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Freiwilliges Engagement in der Integrationsförderung

5. Dezember 2018

Am 28. November 2018 hat die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri den vierten Urner Integrationstag durchgeführt. Im Zentrum stand das Thema «Vereine und Freiwillige in der Integrationsförderung». Die Erkenntnisse des Integrationstags werden nun einfliessen in die Weiterentwicklung des kantonalen Integrationsprogramms.

 

«Integration ist heute eine höchst komplexe Aufgabe mit vielen unterschiedlichen Akteuren», sagte Regierungsrat Beat Jörg, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri, am 28. November 2018, zur Eröffnung des vierten Urner Integrationstags in der Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri in Altdorf. «Bund, Kantone und Gemeinden vermögen die Integration denn auch nicht allein zu stemmen», so Beat Jörg weiter. «Es braucht das zivilgesellschaftliche Engagement - und damit die Arbeit von Freiwilligen.» Wie sich das freiwillige Engagement auch in Zukunft für die Integration nutzen lässt: Dieser Frage widmete sich der Integrationstag. Im Zentrum stand das Thema «Vereine und Freiwillige in der Integrationsförderung».

 

Hoher Nutzen für alle

Beleuchtet wurde das Thema des Tages aus verschiedenen Blickwinkeln. Was bedeutet es, einen Verein bewusst für Ausländerinnen und Ausländer zu öffnen? Wo sind mögliche Stolpersteine, und welche Lösungsansätze haben sich bewährt? Diese Fragen erörterte das Inputreferat von Elsbeth Fischer-Roth, Projektmitarbeiterin von benevol Schweiz. Die Referentin zeigte auf, wie es gelingen kann, dass Migrantinnen und Migranten einerseits und die Vereine andererseits wechselseitig voneinander profitieren. Ein konkretes erfolgreiches Beispiel aus Uri präsentierten Heidi Gisler, Vorstandsmitglied des ESC Erstfeld, und Nedal Ahmed vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK). Der ESC Erstfeld vereint die einheimische und die ausländische Bevölkerung, indem er gezielt Flüchtlinge aufnimmt, um deren Integration zu verbessern.

 

Miteinander durch den Alltag

Was die Freiwilligenarbeit auch ausserhalb von Vereinen zur Integrationsförderung beitragen kann, illustrierte der Erfahrungsbericht eines Tandems des Projekts «mitenand». In diesem Projekt, getragen vom Hilfswerk der Kirchen Uri und dem SRK, begleiten einheimische Freiwillige jeweils eine Einzelperson oder eine ganze Familie aus dem Flüchtlingsbereich durch den Urner Alltag. Es werden Türen geöffnet und Freundschaften geschlossen, die eine neue Heimat schaffen.

 

Reisende verwandeln sich in Einheimische

In der nachfolgenden Diskussion wurden die angesprochenen Themen vertieft, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Integrationstags hatten Gelegenheit, den Referentinnen und Referenten Fragen zu stellen. Die Erkenntnisse des Integrationstags werden nun einfliessen in die Weiterentwicklung des kantonalen Integrationsprogramms und vor allem auch in die anstehende Umsetzung der Integrationsagenda des Bunds in Uri. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass Uri ein erfolgreicher Integrationskanton bleibt. «Seit vielen hundert Jahren ist Uri ein Land, wo Reisende sich in Gäste verwandeln - und Gäste in Einheimische», sagte Regierungsrat Beat Jörg. «Wir wollen, dass das Leben in unserem Kanton dank der erfolgreichen Integration von Migrantinnen und Migranten auch in Zukunft so vielfältig und reich wie möglich bleibt.»

 

 

 

Rückfragen von Medienschaffenden:
Lena Greber, Integrationsdelegierte des Kanton Uri
Telefon 041 875 20 66, E-Mail lena.greber@ur.ch