirtschaftlichen Kriterien aus. Damit die Deponie Eielen wirtschaftlich betrieben werden kann, muss dort eine minimale Menge Schlacke pro Jahr abgelagert werden können. Der Hauptanteil der eingebauten Schlacke stammt aus der KVA Renergia in Perlen. Weitere Schlackenlieferungen sind vertraglich mit der KVA Linth, der KVA Horgen, der ERZO Zofingen und der Wiedag AG vereinbart. Aufgrund des genügend grossen, noch zur Verfügung stehenden Ablagerungsvolumens für rund 786‘000 m3 Schlacke und Rekultivierungsmaterial, besteht zurzeit kein Handlungsbedarf.

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