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Wanderwegfachstelle Aktuell, Projekte

Ersatz Holzbelag Brücke Acherli Maderanertal

Nach dem Unwetter 2005 wurde die Brücke über den Chärstelenbach beim Acherli im Maderanertal neu erstellt. Die Wegverbindung zwischen der Talstation Seilbahn Golzern und der Legni ist ein sehr beliebter Wander- und Bikeweg. Weiter wird die Wegverbindung auch als Viehtriebweg genutzt.
Der bestehende Brückenbelag aus Tannenholz ist inzwischen spröde und brüchig und muss nach über 7 Jahren durch einen neuen Holzbelag ersetzt werden.Im August 2013 sind die Arbeiten durch die Bürgergemeinde Silenen ausgeführt worden. Der alte Holzbelag wurde demontiert und fachgerecht entsorgt. Der Ausführung des neuen Brückenbelages erfolgte mit Eichenholzbohlen, die Geländer Konstruktion aus Lärchenholz. Die neue hochwertige Holzkonstruktion weisst eine Lebensdauer von über 20 Jahren auf.



Anschluss Furka Höhenweg
Mit der Eröffnung des neuen Wanderwegs zwischen Andermatt und Hospental ist das Wanderwegnetz im Urserntal um eine Attraktion reicher. Auch für die lokale Bevölkerung ist die neue Wegverbindung eine willkommene Aufwertung.

Durch den Bau des Golfplatzes der Andermatt Swiss Alps AG stellte die bestehende Wegführung des Furka Höhenwegs im Bereich Reussen ein Sicherheitsrisiko für die Wegbenutzer dar, querten doch gleich vier Spielbahnen den bestehenden Wanderweg. Zudem hätte auch der Golfplatz durch die bestehende Wegführung nicht optimal genutzt werden können.

Unter Einbezug der Gemeinden Andermatt und Hospental, der Korporation Ursern, der Andermatt Swiss Alps AG, der Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH und den kantonalen Fachstellen erarbeitete die Justizdirektion 2009 ein erstes Vorprojekt. Anschliessend hat sie dieses den Grundeigentümern vorgestellt, optimiert und bereinigt. Nach Zustimmung aller Grundeigentümer erfolgte im Juni 2011 die Baueingabe. Ende August 2011 erteilten die Gemeinden Andermatt und Hospental die Baubewilligung für die neue Wegverbindung.

Rund ein Jahr später wurde der erste Wegabschnitt vom Biotop Meer über den Mülibach zum Rotboden realisiert. Der Abschnitt Biotop Meer bis zur Panzerstrasse liegt in einem Naturschutzgebiet von regionaler Bedeutung und quert darin ein wertvolles Flachmoor. Um die Beeinträchtigungen im Bereich dieses wertvollen Biotops möglichst gering zu halten, wurde mit Hilfe des Urner Zivilschutzes ein spezieller Prügelweg auf Holzpfählen eingebaut.

Die Ausführung der zweiten Wegetappe vom Rotboden bis Moos erfolgte im Sommer 2013. Mit den anschliessenden Fertigstellungsarbeiten wurden der neue Wanderweg signalisiert und die Holzsitzbänke, welche die Korporation Ursern gestiftet hatte, versetzt.

Bereits während der Bauphase stiess der neue Wanderweg bei der lokalen Bevölkerung auf grosses Interesse. Durch das gleichmässige Längsgefälle konnte der Weg optimal in die Landschaft eingebettet werden. Die neue Wegverbindung bietet einen unvergleichlichen Ausblick auf den Golfplatz sowie die Dörfer Andermatt und Hospental und lässt sich über den Reussdamm ideal als Rundweg zwischen Andermatt und Hospental kombinieren. Dank dem guten Ausbaustandard ist der Wanderweg auch für Familien bestens geeignet.



Sanierung Trockenmauern Riedweg Silenen-Gurntellen
Der Riedweg, ein einstiger Gotthardsaumweg, führt heute als 2-3 m breites Hangsträsschen von Amsteg nach Meitschligen. Bei Rüti ist die Wegoberfläche asphaltiert und führt zudem im Teiftal durch eine Lawinenschutzgalerie. Ansonsten ist der Weg gekiest und geschottert. Zwischen Loren und Riedmatt ist in der häufig grasbewachsenen Wegmitte punktuell die Bollensteinpflästerung des früheren Saumweges zu erkennen.
Entlang des Strässchens stehen viele trocken gemauerte Lesestein-Trockenmauern, bei Stutz sind es wallähnliche Wegbegrenzungsmauern. Weitere Wegbegrenzungen bilden die teilweise mit Hecken bestockten Böschungen. Erwähnenswert sind ausserdem die (wohl jüngeren) Randsteine bei Chalberreisti.

