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Musik in den Urner Gaststätten und Bars nicht zu laut

8. Februar 2019

Das Amt für Umweltschutz hat stichprobenweise die Musiklautstärke in Gaststätten und Bars kontrolliert. Dabei wurden keine Verstösse gegen die gesetzlich vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte festgestellt.

 

Laute Musik belastet das Gehör und kann mit der Zeit zu bleibenden Schäden führen. Um dem vorzubeugen, hat der Bundesrat gesetzliche Vorgaben gemacht: Ohne Bewilligung darf elektrisch verstärkte Musik im Durchschnitt maximal 93 Dezibel laut sein (siehe Kasten). Ist lautere Musik angesagt, zum Beispiel an einem Konzert, so muss der Veranstalter zusätzliche Massnahmen treffen und beim Amt für Umweltschutz vorgängig eine Bewilligung einholen.

 

Stichprobenkontrolle

Um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen, wurden im Dezember 2018 in sechs Gaststätten und Bars die Lautstärke der elektrisch verstärkten Musik gemessen. Das Ergebnis fiel erfreulich aus: Alle kontrollierten Betriebe hielten die Grenzwerte ein, die meisten sogar sehr deutlich.

 

Aktuell standen Betriebe im Fokus, die keine Bewilligung für laute Musik hatten und entsprechend tiefe Grenzwerte einhalten mussten. Für die nächsten Kontrollen wird das Augenmerk vermehrt auch auf grössere Veranstaltungen mit entsprechenden Bewilligungen für lauten Musik gelegt. Dabei wird die Kontrolle nicht nur auf die Einhaltung der Grenzwerte ausgerichtet. Vielmehr wird bei diesen grösseren Veranstaltungen auch angeschaut, ob das Publikum ausreichend über den lauten Musikpegel informiert wird und ob gratis Gehörschütze abgegeben werden, damit sich die einzelnen Besucherinnen und Besucher selbstverantwortlich schützen können.

 

 

Was bedeutet «Dezibel»?

 

Dezibel (dB) ist ein Mass für die Lautstärke respektive für den Geräuschpegel. Ein normales Alltagsgespräch weist etwa eine Lautstärke von 60 dB auf, ein Auto etwa 75 dB und ein Donner bis zu 120 dB. Unser Gehör kann Schall sehr dynamisch verarbeiten. Wenn der Schallpegel um 3 dB zunimmt, verdoppelt sich die Schallenergie, die auf unser Ohr auftrifft. Wir nehmen aber erst eine Zunahme um 10 dB als Verdoppelung der Lautstärke wahr.

 

 

 

Darauf müssen Veranstalter achten

 

Wenn eine Veranstaltung mit elektrisch verstärkter Musik geplant ist, die im Stundendurchschnitt lauter als 93 dB ist, muss das dem Amt für Umweltschutz gemeldet werden. Ein entsprechendes Meldeformular kann unter www.ur.ch > Dienst «Schall- und Laser» heruntergeladen werden. Je nach Lautstärke der Veranstaltung müssen Massnahmen wie die Abgabe von Gehörschutz und die Aufzeichnung von Schallpegeln ergriffen werden.

 

 

Weitere Auskünfte:

  • Niklas Joos-Widmer, Leiter Abteilung Immissionsschutz Uri, Tel. 041 875 24 17, Mobile: 079 320 87 65, E-Mail: niklas.joos@ur.ch)

  • Alexander Imhof, Vorsteher Amt für Umweltschutz Kanton Uri, (Tel. 041 875 24 49, Mobile: 079 321 98 56, E-Mail: alexander.imhof@ur.ch)