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Erziehungsrat setzt Ziele für das Jahr 2026

23. Dezember 2025

Im Einklang mit seinen Leitgedanken für die Legislatur 2024 bis 2028 und mit Blick auf den Zielerreichungsgrad im vergangenen Jahr hat der Erziehungsrat des Kantons Uri die Jahresziele 2026 festgelegt. Ein Schwerpunkt der Arbeit im neuen Jahr ist der Start zur Umsetzung der Vision für die Urner Volksschule mitsamt der Erarbeitung eines neuen Qualitätsmanagementsystems.

Für seine Arbeit in der aktuellen Legislatur verfolgt der Erziehungsrat des Kantons Uri den Grund-satz, dass alle an der Volksschule Beteiligten in einem Klima der gegenseitigen Wertschätzung partnerschaftlich zusammenarbeiten. Im Rahmen dieses Grundsatzes gelten fünf Leitgedanken:

  • Uri hat eine starke Volksschule, in der alle Kinder und Jugendlichen ihren Platz finden.
  • Kinder und Jugendliche erwerben eine umfassende, ganzheitliche Bildung.
  • Lehrpersonen sind Fachpersonen für das Lernen und beteiligen sich aktiv an den Entwicklungsprozessen ihrer Schule.
  • Dank Schulleitungen sind alle Schulen professionell geleitet; sie erfüllen ihren Auftrag und überprüfen und entwickeln die Qualität systematisch.
  • Das Schulsystem im Kanton Uri gewährleistet Kontinuität und entwickelt sich aufgrund gesellschaftlicher und pädagogischer Ansprüche ständig weiter.

Im Einklang mit diesen Leitgedanken und mit Blick auf den Zielerreichungsgrad im vergangenen Jahr hat der Erziehungsrat an seiner Sitzung vom 3. Dezember 2025 die Jahresziele 2026 festgelegt, und zwar wie folgt:

  • Die Vision für die Urner Volksschule als Referenzrahmen für die künftige Entwicklung und Qualitätssicherung der Volksschule im Kanton Uri ist vom Erziehungsrat beschlossen; die Umsetzung ist gestartet.
  • Der Entwurf eines neuen Qualitätsmanagementsystems (inkl. externe Schulevaluation, Schulaufsicht, internes QM) für die Urner Volksschule, basierend auf der Vision Volksschule Uri, liegt vor.
  • Die neu aufgelegte revidierte Volksschulverordnung ist vom Landrat beschlossen.
  • Die rechtlichen Grundlagen (Verordnung, Reglemente, Richtlinien) und das Konzept zur Sonderpädagogik sind von den zuständigen Behörden beschlossen.
  • Die revidierten Richtlinien zu den Förderungsmassnahmen sind beschlossen.
  • Das Reglement über den Schulmedizinischen Dienst ist revidiert und die Grundlagen für eine «Fachperson Gesundheit» sind geschaffen.
  • Das Reglement über die Anstellung der Lehrpersonen und das Reglement über den beruflichen Auftrag der Lehrpersonen sind beschlossen.
  • Das revidierte Reglement über die Schulleitung ist beschlossen.
  • Die Neukonzeption der Berufseinführung von Volksschullehrpersonen ist evaluiert und all-fällige Massnahmen sind vom Erziehungsrat beschlossen.
  • Es ist geklärt, ob der Kanton Uri als Patronatskanton für die Schweizer Schule Rahn Education in El Gouna (Ägypten) zu Verfügung steht.
  • Das Konzept zur Bewältigung von Krisen ist aktualisiert.
  • Die revidierten Weisungen zur Durchführung von Schnupperlehren (Berufswahlpraktika) auf der Oberstufe sind beschlossen.
  • Das revidierte Reglement über die Absenzen und Beurlaubungen für Schülerinnen und Schüler liegt im Entwurf vor.
  • Die Schulsportprüfung und die entsprechenden Weisungen für die Sportprüfung im 8. Schuljahr sind revidiert.
  • Die Umsetzung eines Ziels aus dem Klimaschutzkonzept des Kantons, das die Volksschule betrifft (konkret: Massnahme zur Vermeidung von Elterntaxis), ist vorbereitet.
  • Die Richtlinien zur Integration von Kindergarten und Primarstufe im Kanton Uri liegen im Entwurf vor.

Wichtige Meilensteine erreicht

Rückblickend zeigt sich, dass einige Jahresziele für 2025 aufgrund der Verzögerungen aufgrund des Referendums zur revidierten Volksschulverordnung nicht erreicht werden konnten. Die betreffenden Ziele hatten die an die Volksschulverordnung anschliessenden Rechtserlasse zum Gegenstand. Die anderen Ziele konnte der Erziehungsrat indes weitgehend erreichen. So konnte etwa der Entwurf für eine breit abgestützte Vision für die Urner Volksschule als Referenzrahmen für die künftige Entwicklung und Qualitätssicherung der Volksschule im Kanton Uri erarbeitet werden. Ebenfalls im Entwurf vorliegend sind die Richtlinien zu den Förderungsmassnahmen. Erfolgreich abgeschlossen wurde die formale Revision der Beurteilungsreglemente, und auch die Revision der Stundentafeln für alle Stufen der Volksschule konnte zum Abschluss gebracht werden .

Rückfragen von Medienschaffenden: Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor und Präsident Erziehungsrat; Telefon 041 875 22 55, E-Mail georg.simmen@ur.ch