Der Riedweg wird als Erschliessung diverser Ladwirtschaftsbetrieben und Haushaltungen genutzt und ist im Inventar der historischen Verkehrswege von nationaler Bedeutung mit viel Substanz klassiert. Im kant. Richtplan Wanderwege ist der Riedweg Amsteg-Meitschligen als Hauptwanderweg klassiert. Mit dem Trans Swiss Trail, der Via Gottardo führen zwei nationale Wanderlandrouten über den Riedweg. Weiter führen diverse lokale Mountainbikelandrouten über das gleiche Wegtrasse.

Unter der Bauherrschaft der Gemeinden Silene und Gurtnellen wurde das Projekt in vier Etappen zwischen 2012 und 2015 ausgeführt. Das Projekt Sanierung Trockenmauern Riedweg wurde vom Bundesamt für Strassen (ASTRA), Fonds Landschaft Schweiz, Kanton Uri und den Gemeinden Silenen und Gurtnellen finanziert. Es sind folgende baulichen Massnahmen umgesetzt worden:
  • Ersatz von Teilstücken oder von ganzen Mauerabschnitten
  • Wiederaufmauern von Steinlesehaufen
  • Montage von Absturzsicherungen und Schutzzäunen
  • Aufwertungsmassnahmen mit Holzlattenzäunen

Sanierung Trockenmauer alter Gotthardweg Hospental

Der Strassenabschnitt oberhalb von Hospental ist Teil der alten historischen Gotthardstrasse, welche ursprünglich zwischen 1820 bis 1830 als Kunststrasse von Flüelen bis ins Tessin erstellt wurde. Die Breite beträgt im Schnitt 6 Meter, die durchschnittliche Steigung liegt bei 6 bis 7 % bei einem Maximum von 10 %. Die Strasse diente der ab 1832 fahrplanmässig fahrenden Postkutsche als Verkehrsweg. Später wurde das Strassenstück auch für den Autoverkehr benützt, wobei es speziell in den Wendekurven (Betonbelag) ausgebaut wurde. Die heutige Autostrasse verläuft zwischen Hospental bis zum Tunnel Chämleten auf einem neuen Trassee. Die alte Fahrstrasse zwischen Hospental und Chämleten wird heute von der historischen Gotthard Postkutsche und als Wander- und Bikeweg genutzt.

In Mai 2010 stürzte ein Teil der talseitigen Trockenmauer der alten, historischen Gotthardstrasse oberhalb Hospental auf einer Länge von ca. 12 m ein. Das Wegstück ist Teil der alten Gotthardstrasse und ist im Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) aufgeführt.


Der Wiederaufbau erfolgte von Mitte Juni bis Mitte Juli 2012. Der Aufbau erfolgte von unten (west) nach oben (ost). Die Fundamentsteine wurden unter Terrain in Beton versetzt. Der Fussstein steht nach vorne ca. 30 cm vor.

Die Mauer hat vorne einen Anzug von ca. 7:1, analog wie bei den bestehenden, ursprüngli-chen Mauern. Die Einbindetiefe, sowie die Mauerdicke ergaben sich aus der Statik. Die Wehrsteine (‚Kolonnensteine‘) wurden in Absprache mit den Vertretern des IVS und der Wander- und Bikefachstelle, analog wie bei den ursprünglichen Mauern, um ca. 30-40 cm von der Mauerkrone nach innen versetzt. Damit die Wehrsteine nicht mehr verkippen, wur-den sie eingemörtelt. Beim Aufbau wurde darauf geachtet, dass in jeder 2. bis 3. Steinlage durchgehende Bindersteine eingesetzt wurden.


1. Juni 2012
Eröffnung Themenweg zum geometrischen Mittelpunkt des Kantons Uri


Seit 1912 arbeiten Bund, Kantone, Gemeinden und Privatwirtschaft Hand in Hand beim Vermessen, Erfassen und Kartieren der Schweiz. Gemeinsam feiern sie nun das 100-Jahr-Jubiläum der amtlichen Vermessung.

Zu diesem Anlass ist auf dem Arni in der Gemeinde Gurtnellen der Themenweg zum geometrischen Mittelpunkt des Kantons Uri entstanden. Er führt vom Arnisee aus in rund 30 Gehminuten ans Ziel auf 1'482 Metern über Meer. Spuren und Zeichen der amtlichen Vermessung säumen den Weg.

