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Bodenschutz beim Bauen

Zuständige Direktion: Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Zuständiges Amt: Amt für Umweltschutz
Zuständige Abteilung: Abteilung Immissionsschutz
Verantwortlich: Ilg, Harry

Boden schonen

Der Boden ist ein knappes und schützenswertes Gut: Er ist die Grundlage für unser Leben. Gerade bei Bauvorhaben ist es wichtig, dass der Schutz des Bodens frühzeitig einbezogen wird. Das Amt für Umweltschutz unterstützt Sie bei der schnellen und unkomplizierten Umsetzung der Massnahmen zum Bodenschutz - damit wir den Boden auch in Zukunft uneingeschränkt nutzen können.

Das Merkblatt «Umgang mit Boden» enthält konkrete Anleitungen und Hinweise zum korrekten Umgang mit Boden.

Das Merkblatt «Bodenschutz lohnt sich» (BAFU / Cercle Sol, 2017) gibt wichtige Hinweise für die Planung und die Ausschreibung von Bodenarbeiten bei Bauvorhaben.


Wichtige Grundsätze zum Bodenschutz
  • Arbeiten nur bei ausreichend abgetrockneten Böden ausführen
  • Maschinen mit möglichst geringem Gesamtgewicht verwenden
  • Böden mit temporären Kiespisten, Baggermatratzen oder Platten schützen
  • Boden immer begrünen
  • Bei grossen Vorhaben (in der Regel ab 5‘000 m2) bodenkundliche Baubegleitung beiziehen
  • Wiederverwendung von abgetragenem Boden nach Möglichkeit vor Ort
  • Neu aufgebaute Böden brauchen Zeit und eine schonende Folgebewirtschaftung

Grossbaustellen

Auf Grossbaustellen werden grosse Flächen von fruchtbarem Boden verschoben, zwischengelagert und später allenfalls wieder rekultiviert. Hier ist es wichtig, dass der Umgang mit dem Boden nach dem neusten Kenntnisstand geregelt wird. Die Umsetzung von Bodenschutzmassnahmen wird durch eine bodenkundliche Fachperson vor Ort und in Zusammenarbeit mit unserer Amtsstelle sichergestellt. Eine Liste der zugelassenen Bodenkundlichen Baubegleiter (BBB) kann auf der Website der Bodenkundlichen Gesellschaft der Schweiz (BGS) eingesehen werden.

Bodenschonender Maschineneinsatz
Das Nomogramm gibt an, bei welcher Bodenfeuchte (Saugspannung) Baumaschinen und landwirtschaftliche Fahrzeuge eingesetzt werden können. Bevor Boden befahren oder bearbeitet wird, kann seine Feuchtigkeit und Tragfähigkeit durch Messung der Saugspannung mittels Tensiometern beurteilt werden. Der Kanton Uri betreibt seit 2008 in Erstfeld und seit 2017 in Andermatt je eine Bodenmessstation. Mit diesen vollautomatischen Stationen können unter www.boden-uri.ch hochaufgelöst und kontinuierlich die relevanten Messparameter abgerufen werden. Damit können die am Bau beteiligten Akteure beurteilen, ob bei den aktuell vorliegenden Verhältnissen das Befahren und Umlagern des Bodens zulässig ist.
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