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Vernetzung

Dank der Vernetzung isolierter Lebensräume sollen gezielt auch ansprochsvolle Arten wie zum Beispiel die westliche Beissschrecke gefördert werden.  

Allgemeines: Artenreiche, wertvolle Lebensräume liegen in den Tallagen, vor allem in intensiv genutzten Gebieten und oft isoliert voneinander. Damit ist der genetische Austausch innerhalb der Arten, die diese Lebensräume bedrohen, ungenügend. Andererseits sind die Flächen für anspruchsvolle Tier- und Pflanzenarten oft zu klein. Ziel der Vernetzung ist es, diese isolierten Gebiete in einen sinnvollen Verbund einzugliedern und damit typische und gefährdete Arten zu fördern. Innerhalb der landwirtschaftlichen Nutzfläche unterstützt die Landwirtschaftsgesetzgebung des Bundes via die Ökoqualitätsverordnung (ÖQV) die Aufwertung und Vernetzung wertvoller Lebensräume mit Beiträgen.


Grundlage für die Ausrichtung von Vernetzungsbeiträgen sind sogenannte Vernetzungsprojekte. In diesen Projekten wird in einem ersten Schritt der Ausgangszustand festgehalten. Neben den Objekten der verschiedenen Inventare sind dies namentlich auch ökologische Ausgleichsflächen (inkl. Ökoqualität) und sonstige ökologisch bedeutende Lebensräume. Wichtig ist die Festlegung der konkreten Zielsetzungen in einem zweiten Schritt. Anhand von Ziel- und Leitarten werden die Ziele des Vernetzungsprojektes definiert und die konkreten Massnahmen abgeleitet.


Uri: Im Kanton Uri laufen aktuell 11 Vernetzungsprojekte (s. Dokumente), zum Teil schon seit mehreren Jahren. So zum Beispiel in der Gemeinde Attinghausen: In diesem Projekt werdn zur Förderung des Grünspechts sowohl Hochstamm-Feldbäume (Nistplatz der Art) als auch in der Nähe liegende extensive Wiesen (für die Nahrungssuche / vor allem Ameisen) mit Vernetzungsbeiträgen erhalten und gefördert. Der Erfolg der Massnahmen wird periodisch überprüft werden.
Beissschrecke