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Coronavirus - Informationen für die Wirtschaft, Arbeitgeber und KMU

Schutzkonzepte

Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus aufgehoben. Die Vorgaben der Schutzkonzepte für Betriebe, Einrichtungen, Schulen und Veranstaltungen sind neu vereinheitlicht und durch die Verordnung geregelt.

Weitere Infos erhalten Sie dazu auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit.

Kantonale Unterstützung für Härtefälle

Für viele Unternehmen bedeutet die Coronakrise ein Härtetest der besonderen Art. Fehlende Aufträge und Ertragsausfälle bringen manche KMU und Selbständigerwerbende in finanzielle Nöte. Einige davon geraten gar in eine betriebs- oder existenzbedrohende Situation, obwohl die umfangreichen Hilfsmassnahmen des Bundes und des Kantons zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus in der Regel wirksame und ausreichende Unterstützung bieten.

Für die Entschärfung von Härtefällen stellt der Regierungsrat des Kantons Uri subsidiär zu den bestehenden Unterstützungsmassnahmen des Bundes und des Kantons Mittel aus dem kantonalen Wirtschaftsförderungsfonds zur Verfügung. Der Regierungsrat hat dazu die «Task Force Wirtschaft» eingesetzt. Sie wird mit der Prüfung von Gesuchen und der Verteilung der Fondsmittel beauftragt.

Eine Unterstützungsberechtigung ist an den Nachweis folgender Voraussetzungen gebunden:

  • Steuerdomizil im Kanton Uri;
  • Wirtschaftliche Folgen und Auswirkungen infolge der Coronakrise;
  • Betriebs- bzw. existenzbedrohende Situation;
  • Ausschöpfung bestehender Unterstützungsmöglichkeiten des Bundes und des Kantons;
  • Ausschöpfung eigener Kostensenkungs- und anderer Massnahmen.

Die Beantragung einer Finanzhilfe muss ausreichend begründet und durch aussagekräftige Unterlagen zur finanziellen Situation belegt sein. Pro Unternehmen werden maximal 40'000 Franken ausbezahlt.

Gesuche für eine Finanzhilfe können bis am 31. Oktober 2020 mittels dem nachstehenden Antragsformulareingereicht werden. Fragen zur Unterstützung aus dem kantonalen Wirtschaftsförderungsfonds nimmt die Volkswirtschaftsdirektion Uri, Kontaktstelle Wirtschaft entgegen (E-Mail wirtschaft@ur.ch, Telefon 041 875 24 01).

 

Kurzarbeitsentschädigung

Aktuelle Informationen und Formulare zur Kurzarbeitsentschädigung finden Sie auf der Webseite des Bundes www.arbeit.swiss.

Zuständig für die Bearbeitung der Kurzarbeitsentschädigungen ist das Amt für Arbeit und Migration. Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir sie um Geduld bei der Bearbeitung Ihrer Fragen. Bitte reichen Sie Ihre Anfragen schriftlich via E-Mail an kurzarbeit@ur.ch ein. Wir nehmen Ihre Gesuche ebenfalls per Post oder in unserem Briefkasten entgegen: Amt für Arbeit und Migration, Klausenstrasse 4, 6460 Altdorf. Die Arbeitslosenkasse steht für Fragen bezüglich Antrag und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung unter +41 41 875 23 97 zur Verfügung.

 

Entschädigung bei Erwerbsaufällen für Selbstständige

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist für folgende Fälle vorgesehen:

  • Schulschliessungen
  • Ärztlich verordnete Quarantäne
  • Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes
  • Selbstständigerwerbende mit Erwerbsausfällen in Härtefällen
  • Freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die infolge Absagen von Anlässen einen Erwerbsunterbruch erleiden

Weitere Informationen finden Sie unter der Webseite des Bundes. Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen (Sozialversicherungsstelle Uri oder Verbandsausgleichskasse) vorgenommen.

