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Natur- und Landschaftsschutz Natursteinmauern

Allgemeines

Natursteinmauern sind Zeugen traditioneller Landnutzung und des Siedlungsbaus. Die Funktionen dieser Mauern sind vielfältig. Zum Beispiel: Abgrenzung von Parzellen und Nutzungen, Abböschung von Wegen, Terrassierung des Geländes zur Gewinnung von besser bewirtschaftbarem Kulturland. Natursteinmauern sind einerseits landschaftsprägend, andererseits bieten sie wegen der vielen Ritzen und Nischen zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. So besiedeln z.B. viele Flechten die alten Mörtelmauern während die zahlreichen Hohlräume der Trockenmauern vor allem von Insekten und Reptilien genutzt werden. Die Arbeit mit Natursteinen ist zeitaufwändig und benötigt viel handwerkliches Wissen. Neue technische und billigere Möglichkeiten haben die traditionellen Natursteinmauern oft verdrängt.

Uri

Der Kanton Uri unterstützt den Aufbau und Erhalt von Natursteinmauern mit einem speziellen Förderprogramm. Zudem laufen einige grössere Projekte. So fördert die Gemeinde Altdorf auf der Basis eines Schutz- und Sanierungsprojektes mit Unterstützung des Kantons und des Bundes die Reparatur der historischen Mauern im Siedlungsgebiet (Projekt „Almausa“ - Altdorfer Mauersanierung). Im Projekt „Kulturlandschaft Obergurtnellen“ wird auch der Erhalt der vorhanden Terrassenfluren unterstützt. Grundlage bildet ein Beitragsmodell für den Unterhalt der zahlreichen Strukturelemente sowie ein Vernetzungsprojekt. Damit kann der Mehraufwand abgegolten werden, der durch die Nutzung und Pflege diese sehr kleinräumig gegliederten Landschaft notwendig ist. Auch in diesem Projekt hat sich der Fonds Landschaft Schweiz mit namhaften Mitteln beteiligt.