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Lärmschutz

Wir schützen die Bevölkerung vor zu viel Lärm
Unsere Fachstelle Immissionsschutz nimmt sich der Lärmprobleme der Bevölkerung an. Leitfaden ist dabei die Lärmschutz-Verordnung des Bunds. Für den Kanton Uri heisst das unter anderem, dass dem Lärmschutz bei Bauvorhaben und Einzonungen von neuen Bauzonen frühzeitig Rechnung getragen werden muss.

Für Bauherren und Privatpersonen haben wir zur Information folgende Merkblätter zusammengestellt, die einen Überblick über die gesetzlichen Anforderungen geben:
Den Gemeinden, Baukommissionen und Planungsbüros steht zudem eine interkantonale Wegleitung zur Verfügung, die detailliert das Vorgehen bei Einzonungen und Erschliessungen im lärmbelasteten Gebiet aufzeigt.

Was ist Industrie- und Gewerbelärm?
Der Lärm von grossen Industriebetrieben und auch kleineren Handwerksbetrieben gilt als Industrie- und Gewerbelärm. Darin eingeschlossen ist auch der Lärm von Einzelanlagen oder Teilanlagen (z. B. Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen von Einfamilienhäusern). Neben dem Lärm, der beim Produktions- bzw. Herstellungsprozess entsteht, zählen auch der Lärm des Verkehrs auf dem Betriebs- oder Werksgelände oder der Lärm des Güterumschlags zum Industrie- und Gewerbelärm.

Zum Industrie- und Gewerbelärm gehört auch der Lärm von:
  • Parkhäusern und grösseren Parkplätzen ausserhalb von Strassen
  • Anlagen der Landwirtschaft
  • Energie-, Entsorgungs- und Förderanlagen, Luft- und Standseilbahnen, Skiliften sowie Motorsportanlagen, die regelmässig über eine längere Zeitdauer betrieben werden.
Umbauten, Erweiterungen oder Umnutzungen von Industrie- und Gewerbeanlagen
Wenn zu erwarten ist, dass die Lärmgrenzwerte überschritten werden, ist die Gemeinde bzw. der Kanton verpflichtet, ein Lärmgutachten anzuordnen.

Neubauten von Industrie- und Gewerbeanlagen
Bei Neubauten wird die zu erwartende Lärmbelastung im Rahmen der erforderlichen Bewilligung (Baubewilligung, UVP-pflichtige Bauvorhaben) überprüft.

Verbindliche Grenzwerte Als Privatperson haben Sie das Anrecht auf angemessenen Schutz vor Lärm. In der Lärmschutzverordnung sind drei Typen von Grenzwerten definiert. Mit den Empfindlichkeitsstufen (ES) und den Belastungsgrenzwerten wird ein verbindlicher Massstab geschaffen. Die Grenzwerte sind für Tag und Nacht festgelegt.
EmpfindlichkeitsstufePlanungswertImmissionsgrenzwertAlarmwert   
 Tag    Nacht  TagNachtTag       Nacht 
ES I: Erholungszonen50 dB40 dB55 dB45 dB65 dB60 dB
ES II: Reine Wohnzone55 dB45 dB60 dB50 dB70 dB65 dB
ES III: Mischzone, Gewerbezone, Landwirtschaftszone60 dB50 dB65 dB55 dB70 dB65 dB
ES IV: Industriezone65 dB55 dB70 dB60 dB75 dB70 dB

Der Planungswert gilt für neue Lärmquellen und Einzonungen, beispielsweise beim Bau der West-Ost-Verbindungsstrasse. Der Immissionsgrenzwert legt die Limite für Bauvorhaben und Sanierungen fest. Wird der Alarmwert überschritten, ist eine Sanierung mit Lärmschutzmassnahmen dringend angezeigt.

Das Amt für Umweltschutz begleitet regelmässig Lärmmessungen im ganzen Kanton und setzt die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Bevölkerung konsequent um.