6. Juli 2011
Eröffnung Wanderweg Trudelingen – Witterschwanden


Mit der Eröffnung des neuen Wanderwegs zwischen Trudelingen und Witterschwanden wird ein weiteres Teilstück von rund 1,5 Kilometern, welches bis anhin über das Trottoir entlang der Kantonsstrasse führte, vom Asphalt Belag befreit. Die neue Wegverbindung ist für die Wanderer wie auch für die lokale Bevölkerung eine willkommene Aufwertung.

Mit der Via Alpina und der Via Suworow führen zwei SchweizMobil Wanderlandrouten von nationaler- und regionaler Bedeutung über den neuen Wanderweg. Die nationale Route Nr. 1, Via Alpina startet in Vaduz und führt im Kanton Uri vom Urnerboden über den Klausen- und Surenenpass nach Engelberg. und endet in Montreux. Die Via Suworow ist durchgehend mit dem Routenfeld Nr. 55 signalisiert und führt den Wanderer auf den Spuren des russischen Generals vom Gotthard nach Altdorf, über den Chinzig nach Muotatal.

Nach der Festlegung des Wegverlaufs im Gelände und der Ausarbeitung eines Vorprojekts wurden die Grundeigentümer über das Wegbauprojekt informiert. Bereits Mitte April erteilte die Gemeinde Bürglen die Baubewilligung. Vom 17. – 21. Mai 2010 erstellten die Pionierzüge 1 und 6 des Urner Zivilschutzes den ersten Abschnitt zwischen der Talstation Seilbahn Eggenbergli und dem Steg Schachen. Der bestehende Trampelpfad wurde auf eine Wegbreite von einem Meter ausgebaut. Die Querung des Wilerlibaches, welcher bei starkem Regen Geröll und Schuttmassen mit sich führt, galt als grosse Herausforderung beim Ausbau dieses Wegabschnitts. Mit einem neuen Fusssteg von 8 m Länge wird der Sulztalbach an einer engen Stelle überquert.

Rund ein Jahr später, zwischen dem 21. und 25. Juni 2011, erstellte der Pionierzug 5 den Wegabschnitt Steg Schachen bis Steg Ännetschächen. Im Bereich der Liegenschaft Schachen wurde der Wanderweg auf einer Länge von 620 m neu angelegt. Das letzte Teilstück des neuen Wanderwegs von der Posthaltestelle bis zum Fussgängerstreifen in Trudelingen beinhaltet den 21 m langen Fusssteg über den Guggibach. Dieser Fusssteg ist das Herzstück dieses Wegabschnitts. Mit dem Einbau des Fusssteges über den Guggibach wird eine unübersichtliche Querung der Kantonstrasse im Bereich der Posthaltestelle Trudelingen umgangen, was die Sicherheit der Wanderer und Fussgänger stark erhöht .

11. Mai 2011
Neuauflage der Urner Wander- und Bikekarten

Rechtzeitig auf die Sommersaison gibt die Justizdirektion Uri die neuen Urner Wander- und Bikekarten im Massstab 1:25'000 heraus. Die vier Kartenblätter - Gotthard, Maderanertal, Urnersee und Schächental - wurden komplett überarbeitet.

Auf den neuen Karten wurden sämtliche Informationen aktualisiert und die neusten Daten von Swisstopo - dem Bundesamt für Landestopografie - verwendet. Die Karten umfassen die offiziell signalisierten Schweiz-Mobil-Routen. Die Rückseiten der Karten enthalten einen reich bebilderten Informationsteil mit weiterführenden Auskünften zum jeweiligen Kartengebiet. Beschrieben werden beispielsweise die Gemeinden, das Wanderwegnetz, naturkundliche und touristische Sehenswürdigkeiten und Fischgewässer.

Das beliebte vierteilige Kartenset wurde seit der Erstausgabe im Jahr 2002 44'000 Mal verkauft. An der Internationalen Kartografiekonferenz wurden die Karten mit dem "2nd Grade Award for Excellence in Cartography" ausgezeichnet. Die Kartenherstellung wurde durch die beiden Korporationen Uri und Ursern finanziell unterstützt.

Die neuen Urner Wander- und Bikekarten sind als Viererset und einzeln erhältlich und können bei Gisler Druck in Altdorf, im Buchhandel und bei ausgewählten Verkaufsstellen bezogen werden.
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