 

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Angestellte

Anspruch auf eine Entschädigung haben Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Anspruch auf die Entschädigung gibt es ebenfalls bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne. Wie für die Selbstständigen werden die Erwerbsausfälle in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung (EO; Erwerbsersatz bei Dienstleistung oder Mutterschaft) geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Entschädigung ist auf 10 Taggelder für Personen in Quarantänemassnahmen begrenzt. Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen (kantonale Ausgleichskasse oder Verbandsausgleichskasse) vorgenommen.

 

Liquiditätshilfen für Unternehmen und Startups

Aufgrund der Schliessung von Betrieben sowie Nachfrageeinbrüchen verfügen zahlreiche Unternehmen trotz Kurzarbeitsentschädigung für ihre laufenden Kosten über immer weniger liquide Mittel. Mit verschiedenen Massnahmen soll verhindert werden, dass grundsätzlich zahlungsfähige Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. Der Bund hat dazu eine Soforthilfe mittels verbürgten Überbrückungskrediten aufgebaut. Damit stehen betroffenen KMUs (Einzelunternehmen, Personengesellschaften, juristische Personen) Überbrückungskrediten von den Banken zur Verfügung. Betroffene Unternehmen erhalten rasch und unkompliziert Kreditbeträge bis zu 10% des Umsatzes oder maximal 20 Mio. CHF. Dabei werden zinslose Kredite bis zu 0,5 Millionen CHF von den Banken sofort ausbezahlt und vom Bund zu 100% garantiert. Darüber hinaus gehende Beträge sollen vom Bund zu 85% garantiert werden (Zinssatz 0.5%) und eine kurze Bankprüfung voraussetzen. Das entsprechende Antragsformular sowie weitere Informationen zu den Überbrückungskrediten sind auf der Webseite https://covid19.easygov.swiss/ abrufbar. Kreditgesuche können bis 31. Juli 2020 eingereicht werden.

Der Bundesrat hat am 22. April 2020 beschlossen, das bereits bestehende Bürgschaftswesen für KMU für die Unterstützung von Startups zu nutzen. Somit will der Bund in Ergänzung der Covid-19-Kredite des Bundes aussichtsreiche Startups in Zusammenarbeit mit den Kantonen vor einer Corona-bedingten Insolvenz bewahren. Der Regierungsrat des Kantons Uri hat entschieden, sich an diesem Programm zu beteiligen. Anträge können ab sofort bis spätestens 31. August 2020 auf https://covid19.easygov.swiss/fuer-startups/ eingereicht werden. Dort sind auch alle Informationen zu Kriterien und Antragsstellung aufgeschaltet.

 

Kantonale Massnahmen im Steuerbereich

Der Regierungsrat hat verschiedene Erleichterungen im Steuerbereich beschlossen. Betroffene Unternehmen und Selbstständigerwerbende können einen Zahlungsaufschub oder Ratenzahlungen beantragen. Die zuständigen Steuerbezugsbehörden auf Kantons- und Gemeindeebene beurteilen die Gesuche für Zahlungserleichterungen grosszügig und aufgrund der aktuellen Situation mit der notwendigen Kulanz. Anfragen sind ausschliesslich telefonisch oder per E-Mail an die entsprechende Behörde zu richten > https://www.ur.ch/_docn/208339/Steuerbezug2020_ab_Maerz.pdf. Detaillierte Informationen zu den Massnahmen im Steuerbereich sind in der Medienmitteilung vom 27. März 2020 zu finden.

 

Coachingangebote

Krisensituationen erfordern von den KMU rasches und konsequentes Eingreifen. Sämtliche Prozesse müssen hinterfragt werden. Ziel des Handelns muss es sein, die Liquiditätssituation kurz-, mittel- und langfristig positiv zu beinflussen.

Die Coaches von «zentralschweiz innovativ» stehen den KMU bei der Bewältigung von Krisensituationen mit Rat und Tat zur Seite. Als Motivator, Unterstützer, Beschleuniger und Mutmacher unterstützt«zentralschweiz innovativ» KMUs bis zu 40 Stunden kostenlos. Pragmatisch, unbürokratisch und zielführend. Anfragen und Informationen auf der Webseite von Zentralschweiz innovativ.

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