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Das Förderprogramm Energie Uri wird 2026 fortgesetzt

12. Januar 2026

Wer 2026 eine energetische Sanierung im Gebäudebereich plant, kann erneut vom Förderprogramm Energie Uri profitieren. Es stehen rund 2.1 Mio. Franken zur Verfügung. Neu werden auch bidirektionale Ladestationen für Elektroautos gefördert.

«Auch 2026 steht das Förderprogramm Energie Uri der Urner Bevölkerung zur Verfügung», freut sich Baudirektor Hermann Epp. Unterstützt werden unter anderem die Wärmedämmung der Gebäudehülle, der Ersatz von Öl- und Elektroheizungen, die Nutzung der Sonnenenergie sowie verschiedene Beratungsangebote. «Insgesamt stehen rund 2.1 Mio. Franken zur Verfügung», sagt Baudirektor Hermann Epp.

Das Förderprogramm Energie Uri ist ein wichtiges Instrument zur Erreichung der Ziele der «Gesamtenergiestrategie Uri 2030». Ziel ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren, fossile Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen und die Treibhausgasemissionen langfristig auf Netto-Null zu senken. Im Gebäudebereich bedeutet das im Wesentlichen den Heizwärmeverbrauch durch eine gute Wärmedämmung zu minimieren und den verbleibenden Energiebedarf mit erneuerbaren Energien zu decken – idealerweise aus einheimischen Quellen. Gleichzeitig setzt das Förderprogramm volkswirtschaftliche Impulse, indem es Sanierungen anstösst und damit das einheimische Bau- und Baunebengewerbe stärkt.

Elektroautos als Speicher nutzen
Die Batterie eines Elektroautos ist rund fünf bis zehnmal grösser als ein typischer Batteriespeicher für ein Einfamilienhaus. Ein Teil dieser Speicherkapazität des Fahrzeugs kann gezielt für den Eigenverbrauch im Gebäude genutzt werden, um überschüssige Energie aus einer Photovoltaikanlage zwischenzuspeichern und bei Bedarf wieder bereitzustellen. So lässt sich der Eigenverbrauchsanteil und somit die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöhen. Dazu ist eine bidirektionale Ladestation notwendig, welche es ermöglicht, elektrische Energie vom Auto ins Gebäude zurückzuspeisen. Die Installation dieser noch wenig verbreiteten und kostenintensiven Ladestationen wird mit einem Pauschalbetrag von 2000 Franken unterstützt.

Das Förderprogramm wird durch mehrere Quellen gespiesen
Das Förderprogramm Energie Uri wird durch kantonale Mittel, durch das Gebäudeprogramm des Bundes sowie durch Bundesmittel für das Impulsprogramm des Klima- und Innovationsgesetzes finanziert. Im Kantonsbudget sind 700'000 Franken für das Förderprogramm Energie Uri vorgesehen. Insgesamt steht 2026 ein Förderbudget von 2.1 Millionen Franken zur Verfügung.

Für das nächste Jahr hat der Bund im Rahmen des Entlastungspakets 2027 Einsparungen beziehungsweise Verschiebungen in der Finanzierung des Gebäudeprogramms vorgesehen. Das Entlastungspaket ist aktuell im Bundesparlament in Beratung. Die Konferenz der kantonalen Energiedirektoren EnDK setzt sich aktiv für die Weiterführung einer wirksamen Gebäudeförderung ein.

Bei Fragen weiss das Amt für Energie weiter
Bei Gebäudesanierungen, beim Heizungsersatz, zur Nutzung der Sonnenenergie oder anderen energetischen Fragen rund ums Gebäude bietet das Amt für Energie Uri eine kostenlose Erstberatung an. Wichtig: Informieren Sie sich frühzeitig, denn Fördergesuche müssen zwingend vor der Umsetzung der Sanierung eingereicht werden. Ist das Förderbudget ausgeschöpft, können keine Gesuche mehr eingereicht werde. Es werden keine Wartelisten geführt.

Auskünfte erhält man telefonisch unter 041 875 26 88 oder per E-Mail an energie@ur.ch. Alle Informationen zum Förderprogramm Energie Uri sind zudem auf der Homepage des Kantons Uri unter www.ur.ch/energie abrufbar.

Rückfragen von Medienschaffenden:
Alexander Walker, Telefon +41 41 875 2624, E-Mail alexander.walker@ur.ch

Durch eine verbesserte und effektive Wärmedämmung kann der Heizwärmeverbrauch eines Hauses erheblich minimiert werden. Bild Baudirektion Uri/Amt für Energie
Durch eine verbesserte und effektive Wärmedämmung kann der Heizwärmeverbrauch eines Hauses erheblich minimiert werden. Bild Baudirektion Uri/Amt für Energie