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Ärztliche Praxisassistenz in Uri

Im Rahmen der Förderung der medizinischen Grundversorgung finanziert der Kanton verschiedenen Formen der ärztlichen Praxis-Assistenz. Das Ziel ist, junge Ärztinnen und Ärzte zu motivieren, eine Weiterbildung im Bereich der Grundversorgung (Haus-, Kinder- und Frauenärzte) zu absolvieren und allenfalls später im Kanton Uri zu praktizieren. Zudem ergibt sich mit der Annahme des Bundesbeschlusses über die medizinische Grundversorgung ein expliziter Auftrag für die Kantone, die Hausarztmedizin als wesentlichen Bestandteil der Grundversorgung zu erhalten und zu fördern.


a) Hausärztliche Praxisassistenz
Als eine erste konkrete Massnahme um die Ausbildung und Tätigkeit der Hausärztinnen und Hausärzte attraktiver zu gestalten, wurde 2008 im Kanton Uri das Programm «ärztliche Praxisassistenz» gestartet. Damit kann ermöglicht werden, dass jeweils zwei Assistenzärztinnen oder Assistenzärzte des Kantonsspitals Uri (Bereich Medizin) pro Jahr während sechs Monaten in einer Urner Hausarztpraxis tätig sind.

b) Kinderärztliche Praxisassistenz
Im gleichen Rahmen finanziert der Kanton Uri als einziger Zentralschweizer Kanton eine Praxisassistenz im Bereich Pädiatrie. Dabei absolviert jeweils eine Assistenzärztin oder ein Assistenzarzt des Kinderspitals Luzern ein sechsmonatiges Praktikum in einer Kinderarztpraxis im Kanton Uri.


c) Curriculum Hausarztmedizin
Als eine weitere Massnahme, um die Attraktivität der Hausarztmedizin zu steigern und dadurch den Nachwuchs an Hausärztinnen und Hausärzten zu fördern, unterstützt der Kanton das «Curriculum Hausarztmedizin» des Instituts für Hausarztmedizin und Community Care Luzern (IHAM&CC Luzern). Das Curriculum beinhaltet ein intensives Weiterbildungsprogramm in spezialisierten Kliniken für die Dauer von jeweils sechs Monaten. Das Programm findet vorwiegend im ambulanten Bereich statt und ist somit explizit auf die Bedürfnisse der Hausarztmedizin zugeschnitten. Inzwischen haben mehrere junge Ärztinnen und Ärzte aus dem Kanton Uri das Curriculum bereits absolviert, sind zurzeit in der Curriculum-Weiterbildung oder durch das IHAM in die langfristige Planung aufgenommen.


Die Kosten des Kantons für die Finanzierung dieser drei Massnahmen belaufen sich auf rund 120'000 Franken pro Jahr.