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Start der Vernehmlassung zur Revision des Reglements über die Schulleitung

4. Oktober 2018

Der Erziehungsrat möchte die Pensen für Schulleiterinnen und Schulleiter an der Volksschule des Kantons Uri neu regeln. Künftig soll sich ein Schulleitungspensum zusammensetzen aus einem Sockelpensum und einem Bandbreitenpensum. Die Vernehmlassung zu diesem Vorhaben hat die Bildungs- und Kulturdirektion im Auftrag des Erziehungsrats gestartet.

 

Die Schulleitungen sind an der Volksschule des Kantons Uri heute etabliert. Schulleitungen tragen grosse Verantwortung und haben vielfältige Aufgaben. Im heutigen gesellschaftlichen Umfeld würde eine Schule ohne Schulleitung gar nicht mehr funktionieren. Mit Beschluss vom 1. September 2016 gab der Erziehungsrat einen Bericht mit den Vorschlägen für die Anpassung des Reglements über die Schulleitung für die Vernehmlassung frei. Zur Debatte standen die Neufestlegung der Schulleitungspensen samt Einführung eines Sockelpensums und die Überführung der Schulleitungen in die Lohntabelle der Verwaltung. Die durchgeführte Vernehmlassung zeigte indes, dass die Mehrheit der Schulräte und der Gemeinderäte mit dem Vorschlag als Ganzes nicht einverstanden war. Aufgrund dieses Befunds beschloss der Erziehungsrat am 22. März 2017, dass der Vorschlag als Ganzes zu revidieren sei, wobei grundsätzlich an einem Sockelpensum festgehalten werden soll und neu die Frage der Schulsekretariate zu thematisieren sei. Den von der eingesetzten Projektgruppe erarbeiteten Bericht behandelte der Erziehungsrat unter dem Präsidium von Regierungsrat Beat Jörg am 26. September 2018. Er dient nun als Grundlage für die Durchführung einer neuerlichen Vernehmlassung. Diese dauert bis am 30. November 2018.

 

Mit Sockel und Bandbreite

Kern der Vorlage ist ein neues Modell zur Berechnung der Schulleitungspensen. Demnach soll sich ein Schulleitungspensum künftig zusammensetzen aus einem Sockelpensum und einem Bandbreitenpensum mit Faktorenspektrum. Das Sockelpensum mit 20 Stellenprozent steht allen Schulleitungen zu, um die Grundaufgaben, die in jeder Schule anfallen, zu erledigen. Das zusätzliche Bandbreitenpensum bemisst sich nach einem Faktorenspektrum von 1,3 bis 1,6 Lektionen (4,5 bis 5,5 Stellenprozent) pro Abteilung. Die gemeindliche Schulbehörde legt den Faktor fest, und zwar nach Massgabe der gesetzten Beeinflussungsfaktoren. Dabei wird die Schulführung als Verbundaufgabe zwischen Schulrat, Schulleitung und Schulsekretariat verstanden. Die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung sind so zuzuteilen, dass die Schulführung wirksam und effizient gestaltet wird. Das aktuelle Einreihungssystem für Schulleitungen bleibt unangetastet. Die mit dem neuen Berechnungsmodell verbundenen Mehrkosten belaufen sich über alle Gemeinden hinweg auf minimal 170‘000 Franken. Dieser Betrag entspricht einem Mehrpensum für die Schulleitungen von insgesamt 100 Stellenprozent.

 

Nach Ablauf der Vernehmlassungsfrist wird die Bildungs- und Kulturdirektion die Stellungnahmen auswerten. Anschliessend kann der Erziehungsrat über die Revision des Reglements über die Schulleitung beschliessen.

 

Hinweis: Der Vernehmlassungsbericht zur Revision des Reglements über die Schulleitung ist auf der Website des Kantons Uri verfügbar: www.ur.ch > Aktuelles > Vernehmlassungen.

 

Rückfragen von Medienschaffenden:
Regierungsrat Beat Jörg, Bildungs- und Kulturdirektor und Präsident des Erziehungsrats
Telefon
+41 41 875 2055, E-Mail beat.joerg@ur.ch