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Anwendung und Entsorgung von Chemikalien im Haushalt

18. Dezember 2020

Ein unsachgemässer Umgang mit Putzmitteln, Medikamenten, Farben oder Pflanzenschutzmitteln kann die Umwelt belasten und die Gesundheit schädigen. Das Amt für Umweltschutz hat daher eine Informationskampagne lanciert. Sie soll zu einem zurückhaltenden Einsatz chemischer Mittel anregen und mögliche Alternativen aufzeigen. Ein besonderes Augenmerk wird auf eine korrekte Entsorgung gelegt.

Medikamente, Putzmittel, Farben oder Pflanzenschutzmittel – in Haushaltungen werden vielerorts Mittel mit chemischen Wirkstoffen verwendet. Schon kleine Mengen eines bestimmten Stoffes können jedoch für Tiere und Pflanzen giftig sein, wenn sie unsachgemäss in die Umwelt gelangen. Da viele Stoffe durch eine normale Kehrichtverbrennung nicht neutralisiert werden, können sie auch danach noch Umweltschäden anrichten. Und auch die Abwasserreinigung wirkt bei vielen chemischen Stoffen nicht, so dass diese nicht aufgehalten werden und in Gewässer oder sogar in unser Trinkwasser gelangen.

Chemikalien korrekt entsorgen

Es ist daher wichtig, Reste von Chemikalien aus dem Haushalt richtig zu entsorgen. Viele davon gehören in den Sonderabfall. Chemikalien und Medikamente können bei den Sammelstellen der Entsorger oder beim Handel zurückgebracht werden. Denn, wer Chemikalien oder Medikamente verkauft, muss diese auch gratis wieder zurücknehmen.

Alternativen prüfen

Oft gibt es auch umweltschonendere Alternativen. Bei Medikamenten lohnt es sich oft, kleinere Packungen zu kaufen, so dass möglichst keine Restmengen zum Entsorgen übrigbleiben. Für den Schmutz im Haushalt reicht in vielen Fällen ein umweltverträglicher Allzweckreiniger, ein Mikrofasertuch, ein Putzmittel auf Essigbasis, etwas Natron oder Backpulver. Auch beim Kauf von Farbe und Lack ist es wichtig, schädliche Inhaltsstoffe zu vermeiden und Reste korrekt zu entsorgen. Beim Verwenden von Pflanzenschutzmitteln ist besondere Vorsicht geboten. Wie gefährlich ein Pestizid für Mensch und Umwelt ist, hängt vom enthaltenen Wirkstoff, der Konzentration und der richtigen Anwendung ab. Auch unzählige Tiere und Pflanzen werden ungewollt zu Opfern von Pestiziden. Wenige Milliliter eines handelsüblichen Insektizids in einem Bach können genügen, um Kleinstlebewesen auf mehrere Kilometer abzutöten.

Information der Bevölkerung

Um die Bevölkerung über den richtigen Umgang mit Chemikalien im Haushalt zu informieren, hat das Amt für Umweltschutz nun eine Kampagne lanciert. In den nächsten Wochen werden Verkaufsstellen, Entsorger und Gemeinden mit Informationsunterlagen bedient. Zudem wird mit Inseraten und einem Versand eines Info-Flyers auf das Anliegen aufmerksam gemacht. Die Kampagne basiert auf der Internetseite www.bewusstwie.ch des Bundesamts für Umwelt.

 

Rückfragen von Medienschaffenden:
Amt für Umweltschutz, Dr. Alexander Imhof, Vorsteher Amt für Umweltschutz, Tel. 041 875 24 49, Mobile 079 321 98 56, E-Mail alexander.imhof@ur.ch

Amt für Umweltschutz, Niklas Joos-Widmer, Leiter Abteilung Immissionsschutz, Tel. 041 875 24 17, Mobile 079 320 87 65, E-Mail niklas.joos@ur.ch

 

 

Bild 2
Die Vorderseite vom lacierten Flyer der Kampagne «Richtiger Umgang mit Chemikalien im Haushalt» vom Amt für Umweltschutz.

 

Eine Ansammlung von nicht mehr benötigten Chemikalien aus dem Haushalt bei einer Sammelstelle.
Eine Ansammlung von nicht mehr benötigten Chemikalien aus dem Haushalt bei einer Sammelstelle.

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