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Mehr Schülerinnen und Schüler, mehr Abteilungen - die Vision gibt Orientierung
Der Bericht zur Urner Volksschule für das Schuljahr 2025/2026 zeigt eine leicht wachsende Schülerzahl. Die Herausforderungen bei der Besetzung von Fachstellen bleiben. Schöne Fortschritte konnten erzielt werden bei der Weiterentwicklung der Volksschule
Die Gesamtschülerzahl der Urner Volksschule ist im Schuljahr 2025/2026 um 0,9 Prozent auf 3’934 Kinder und Jugendliche gestiegen. Besonders auf der Oberstufe wuchs die Zahl, während die Primarstufe nahezu stabil blieb. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Abteilungen von 215 auf 224. Mit durchschnittlich 17 Schülerinnen und Schülern pro Abteilung liegt der Kanton Uri weiterhin unter dem schweizerischen Durchschnitt.
Fachkräftemangel bleibt spürbar
Auf Beginn des Schuljahrs mussten 2’791 Stellenprozente neu besetzt werden. 44 Lehrpersonen traten eine Stelle an. Praktisch alle Stellen konnten besetzt werden - teilweise waren dafür jedoch kreative Lösungen nötig. 101 Lehrpersonen unterrichteten mit einer befristeten Lehrbewilligung. Auch bei der Schulischen Heilpädagogik bleibt die Situation anspruchsvoll: Rund 17 Prozent der IF/IS-Lektionen wurden von Lehrpersonen erteilt, die weder über das erforderliche Diplom verfügten noch in der entsprechenden Ausbildung waren.
Förderung und Unterstützung
Im Berichtsjahr erhielten 378 Kinder Deutsch als Zweitsprache (DaZ); das sind 10,67 Prozent der Schülerinnen und Schüler. 114 Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Bedarf wurden in der Regelschule beschult, 40 besuchten die Heilpädagogische Schule der Stiftung Papilio in Altdorf, und 17 wurden in ausserkantonalen Einrichtungen beschult.
Der Schulpsychologische Dienst bearbeitete 583 Einzelfälle und leistete insgesamt 196 Fachberatungen. Dazu gehörten unter anderem Erziehungsberatung, Krisen- und Konfliktmanagement, Kindesschutz sowie die psychologische Begleitung von Kindern und Jugendlichen.
Grosses Interesse an Italienisch und am Austausch
Das Wahlpflichtfach Italienisch ist so gefragt wie noch nie: Für das Schuljahr 2026/2027 haben sich 41 Prozent der Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sowie 38 Prozent der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler angemeldet.
Im Austausch mit Partnerschulen in der Romandie wurden 249 Mobilitäten registriert (115 Outgoing und 134 Incoming). 48 Urner Klassen konnten einer Klasse an einer der beiden Partnerschulen zugeteilt werden.
Vision und Qualitätsentwicklung gehören zusammen
Im Berichtsjahr wurde die Vision Volksschule Uri finalisiert und mit sechs kurzen Filmen auf einer Webseite sichtbar gemacht. Sie stellt die Schülerinnen und Schüler und deren Lernerfolg ins Zentrum und betont neben fachlichen Ergebnissen auch eine positive Lernkultur, tragfähige Beziehungen, Zusammenarbeit und die Fähigkeit, das eigene Lernen selbst zu steuern.
Mit der am 1. August 2026 in Kraft getretenen Volksschulverordnung und der Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements wird die Vision mit dem verbindlichen Rahmen und der Qualitätsentwicklung der Schulen verknüpft. Ziel ist ein Qualitätsmanagement, das die Schulen in ihrer Arbeit unterstützt und gute Lern- und Entwicklungsbedingungen fördert.
Hinweis: Der Bericht zur Volksschule für das Schuljahr 2025/2026 ist auf der Website des Kantons Uri verfügbar: www.ur.ch (Suchbegriff: «Bericht zur Volksschule»).
Rückfragen von Medienschaffenden:
Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri
georg.simmen@ur.ch, +41 41 875 2255
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