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Uris Wilhelm Tell

Erzählen wird man von dem Schützen Tell...
... solang die Berge stehn auf ihrem Grunde, heisst es in Friedrich Schillers Drama «Wilhelm Tell». Dieses Zitat schmückt auch den Sockel des Telldenkmals. Seit dem 16. Jahrhundert wird Tell in der Schweiz wie auch im Ausland als Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit verehrt.

Friedrich Schillers Wilhelm Tell
Unser Bild von Wilhelm Tell und der Entstehung der Eidgenossenschaft ist wesentlich von Friedrich Schillers Schauspiel geprägt. Doch Schiller war bei weitem nicht der Erste, der Wilhelm Tell ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Bereits 1512 wurde in Altdorf das «hüpsch Spyl» vom «frommen und ersten Eydgnossen Willhelm Thell» aufgeführt. Das Urner Spiel ist die älteste bekannte Drama-Fassung der Legende. Zugleich ist es das erste politische Theaterstück in deutscher Sprache. Sein Schöpfer ist unbekannt. Das Stück erlangte grosse Popularität und wurde ähnlich wie ein Volkslied in der damaligen Eidgenossenschaft aufgenommen, überarbeitet, ergänzt und immer wieder aufgeführt. Im 19. Jahrhundert verdrängte Schillers «Wilhelm Tell» das «hüpsch Spyl» aus dem Bewusstsein des Volkes.

Telldenkmal von Richard Kissling
Ebenso populär wie Friedrich Schillers Stück ist das Telldenkmal von Richard Kissling von 1895. Schnell verankerte sich die Art, wie der Künstler Wilhelm Tell mit dessen Sohn Walter dargestellt hat, in der Wahrnehmung der Bevölkerung. Die Figur Kisslings prägt bis heute das Bild, das wir uns von Wilhelm Tell und seinem Sohn machen. Tritt heute Tell mit seinem Sohn in Umzügen oder auf der Bühne auf, ähnelt er nicht selten bis ins kleinste Detail der von Richard Kissling geschaffenen Skulptur.

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Datum
28. Dezember 2018