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Gemeinschaftsprojekt Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri
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Langzeitpflege Uri – gemeinsam vorsorgen |
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Die ältere Bevölkerung hat den Wunsch, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben. Wer dann Hilfe und Pflege braucht, soll im Kanton Uri gut aufgehoben sein. Dafür entwickeln Kanton und Gemeinden die Langzeitpflege gemeinsam weiter. Heute gibt es in Uri neun Pflegeheime und die Spitex Uri sowie diverse spezialisierte Betreuungs- und Beratungsangebote. Mit dem Projekt «Weiterentwicklung Langzeitpflege» wollen der Kanton Uri, alle Urner Gemeinden und Institutionen ihre Kräfte für zukunftsfähige und finanzierbare Angebote bündeln.
Langzeitpflege heisst: Die längerfristige Betreuung und Pflege von Menschen, die wegen Alter, Krankheit oder Unfall ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen können. Dazu gehören:
- die Spitex-Uri, private Spitex-Organisationen sowie freipraktizierende Pflegefachpersonen für die Hilfe, Betreuung und Pflege zu Hause
- die Urner Pflegeheime
- Unterstützungs- und Entlastungsangebote wie z.B. Mahlzeitendienst, Haushilfe, Entlastungsdienst SRK, Tagesheim etc.
Das Projekt «Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri» ist breit abgestützt. Es wird getragen von:
- allen Einwohnergemeinden
- Kanton
- Institutionen wie Pflegeheime, Beratungsstellen und Spitex Uri etc.
Warum braucht es eine Weiterentwicklung?
Die Langzeitpflege steht auch im Kanton Uri vor grossen Herausforderungen. Die Bevölkerung wird älter, der Pflegebedarf steigt stark an – und gleichzeitig fehlen vielerorts die Fachkräfte. Zudem ist heute die Zuständigkeit für die Langzeitpflege zwischen Kanton und Gemeinden aufgeteilt: Die Gemeinden sind für die Pflegeheime zuständig (stationäre Langzeitpflege) – der Kanton für die Spitex (ambulante Langzeitpflege). Dieses System hat sich lange bewährt, stösst jedoch zunehmend an seine Grenzen.
Mit den bestehenden Strukturen lassen sich diese Herausforderungen nicht bewältigen. Eben darum braucht es heute eine vorausschauende Planung. Unsere Vision ist es, bis 2030 eine neue gemeinnützige Unternehmung zu gründen, welche die aktuellen Strukturen in einer Organisation vereint («alles aus einer Hand») Die neue Unternehmung wird zu 100 % im Besitz von Gemeinden und Kanton sein.
Das gemeinsam von Kanton und Gemeinden getragenen Projekt «Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri» hat das Ziel, die Pflege und Betreuung der Bevölkerung auch weiterhin sicherzustellen und zu optimieren. Eine breit abgestützte Absichtserklärung hält die Ziele fest. So sollen auch intermediäre Angebote (Hilfe und Betreuung zu Hause, Tages- und Nachtstrukturen etc.) ausgebaut oder neu geschaffen werden. Denn hier hat der Kanton Uri Lücken, die geschlossen werden sollen. Solche Angebote entsprechen auch immer mehr einem Bedürfnis der Bevölkerung. Die Idee hinter einer gemeinsamen Unternehmung: Es wird möglich, mehr angepasste Pflegeleistungen aus einer Hand anzubieten – ambulant, stationär und intermediär. Das vereinfacht die Versorgung für die Bevölkerung und bringt den Betrieben mehr Planungssicherheit.
Intermediäre Angebote in der Pflege sind Brückenlösungen zwischen dem Wohnen zu Hause und dem vollstationären Heimaufenthalt. Zum Beispiel Kurzaufenthalte zur Entlastung pflegender Angehöriger, Tages- und Nachtstrukturen, die eine Betreuung tagsüber oder Übergangspflege nach einem Spitalaufenthalt.
Die neue Unternehmung bringt mehr Zusammenarbeit und viele Chancen mit sich. Vor allem in den Bereichen IT, HR, Finanzen und Administration bringt eine verstärkte Zusammenarbeit grosse Vorteile mit sich. Die Arbeitsplätze im Bereich Pflege und die heutigen Pflegeheime bleiben bestehen - es braucht künftig in Uri jeden Pflegeplatz. Der Zusammenschluss eröffnet auch neue Möglichkeiten für das Personal: etwa ein erweitertes Weiterbildungsangebot, mehr berufliche Entwicklungsperspektiven und eine engere Zusammenarbeit zwischen Spitex und Heimen.
