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Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
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Gesundheits-, Sozial- und UmweltdirektionKlausenstrasse 4
6460 Altdorf
Tel. +41 41 875 2430
ds.gsud@ur.ch
Lageplan
Öffnungszeiten
08.00 bis 12.00 Uhr
14.00 bis 17.00 Uhr; Donnerstag bis 17.30 Uhr
Personen
| Name Vorname | Funktion | Amtsantritt | Kontakt |
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| Kompetenzzentrum Private Beistandspersonen | +41 41 875 2160 | kpb@ur.ch |
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Die neue Organisation baut auf den heutigen Pflegeheimen auf. Es braucht auch weiterhin jeden Pflegeplatz. Die bestehenden Standorte sicher bleiben erhalten und werden weiterentwickelt. Sollte ein Standortwechsel zum Thema werden, muss laut dem Entwurf des Gesetzes über Betreuung und Pflege darüber abgestimmt werden. |
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Nein. Die neue Gesellschaft ist kein Sparprogramm. Sie soll aber dazu beitragen, den künftigen Kostenanstieg zu dämpfen. Denn die Urner Bevölkerung wird älter, und der Bedarf an Pflege und Betreuung nimmt zu. Mit der gemeinsamen Unternehmung können Doppelspurigkeiten vermieden, Fachkräfte gezielter eingesetzt und Angebote besser aufeinander abgestimmt werden. Das Ziel lautet nicht einfach: billiger. Das Ziel lautet: besser. Besser heisst, dass pflegebedürftige Urnerinnen und Urner die passende Unterstützung zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort erhalten – zu Hause, in einem Entlastungs- oder Übergangsangebot oder in einem Pflegeheim. So kann die Versorgung bedarfsgerecht weiterentwickelt und langfristig finanzierbar gestaltet werden. |
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Die demografische Entwicklung ist eindeutig: In den kommenden Jahren wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen deutlich steigen. Gleichzeitig fehlen heute wichtige Angebote zwischen der Pflege zu Hause und dem Eintritt in ein Pflegeheim. Die Kosten nehmen zu, und qualifiziertes Fachpersonal wird immer schwieriger zu finden. Diese Herausforderungen können die einzelnen Gemeinden und Institutionen nicht allein lösen. Deshalb wollen Gemeinden, Institutionen und Kanton enger zusammenarbeiten. Mit einer gemeinsamen gemeinnützigen Unternehmung lassen sich die Angebote besser planen, aufeinander abstimmen und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Die neue Unternehmung bleibt in öffentlicher Hand. Kanton und Gemeinden übernehmen gemeinsam Verantwortung und sorgen dafür, dass die Bevölkerung im ganzen Kanton auch künftig gut versorgt ist. |
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Ihre Anstellung wird übernommen. Die Arbeitsbedingungen bleiben vergleichbar. Gleichzeitig entstehen neue Chancen – etwa durch Weiterbildung, Austausch und neue Aufgaben. Die heutigen Pflegebetriebe werden weiterhin benötig. Neue Arbeitsmodelle können punktuell zusätzliche Einsatzmöglichkeiten schaffen, aber nicht gegen den Willen der Mitarbeitenden. |
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Das Projekt Weiterentwicklung Langzeitfplege sorgt dafür, dass pflegebedürftige Menschen im ganzen Kanton die passende Unterstützung erhalten – möglichst nahe und abgestimmt auf ihre persönliche Situation. Heute sind Angebote und Zuständigkeiten auf verschiedene Gemeinden und Institutionen verteilt. Künftig werden Pflege zu Hause, Entlastungsangebote, Übergangslösungen und Pflegeheime besser aufeinander abgestimmt und erweitert. So finden Betroffene und Angehörige schneller das passende Angebot und werden beim Wechsel von einer Betreuungssituation in die nächste besser begleitet. Gleichzeitig können Fachkräfte, Wissen und Infrastruktur gemeinsam eingesetzt werden. Das stärkt die Qualität, vermeidet Doppelspurigkeiten und hilft, die Versorgung langfristig zu sichern. Kurz gesagt: Die neue Organisation macht die Langzeitpflege übersichtlicher, verlässlicher und besser auf die Bedürfnisse der Urner Bevölkerung ausgerichtet. |
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Es ist ein klares Bedürfnis der Menschen, möglichst lange selbstständig leben zu können. Neben Spitex und Pflegeheimen sollen auch die sogenannten intermediäre Angebote ausgebaut. Dazu gehören betreutes Wohnen, Tagesstrukturen oder der Entlastungsdienste etc. – hier gibt es grosses Potenzial für die Weiterntwicklung. Das soll aber nicht jede Gemeinde für sich machen müssen, sondern gemeinsam für ganz Uri. Diese ergänzen die Pflegekette sinnvoll und ermöglichen massgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Lebenssituationen. |
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Die Entscheidung erfolgt weiterhin individuell in der Familie, in Absprache mit Ärztinnen, Pflegefachpersonen und Angehörigen – abhängig von Bedarf und Situation. Die neue Gesellschaft ermöglicht bessere Übergänge und neue Lösungen wie betreutes Wohnen oder Tagesstrukturen. |
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Die Weiterentwicklung der Langzeitpflege ist breit abgestützt: Der Kanton Uri, alle Urner Gemeinden sowie praktisch alle heutigen Leistungserbringer – darunter Pflegeheime und Spitex-Organisationen – tragen das Projekt mit. Anfang 2027 haben die Beteiligten dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Der Entscheid über die neue Gesellschaft liegt voraussichtlich 2027 bei den Stimmberechtigten. Davor wird der Urner Landrat das dazugehörige Gesetz über Betreuung und Pflege (BPG) behandeln. Schon heute tragen Kanton und Gemeinden die Kosten der Langzeitpflege je zur Hälfte – nur ist das System kompliziert. Mit der neuen Gesellschaft wird diese 50:50-Aufteilung klarer geregelt. Das ist die einzige Möglichkeit, eine faire Finanzierung sicherzustellen, ohne dass das Finanzausgleichssystem aufwändig angepasst werden muss. |
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Diese Sorge ist verständlich. Die neue Gesellschaft soll jedoch keine zusätzliche Verwaltungsebene schaffen. Sie baut auf den bestehenden Institutionen und ihren Mitarbeitenden auf. Aufgaben, die heute an mehreren Orten separat erledigt werden, können künftig gemeinsam organisiert werden. Die Verantwortung für den Betrieb bleibt weiterhin nahe bei den einzelnen Standorten. Die Pflegedienstleitungen und die Verantwortlichen vor Ort behalten eine zentrale Rolle und stellen sicher, dass Entscheidungen praxisnah getroffen werden. Bereits erfolgte Zusammenschlüsse von Pflegeheimen zeigen, dass gemeinsame Strukturen auch pragmatisch und schlank organisiert werden können. Gleichzeitig lassen sich übergeordnete Aufgaben wie Personalplanung, Einkauf, Qualitätssicherung oder Informatik besser koordinieren. Das Ziel ist deshalb nicht mehr Bürokratie, sondern weniger Doppelspurigkeiten und eine stärkere Zusammenarbeit. |