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Berufswahltheater «Zack und Zoé» erlebt seine Dernière

15. April 2019

Der Übergang von der Oberstufe in die Berufsbildung ist ein neuralgischer Punkt im Leben eines jungen Menschen. Hilfe und Unterstützung tun hier Not. Eine wertvolle Form dieser Unterstützung war in den vergangenen Jahren in Uri das Berufswahltheater «Zack und Zoé»; es erlebte am Montag, 15. April 2019, seine Dernière.

 

«Den Wert der Bildung können wir nie hoch genug einschätzen», sagt Regierungsrat Beat Jörg, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri. «Bildung in all ihren Formen ist der wichtigste Pfeiler für den Erfolg unseres Landes. Darum müssen wir weiterhin alles daransetzen, dass unsere jungen Menschen auch in Zukunft richtig und gut ausgebildet sind.» Das gelinge aber nur dann, wenn alle Akteure im Bildungsland Schweiz optimal zusammenarbeiten – und wenn sie die neuralgischen Punkte im Bildungssystem gut im Griff haben. Einer dieser neuralgischen Punkte ist laut Beat Jörg der Übergang eines jungen Menschen von der Oberstufe in die Berufsbildung. Es sei daher eine wichtige Aufgabe des Kantons, den Berufswahlprozess wirkungsvoll zu begleiten und zu unterstützen.

 

Mut zum eigenen Weg

Vor diesem Hintergrund lancierte die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) vor mehr als zehn Jahren die Kampagne MY TOP JOB. Die Jugendlichen sollten ermutigt werden, eigene Wege zu gehen und sich bei der Berufswahl nicht von Klischees und Vorurteilen beeinflussen zu lassen. Im Rahmen dieser Kampagne liess die BKD ein Berufswahltheater schreiben: «Zack und Zoé». Das Stück wurde erstmals im März 2010 in den Klassenzimmern der Urner Oberstufe aufgeführt. Bald darauf wurden andere Kantone auf dieses spannende Projekt aufmerksam. Zunächst übernahm der Kanton Zug das Projekt; später engagierte sich die Albert Koechlin Stiftung dafür. Dank der grosszügigen Unterstützung der Stiftung schliesslich konnten zwischen 2015 und 2019 in den Kantonen Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden unter dem Namen «Zack und Zoé» drei Staffeln des spannenden und lehrreichen Stücks realisiert werden. Von 2015 an wurde «Zack und Zoé» insgesamt 180-mal in den Oberstufenklassen der vier Kantone aufgeführt; erreicht wurden damit mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler.

 

Messbarer Erfolg

Diesen April nun ist «Zack und Zoe» vorläufig zum letzten Mal in den ersten Klassen der Oberstufe in Uri zu sehen. Mit einer öffentlichen Dernière für Eltern und weitere interessierte Personen fand das Projekt am Montagabend, 15. April 2019, in der Aula des bwz uri in Altdorf seinen offiziellen Abschluss. «Das Theater war in den vergangenen Jahren ein wichtiger und schöner Teil des Berufswahlprozesses», sagte Regierungsrat Beat Jörg anlässlich der Dernière. Die kleine Theatertruppe habe ihrem jungen Publikum nie Ratschläge erteilt; vielmehr habe sie auf humorvolle Art und Weise an die Gefühls- und Erlebniswelt der Jugendlichen appelliert. «Die Erfahrungen haben gezeigt», so Beat Jörg weiter, «dass dieser Ansatz sehr wirksam ist und dass er zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema Berufswahl führt.» Der Erfolg lässt sich auch an den statistischen Daten ablesen. Nur 6 Prozent der Urner Jugendlichen machen nach der dritten Oberstufe ein Zwischenjahr. Zum Vergleich: Im schweizerischen Durchschnitt sind es 20 Prozent. Weiter gehört Uri schweizweit nach wie vor zu den Spitzenreitern bei der Erfolgsquote der Abschlüsse auf Sekundarstufe II. Alle diese Zahlen haben laut Beat Jörg einen unmittelbaren Zusammenhang mit der guten Berufswahlvorbereitung an der Urner Oberstufe – und damit auch mit dem Berufswahltheater «Zack und Zoé».

 

Weitere Informationen zu «Zack und Zoé» sind verfügbar im Internet: www.mytopjob.ch.

 

 

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Josef Renner, Vorsteher Amt für Beratungsdienste
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