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Demenz

Demenzerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Aufgrund der steigenden Zahl älterer Menschen werden die Demenzerkrankungen in der Schweiz weiter zunehmen und werden zu einer zentralen gesundheits- und sozialpolitischen Herausforderung.

Demenz

Demenzerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Aufgrund der steigenden Zahl älterer Menschen werden die Demenzerkrankungen in der Schweiz weiter zunehmen und werden zu einer zentra…

Demenzerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Aufgrund der steigenden Zahl älterer Menschen werden die Demenzerkrankungen in der Schweiz weiter zunehmen und werden zu einer zentralen gesundheits- und sozialpolitischen Herausforderung.

 

Nationale Demenzstrategie

Um der Herausforderung «Demenz» zu begegnen, haben Bund und Kantone im November 2013 die «Nationale Demenzstrategie 2014 bis 2017» verabschiedet. Die Strategie wurde im November 2016 um zwei Jahre, bis 2019, verlängert.

Der an Demenz erkrankte Mensch und die ihn im Alltag begleitenden Bezugspersonen stehen im Mittelpunkt aller Bemühungen der «Nationalen Demenzstrategie 2014 bis 2019». Es soll sowohl ein besseres Verständnis der Demenzerkrankungen als auch die Akzeptanz der Betroffenen in der Gesellschaft gefördert werden. Zudem soll gewährleistet werden, dass alle Menschen mit einer Demenzerkrankung in allen Krankheitsphasen Zugang zu qualitativ hochstehenden und niederschwelligen Versorgungsangeboten haben.

 

Kantonaler Aktionsplan Demenz

Eine demenzgerechte Sicherstellung der Versorgungsstrukturen liegt in der Verantwortung der Kantone und der Gemeinden. Dies hat die Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion veranlasst, auf der Grundlage der nationalen Strategie die Versorgungslücken und den Handlungsbedarf im Kanton Uri aufzeigen. Das Ziel ist, dass alle Urnerinnen und Urner mit einer Demenzerkrankung in allen Krankheitsphasen Zugang zu einer qualitativ hochstehenden und bedürfnisgerechten Versorgung haben. Weiter soll in der Bevölkerung das Verständnis für die Demenzerkrankungen und die Akzeptanz der Betroffenen in der Gesellschaft gefördert werden.

Inzwischen ist der Aktionsplan fertiggestellt. Die Erarbeitung wurde durch eine kantonale Begleitgruppe, in der die Gemeinden und die relevanten Urner Akteure vertreten waren, unterstützt. Damit liegt nun für der Kanton Uri eine langfristig ausgelegte und doch praxisnahe Grundlage über die weiteren Massnahmen im Bereich Demenz vor. Als Konsequenz aus dem Handlungsbedarf werden im Aktionsplan 14 Empfehlungen mit unterschiedlicher Priorität aufgeführt. Bei diesen Empfehlungen sind auch jeweils die verschiedenen Zuständigkeiten festgehalten.

Am 24. Oktober 2017 hat der Regierungsrat den «Aktionsplan Demenz Uri 2017-2023» zur Kenntnis genommen. Er hat die Gesundheits- Sozial- und Umweltdirektion beauftragt, die Empfehlungen des Aktionsplans, für die der Kanton bzw. der Kanton und die Gemeinden im Verbund zuständig sind, konkret auszuarbeiten und dem Regierungsrat dann die entsprechenden Anträge zu unter-breiten. Der Regierungsrat hat dabei verlangt, dass die einzelnen Massnahmen den Grundsätzen der Verhältnismässigkeit und der fiskalischen Äquivalenz gemäss Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden entsprechen müssen.