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02 - FAQ zu Solarstrom und Eigenverbrauch

Einmalvergütung oder kostendeckende Einspeisevergütung?
Je nach dem wie gross die Solarstromanlage ist, gelten folgende Bestimmungen:
  • Mittlere Solarstromanlagen (10 kWp bis 30 kWp Leistung) können zwischen Einmalvergütung oder kostendeckender Einspeisevergütung (KEV) wählen.
  • Grosse Photovoltaikanlagen mit mehr als 30 kWp Leistung können ausschliesslich für die KEV angemeldet werden.
  • Kleinere Solarstromanlagen (2 kWp bis 10 kWp Leistung) erhalten seit April 2014 die Einmalvergütung (30% der Investitionskosten).
Das Recht auf Eigenverbrauch – Was ist das?
Der Eigenverbrauch bezeichnet das Recht, den selbst produzierten Solarstrom am Ort der Produktion selbst zu verbrauchen. Der Betreiber einer Photovoltaikanlage ist dabei von Steuern und Netznutzungsentgelten befreit. Wer also Solarstrom selber nutzt, muss diesen nicht vom Elektrizitätswerk beziehen und kann diesen quasi direkt von der Stromrechnung abziehen. Jede Kilowattstunde selbst verbrauchter Solarstrom bringt so durchschnittlich Einsparung auf der Stromrechnung von 20 bis 25 Rappen.

Überschüssiger Strom – Wie wird dieser vergütet?
Kann der Solarstrom nicht selber verbraucht werden, fliesst der überschüssige Strom ins Netz. Der lokale Energieversorger ist verpflichtet, den Solarstrom abzunehmen. Die Vergütung hierfür ist unterschiedlich und beträgt je nach Energieversorger und Strommarkt-Preisen zwischen 4 bis 12 Rp. pro Kilowattstunde Solarstrom.

Meine eigene Solarstromanlage: Wie viel lässt sich einsparen?
Der durchschnittliche Stromverbrauch einer vierköpfigen Familie beläuft sich auf rund 5'000 Kilowattstunden pro Jahr. Bei Stromkosten von 24 Rp. pro kWh sind das 1'200 Franken pro Jahr. Eine kleine Solarstromanlage mit 5 kWp Leistung produziert im Jahr ebenfalls rund 5'000 Kilowattstunden. Wer die Haushalt- und Elektrogeräte gezielt am Tag nutzt, kann den Eigenverbrauch optimieren und so rund 40 bis 50% des Solarstroms selber nutzen. Die Stromrechnung reduziert sich um 50%:

    2'500 kWh x 24 Rp. = 600 Franken weniger Stromkosten pro Jahr

Hinzu kommt der vom Elektrizitätswerk vergütete überschüssige Strom, also 2'500 kWh x 6 Rp. = 150 Franken Vergütung pro Jahr. Eine kleine, gut auf den Stromverbrauch optimierte Photovoltaikanlage zahlt sich also aus - und lässt sich über einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren gut amortisieren.

Solarstrom ja: Doch was kostet eine Solarstromanlage?
Wie bei allen Technologien sinken auch bei der Solarenergie die Preise, sobald die
Produktionsmengen steigen. Im langjährigen Durchschnitt reduzierten sich die
Kosten jährlich um rund 6 bis 7 Prozent. Die Kosten für Aufdach- und Flachdachanlagen
(bis 10 kW) liegen aktuell zwischen 3'000 bis 4'000 Fr./kWp (430 bis 570 Fr./m2).

Downloads:
Informationen zur Einmalvergütung und zur KEV (swissgrid)
BFE-Faktenblatt (FAQ zur Einmalvergütung)

Informationen

Datum
8. September 2014