Inhaltsbereich

Bericht beleuchtet Arbeit in der Volksschule

14. Dezember 2018

Die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri hat den Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2017/2018 erarbeitet und publiziert. Der Bericht gibt in acht Kapiteln Auskunft über alle wesentlichen Bereiche der Urner Volksschule. Er zeigt, dass das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer in der Weiterbildung nach wie vor sehr hoch ist.

 

Im Schuljahr 2017/2018 haben die Gesamtschülerzahlen in Uri leicht zugenommen. Ebenfalls leicht gestiegen ist die Zahl der Abteilungen; sie befindet sich wieder auf demselben Stand wie im Schuljahr 2014/2015. Das geht aus dem Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2017/2018 hervor. Der Bericht gibt in acht Kapiteln Auskunft über alle wesentlichen Bereiche der Volksschule.

 

Minimalstandards eingehalten oder überschritten

In der Kindergarten- und Primarstufe haben die Schulen im Schuljahr 2017/2018 durchschnittlich 0,24 Lektionen für die Förderungsmassnahmen eingesetzt, in den Oberstufen mit integrierter Werkschule waren es 0,31 Lektionen. Die Minimalstandards des Erziehungsrats konnten somit grossmehrheitlich eingehalten oder überschritten werden. 298 Kinder (Vorjahr 262) wurden im Berichtsjahr in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet. DaZ wird in elf Gemeinden unterrichtet. Die Verteilung auf die Gemeinden ist sehr unterschiedlich und liegt zwischen 0 und 17 Prozent.

 

Im Bereich der Sonderpädagogik wurden 45 Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung in der Regelschule beschult. 26 Schülerinnen und Schüler wurden in ausserkantonalen Einrichtungen beschult; 36 Schülerinnen und Schüler besuchten die Sonderschule Uri. Die Zahl der Sonderschulungen hat in allen Bereichen zugenommen. Die Zahl der therapeutischen Massnahmen in der stiftung papilio (Früherziehung, Logopädie, Psychomotorik) bewegt sich leicht unter den langjährigen Werten.

 

Unterstützung im Krisen- und Konfliktmanagement

Der Schulpsychologische Dienst (SPD) ist neben Abklärungen und Beratungen im Zusammenhang mit Lern- und Verhaltensstörungen bei Schülern und Schülerinnen (im Berichtsjahr 468 Fälle; Vorjahr 470) auch in der Erziehungsberatung, im Konflikt- und Krisenmanagement, in der Erstberatung für Lehrpersonen und Schulteams sowie als Fachstelle Kindesschutz tätig. Im Bereich des Krisen- und Konfliktmanagements hat der SPD im Berichtsjahr 41 Fälle (Vorjahr: 44) bearbeitet. Im vergangenen Schuljahr wurde er in 31 Fällen (Vorjahr: 39) im Bereich des Kindesschutzes tätig. Die Erstberatung für Lehrpersonen und Schulteams haben 14 Lehrpersonen (Vorjahr: 8) in Anspruch genommen.

 

Gut besuchte Weiterbildungskurse

Das Amt für Volkschulen stellte im Berichtsjahr 39 definitive und 41 befristete Lehrbewilligungen aus. Auch im Schuljahr 2017/2018 organisierte das Amt die obligatorische Einführungsveranstaltung für Lehrpersonen, die neu im Kanton Uri unterrichten. Im Rahmen der Beratung der Junglehrerinnen und Junglehrer konnten drei Kurse erfolgreich durchgeführt werden. Die Zahl der Anmeldungen zur Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung liegen wie in den Vorjahren bei über 1’200. Es gibt weiterhin viele Anmeldungen für Urner Kurse, so dass 90 Prozent der Urner Kurse durchgeführt werden konnten. Im Rahmen der Einführung des Lehrplans 21 hat ein Grossteil der Urner Lehrpersonen während des Schuljahrs 2017/2018 einen Vertiefungskurs besucht; parallel dazu fanden schulinterne Weiterbildungen statt. Ausserdem fand im April 2018 die Kick-off-Veranstaltung der Nachqualifikation Medien und Informatik statt. Am Kurs für neue Schulrätinnen und Schulräte sowie Schulsekretärinnen und Schulsekretäre nahmen achtzehn Personen teil.

 

Schulstandards in Überarbeitung

Das Qualitätsmanagementsystem an den Urner Volksschulen wird seit dem Ende des ersten Zyklus der Externen Schulevaluation 2010 bis 2014 weiterentwickelt. Im Zentrum steht der Referenzrahmen für Schulqualität, die sogenannten «Standards Uri». Diese bilden die Grundlage für die mittel- und kurzfristige Planung der Schulprogramme und der Jahresplanungen der gemeindlichen Schulen. Die Standards werden bis Ende 2018 überarbeitet und dienen als Grundlage für die Schulprogramme 2019 bis 2023.

 

 

Hinweis: Der Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2017/2018 ist auf der Website des Kantons Uri verfügbar: www.ur.ch (Suchbegriff: Bericht zur Volksschule).

 

 

Rückfragen von Medienschaffenden:
Regierungsrat Beat Jörg, Bildungs- und Kulturdirektor und Präsident des Erziehungsrats
Telefon
+41 41 875 2055, E-Mail beat.joerg@ur.ch