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Tankanlagen

Das Amt für Umweltschutz (AfU) hat vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) den Auftrag einen kantonalen Tankkataster für Tankanlagen ab 450 Liter Nenninhalt zuführen. Das AfU überwacht den Vollzug über die Tankrevisionen, Tankabnahmen und über die Funktionskontrollen an Leckanzeigegeräten und anderen apparativen Vorrichtungen an Tankanlagen. Das AfU gewährleistet einen einheitlichen Vollzug bei Erstellung, Änderung, Betrieb und Ausserbetriebnahmen von Tankanlagen.

Bewilligungspflicht
Bevor eine Tankanlage erstellt oder abgeändert werden darf, muss eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung (Tankbewilligung, Anpassungsbewilligung) vorliegen. Die Bewilligung erteilt das AfU in Koordination mit der zuständigen Gemeindebaubehörde. Bewilligungspflichtig sind im Kanton Uri alle Tankanlagen ab 450 Liter Nenninhalt.

Abnahmepflicht
Inhaber von Tankanlagen sorgen dafür, dass diese vor Inbetriebnahme von der zuständigen Gemeindebaubehörde abgenommen werden (ordentliche Baukontrolle, Feuerpolizei). Die gewässerschutztechnische Abnahme der Anlage hat durch eine Tankfachperson zu erfolgen. Die Anlage darf erst dann befüllt und in Betrieb genommen werden, wenn die Abnahme erfolgt und die Vignette am Tank angebracht ist.

Vignettenlösung
Im Kanton Uri bedürfen sämtliche Tankanlagen ab 450 Liter Nenninhalt einer gebührenpflichtigen Tankvignette. Die Vignette wird vom AfU abgegeben und ist generell im Normalfall auf 10 Jahre befristet . Die Vignette ist für den Öllieferanten gut sichtbar am Tank selbst oder bei den erdverlegten Tanks am Füllstutzen anzubringen.

Anforderungen an Betrieb und Unterhalt
Arbeiten jeglicher Art an der Tankanlage dürfen nur von einer Tankrevisionsfirma durchgeführt werden. Es gelten die anerkannten Regeln der Technik.

Die Tankrevisionen sind im Voraus rechtzeitig von der Tankrevisionsfirma (Tankfachperson) dem AfU mittels Melderapport (von CITEC Suisse) an die Mailadresse tank@ur.ch zu mailen.

Werden an einer Anlage Mängel festgestellt, welche die Umwelt und insbesondere die Gewässer gefährden, sind diese unmittelbar zu beheben. Andernfalls darf die Tankvignette nicht abgegeben werden oder sie ist vom AfU zu beschlagnahmen. Der Weiterbetrieb oder die Befüllung einer solchen Anlage ist zu verweigern.

Anforderungen an das Ausserbetriebsetzen einer Anlage
Wenn vorgesehen ist, eine Anlage nicht mehr weiter zu betreiben, muss sie durch ein Tankrevisionsunternehmen nach den anerkannten Regeln der Technik ausser Betrieb gesetzt werden, die Vignette ist dabei zu entfernen. Das Tankrevisionsunternehmen meldet dem Amt für Umweltschutz die Ausserbetriebnahme.