So stellen wir sicher: Auch in Zukunft gibt es genügend Plätze, Fachleute und eine gute Qualität in der Langzeitpflege. Wir wollen gemeinsam vorsorgen. Darum gehen wir diesen Weg miteinander: Kanton, Gemeinden, Institutionen und – Sie! Stellen Sie uns heute Fragen zur Langzeitpflege von morgen!
Terminplan
- 2025/2026: Ausarbeitung Projekt in Zusammenarbeit mit Institutionen und Gemeinden
- 4. Quartal 2027: Volksabstimmung zur neuen Organisation
- 2028: Aufbau der neuen Unternehmung «Langzeitpflege Uri»
- 2030: neue Unternehmung nimmt den Betrieb auf
Ihre Fragen und Sorgen sind wichtig
Wir wissen: Veränderungen werfen Fragen auf. Darum gibt es an dieser Stelle demnächst einen elektronischen Briefkasten. Hier können Sie Ihre Fragen, Bedenken oder Anregungen eintragen. Wir sammeln alle Rückmeldungen und lassen sie in die Projektarbeit einfliessen.
So informieren wir
- 2026: Broschüren mit den wichtigsten Fakten
- 2027: Öffentliche Informationsveranstaltungen in den Gemeinden
- Laufend aktualisierte Informationen hier auf ur.ch
- Medienmitteilungen
Damit Sie jederzeit wissen, wo das Projekt steht.
News
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Alter
Hilfe und Unterstützung im Alter
Obwohl das Alter nicht zwangsläufig mit stetig abnehmender Gesundheit und Abhängigkeiten verbunden ist, wirft diese Lebensphase dennoch gewisse Zukunftsfragen auf.
Um Unterstützung bei auftretenden Fragen und Problemen zu erhalten, finden Sie auf untenstehender Liste Informationen und Hinweise zu verschiedenen Bereichen und Themen. Klicken Sie auf das von Ihnen gewünschte Thema.
siehe auch www.alter-uri.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
Dokumente zum Thema Langzeitpflege
Hier finden Sie diverse Dokumente.
| Name | Online | Download |
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| Name Vorname | Funktion | Telefon | Kontakt |
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| Name | Telefon | Kontakt |
|---|---|---|
| Amt für Gesundheit | +41 41 875 2430 | afg@ur.ch |
| Name | Telefon |
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| Frage |
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Die neue Organisation baut auf den heutigen Pflegeheimen auf. Es braucht auch weiterhin jeden Pflegeplatz. Die bestehenden Standorte sicher bleiben erhalten und werden weiterentwickelt. Sollte ein Standortwechsel zum Thema werden, muss laut dem Entwurf des Gesetzes über Betreuung und Pflege darüber abgestimmt werden. |
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Nein. Die neue Gesellschaft ist kein Sparprogramm. Sie soll aber dazu beitragen, den künftigen Kostenanstieg zu dämpfen. Denn die Urner Bevölkerung wird älter, und der Bedarf an Pflege und Betreuung nimmt zu. Mit der gemeinsamen Unternehmung können Doppelspurigkeiten vermieden, Fachkräfte gezielter eingesetzt und Angebote besser aufeinander abgestimmt werden. Das Ziel lautet nicht einfach: billiger. Das Ziel lautet: besser. Besser heisst, dass pflegebedürftige Urnerinnen und Urner die passende Unterstützung zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort erhalten – zu Hause, in einem Entlastungs- oder Übergangsangebot oder in einem Pflegeheim. So kann die Versorgung bedarfsgerecht weiterentwickelt und langfristig finanzierbar gestaltet werden. |
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Die demografische Entwicklung ist eindeutig: In den kommenden Jahren wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen deutlich steigen. Gleichzeitig fehlen heute wichtige Angebote zwischen der Pflege zu Hause und dem Eintritt in ein Pflegeheim. Die Kosten nehmen zu, und qualifiziertes Fachpersonal wird immer schwieriger zu finden. Diese Herausforderungen können die einzelnen Gemeinden und Institutionen nicht allein lösen. Deshalb wollen Gemeinden, Institutionen und Kanton enger zusammenarbeiten. Mit einer gemeinsamen gemeinnützigen Unternehmung lassen sich die Angebote besser planen, aufeinander abstimmen und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Die neue Unternehmung bleibt in öffentlicher Hand. Kanton und Gemeinden übernehmen gemeinsam Verantwortung und sorgen dafür, dass die Bevölkerung im ganzen Kanton auch künftig gut versorgt ist. |
