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Urner Museumskonferenz hat neuen Präsidenten

7. Februar 2019

Die Urner Museumskonferenz wird neu von Romed Aschwanden geleitet. Der 30-jährige Historiker folgt auf Karl Baumann. Für das Jahr 2019 haben die Urner Museen wiederum ein attraktives Ausstellungsprogramm zusammengestellt.

 

Seit 2012 hatte der Altdorfer Arzt und ehemaliger Präsident des Kunstvereins Uri, Karl Baumann, die Urner Museumskonferenz geleitet. Nun hat er sein Amt an Romed Aschwanden weitergegeben. Am 30. Januar wurde Karl Baumann vom Ausschuss der Museumskonferenz mit einem Geschenk, einem Kristall aus den Urner Bergen, verabschiedet. Der neue Präsident Romed Aschwanden arbeitet derzeit an seiner Dissertation an der Universität Basel. Er ist zudem Vizepräsident des Historischen Vereins. Bis Ende 2018 war er als Konservator des Tellmuseums in Bürglen tätig. «Viele engagierte Personen arbeiten in den Urner Museen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihnen die attraktive Urner Museumslandschaft weiterzuentwickeln», so Romed Aschwanden.

 

Erfolgreiche Projekte

Die Urner Museumskonferenz darf auf ein erfolgreiches 2018 zurückblicken. Zu Beginn des Jahres konnte das Museumskonzept 2017 bis 2025 sowie der darin enthaltene Massnahmenplan verabschiedet werden. «Es geht in den kommenden Jahren darum, optimale Rahmenbedingungen für die Urner Museumslandschaft zu schaffen», so Romed Aschwanden. «Diese betreffen insbesondere die Inventarisierung der wertvollen Sammlungen, die Schaffung von Weiterbildungsmöglichkeiten für das ehrenamtliche Personal der Urner Museen oder die Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit.» Ein voller Erfolg war die vierte Urner Museumsnacht am 15. Juni. Erneut waren die verfügbaren Plätze ausverkauft. 2021 wird die nächste Museumsnacht durchgeführt.

 

Schülerinnen und Schüler profitieren von Vermittlungsangeboten

Seit 2013 können Urner Schulklassen im Rahmen des Projekts «100 Klassen ins Museum!» unentgeltlich die Vermittlungsangebote der Urner Museen in Anspruch nehmen. Im Schuljahr 2017/2018 profitieren 81 Schulklassen mit 1430 Jugendlichen davon. Rund ein Viertel aller Schulklassen besuchten damit eines der Urner Museen. Besonders gefragt waren bei den Urner Schulen das Haus für Kunst Uri und das Historische Museum, welche museumspädagogische Verantwortliche angestellt haben. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr durch den Urner Regierungsrat, den Armin-Lusser-Fonds und die Urner Raiffeisenbanken unterstützt.

 

Attraktives Ausstellungsjahr 2019

Für das laufende Jahr erwartet die Urnerinnen und Urner ein attraktives Ausstellungsprogramm. Im Talmuseum Ursern läuft noch bis am 24. August die Ausstellung «Schnee, Steine, Sommer, Staub» mit Fotografien von Max Oechslin sowie zeitgenössischen Werken von Annemarie Oechslin, Simon Ledergerber, Esther Mathis und Jason Klimatsas. Das Haus für Kunst Uri startet am 16. März mit Rückschau auf das Phänomen Furk'art in sein Ausstellungsjahr. Im Rahmen von «Furka - Kunst auf dem Pass ab 1983» wird unter anderem bisher nie gezeigtes Videomaterial der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Während sich das Tellmuseum in diesem Jahr mit einem Projekt mit dem Schweizer Literaturnobelpreisträger Carl Spitteler auseinandersetzt, zeigt das Sasso San Gottardo die Sonderausstellung «Top Secret - P26» zur Geheimorganisation P-26. Im Frühjahr starten das Urner Mineralienmuseum («Sonderausstellung Gwindel»), das Historische Museum (Sonderausstellung zum Thema Holz) sowie das Kirchenschatzmuseum (Sonderausstellung «Engel - göttlich Wesen…?») in die Ausstellungssaison. Mit attraktiven Dauerausstellung locken zudem das Naturkundemuseum des Kollegiums sowie das Dörflihaus Spiringen, die Bielensäge Unterschächen und das Zielhaus am Klausenpass.

 

Mehr zu den Urner Museen gibt es auf www.museen-uri.ch.

 

Urner Museen: Von moderner Kunst bis zur Gotthardfestung

Die Urner Museumskonferenz, der Zusammenschluss der Urner Museen, fördert den Austausch zwischen den Urner Museen. Sie organisiert die Urner Museumsnacht, koordiniert die Kulturvermittlungsangebote für die Schulen, unterhält die Website www.museen-uri.ch und vertritt Anliegen der Urner Museen gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik. Zu diesem Zweck hat die Konferenz im vergangenen Jahr das Museumskonzept 2017 bis 2025 verabschiedet. Teil der Museumskonferenz sind das Haus für Kunst Uri, das Mineralienmuseum in Seedorf, das Historische Museum in Altdorf, das Kirchenschatzmuseum in Altdorf, das Talmuseum in Andermatt, das Tellmuseum in Bürglen, das Sasso San Gottardo, das nationale St.-Gotthard-Museum, das Naturkundemuseum des Kollegiums sowie das Dörflihausmuseum in Spiringen. Die Urner Museen werden fast ausschliesslich von privaten Vereinen geführt.

 

 

Rückfragen von Medienschaffenden:

Ralph Aschwanden, Geschäftsstelle Urner Museumskonferenz, Telefon +41 41 875 2096, E-Mail Ralph.Aschwanden@ur.ch