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Urner Schulen starten Corona-konform ins neue Schuljahr

7. August 2020

Am 17. August 2020 starten die Schülerinnen und Schüler sowie Lernenden im Kanton Uri ins neue Schuljahr. Aufgrund der Corona-Pandemie gelten an den Schulen in Uri weiterhin besondere Schutzmassnahmen. Der Start ins neue Schuljahr erfolgt indes überall im Ganzklassenunterricht. Eine generelle Maskentragepflicht wird vorerst nicht verhängt.

 

Im Verbund mit dem Sonderstab Covid-10 Exit hat die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri (BKD) die aktuelle Corona-Lage mit Blick auf den bevorstehenden Start ins Schuljahr 2020/2021 neu beurteilt. Gemeinsam kam man zum Schluss, dass sich die Lage sowohl für die Volksschule (Kindergarten, Primarstufe und Sekundarstufe I) als auch für die weiterführenden Schulen auf Sekundarstufe II (Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri und Obergymnasium der Kantonalen Mittelschule Uri) seit dem Ende des Schuljahrs 2019/2020 nicht wesentlich verändert hat. Entsprechend müssen die bis anhin geltenden Schutzkonzepte für die Schulen in Uri zwar in einigen Punkten aktualisiert, aber nicht grundlegend revidiert werden.

 

Maskentragepflicht nur in Einzelfällen

Im Grundsatz gelten für den Start ins neue Schuljahr somit dieselben Schutzmassnahmen wie vor den Sommerferien. An allen Schulen in Uri – sowohl auf kommunaler als auch auf kantonaler Ebene – ist weiterhin Vorsicht geboten, und die Abstands- und Hygieneregeln sind weiterhin zu befolgen. Der Start ins Schuljahr kann indes überall im Ganzklassenunterricht erfolgen; und von einer generellen Maskentragepflicht wird vorderhand abgesehen. In besonderen Situationen, wo der geltende Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann (zum Beispiel Unterricht im Labor oder in der Werkstatt), müssen aber an den Schulen der Sekundartstufe II (Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri und Obergymnasium der Kantonalen Mittelschule Uri) Schutzmasken getragen werden. Sie erforderlichen Masken werden sowohl auf Sekundartstufe II als auch in der Volksschule von den Schulen zur Verfügung gestellt und bezahlt.

 

Kein Absenzeintrag wegen Quarantäne

Für die Schulen in Uri gelten im Vergleich zur Situation vor den Sommerferien neu einige wichtige Anpassungen. Zum einen sollen Elterngespräche und auch Elternabende wann immer möglich wieder stattfinden. Falls dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, gilt eine Maskentragepflicht. Zum zweiten gilt die Quarantänepflicht für Einreisende aus den vom Bundesamt für Gesundheit definierten Risikoländern auch für die Schülerinnen und Schüler. In der Zeit der Quarantäne gilt aber weiterhin die Schulpflicht, so dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler in geeigneter Form am Unterrichtsstoff zu arbeiten haben. Entsprechend gilt die Zeit in der Quarantäne nicht als Absenz und wird nicht im Zeugnis eingetragen. Zum dritten schliesslich gilt die Maskentragepflicht im öffentlichen Verkehr auch für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Wenn sie den Schulweg mit dem öffentlichen Verkehr bewältigen müssen oder eine Reise mit dem öffentlichen Verkehr zum obligatorischen Unterricht gehört, so stellt die Schule die Schutzmasken zur Verfügung.

 

Verschärfung der Massnahmen denkbar

«Unsere Massnahmen stellen zum einen auf praktikable Weise den Schutz von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen und Eltern sicher; zum anderen erlauben sie uns, auf eine pädagogisch sinnvolle Art und Weise ins neue Schuljahr zu starten», sagt Regierungsrat Beat Jörg, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri. Selbstverständlich wird die BKD gemeinsam mit dem Sonderstab Covid-10 Exit die Lage laufend beobachten und neu beurteilen. «Sollte sich die Pandemie verschärfen, werden wir unsere Schutzmassnahmen anpassen», so Beat Jörg. Denkbar sind – jeweils spezifiziert auf einzelne Schulen in Uri – zunächst eine Maskentragepflicht, dann die Umstellung auf Halbklassenunterricht und als letzte Massnahme auch Fernunterricht. «So lange als möglich wollen wir also den Präsenzunterricht aufrechterhalten», sagt Beat Jörg. «Denn der direkte und unmittelbare Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen gehört für uns zum Kern eines gelingenden Unterrichts.»

 

 

Rückfragen von Medienschaffenden:
Dr. Christian Mattli, Telefon +41 41 875 2050, E-Mail christian.mattli@ur.ch

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