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Ihre Anstellung wird übernommen. Die Arbeitsbedingungen bleiben vergleichbar. Gleichzeitig entstehen neue Chancen – etwa durch Weiterbildung, Austausch und neue Aufgaben. Die heutigen Pflegebetriebe werden weiterhin benötig. Neue Arbeitsmodelle können punktuell zusätzliche Einsatzmöglichkeiten schaffen, aber nicht gegen den Willen der Mitarbeitenden. |
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Das Projekt Weiterentwicklung Langzeitfplege sorgt dafür, dass pflegebedürftige Menschen im ganzen Kanton die passende Unterstützung erhalten – möglichst nahe und abgestimmt auf ihre persönliche Situation. Heute sind Angebote und Zuständigkeiten auf verschiedene Gemeinden und Institutionen verteilt. Künftig werden Pflege zu Hause, Entlastungsangebote, Übergangslösungen und Pflegeheime besser aufeinander abgestimmt und erweitert. So finden Betroffene und Angehörige schneller das passende Angebot und werden beim Wechsel von einer Betreuungssituation in die nächste besser begleitet. Gleichzeitig können Fachkräfte, Wissen und Infrastruktur gemeinsam eingesetzt werden. Das stärkt die Qualität, vermeidet Doppelspurigkeiten und hilft, die Versorgung langfristig zu sichern. Kurz gesagt: Die neue Organisation macht die Langzeitpflege übersichtlicher, verlässlicher und besser auf die Bedürfnisse der Urner Bevölkerung ausgerichtet. |
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Es ist ein klares Bedürfnis der Menschen, möglichst lange selbstständig leben zu können. Neben Spitex und Pflegeheimen sollen auch die sogenannten intermediäre Angebote ausgebaut. Dazu gehören betreutes Wohnen, Tagesstrukturen oder der Entlastungsdienste etc. – hier gibt es grosses Potenzial für die Weiterntwicklung. Das soll aber nicht jede Gemeinde für sich machen müssen, sondern gemeinsam für ganz Uri. Diese ergänzen die Pflegekette sinnvoll und ermöglichen massgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Lebenssituationen. |
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Die Entscheidung erfolgt weiterhin individuell in der Familie, in Absprache mit Ärztinnen, Pflegefachpersonen und Angehörigen – abhängig von Bedarf und Situation. Die neue Gesellschaft ermöglicht bessere Übergänge und neue Lösungen wie betreutes Wohnen oder Tagesstrukturen. |
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Die Weiterentwicklung der Langzeitpflege ist breit abgestützt: Der Kanton Uri, alle Urner Gemeinden sowie praktisch alle heutigen Leistungserbringer – darunter Pflegeheime und Spitex-Organisationen – tragen das Projekt mit. Anfang 2027 haben die Beteiligten dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Der Entscheid über die neue Gesellschaft liegt voraussichtlich 2027 bei den Stimmberechtigten. Davor wird der Urner Landrat das dazugehörige Gesetz über Betreuung und Pflege (BPG) behandeln. Schon heute tragen Kanton und Gemeinden die Kosten der Langzeitpflege je zur Hälfte – nur ist das System kompliziert. Mit der neuen Gesellschaft wird diese 50:50-Aufteilung klarer geregelt. Das ist die einzige Möglichkeit, eine faire Finanzierung sicherzustellen, ohne dass das Finanzausgleichssystem aufwändig angepasst werden muss. |
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Diese Sorge ist verständlich. Die neue Gesellschaft soll jedoch keine zusätzliche Verwaltungsebene schaffen. Sie baut auf den bestehenden Institutionen und ihren Mitarbeitenden auf. Aufgaben, die heute an mehreren Orten separat erledigt werden, können künftig gemeinsam organisiert werden. Die Verantwortung für den Betrieb bleibt weiterhin nahe bei den einzelnen Standorten. Die Pflegedienstleitungen und die Verantwortlichen vor Ort behalten eine zentrale Rolle und stellen sicher, dass Entscheidungen praxisnah getroffen werden. Bereits erfolgte Zusammenschlüsse von Pflegeheimen zeigen, dass gemeinsame Strukturen auch pragmatisch und schlank organisiert werden können. Gleichzeitig lassen sich übergeordnete Aufgaben wie Personalplanung, Einkauf, Qualitätssicherung oder Informatik besser koordinieren. Das Ziel ist deshalb nicht mehr Bürokratie, sondern weniger Doppelspurigkeiten und eine stärkere Zusammenarbeit. |