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Seeschüttung

Die Seeschüttung geht in die nächste Runde: Nach der erfolgreichen Aufwertung der Uferzone am Urnersee mit Ausbruchmaterial unter anderem aus der Neat folgen bald weitere Millionen Tonnen Gestein aus dem Sisikonertunnel und der 2. Röhre Gotthardstrassentunnel. Sie werden für die Renaturierung der Flachwasserzonen verwendet und kommen den Tieren und Pflanzen zugute.



Seeschüttung I

3.3 Millionen Tonnen Gestein wurden zwischen 2001 und 2008 im Urnersee versenkt. Ausgebrochen beim Bau des Gotthard-Basistunnels und beim N4-Umfahrungstunnel in Flüelen. Mit der Seeschüttung I entstanden wertvolle Flachwasserzonen und zwei Inselgruppen in Ufernähe. Die Seeschüttung I kann aus gesellschaftlicher wie aus ökologischer Sicht als Riesenerfolg bezeichnet werden. Die Menge und das Artenspektrum in der Tier- und Pflanzenwelt im neu entstandenen Flachwasserbereich haben sich durchs Band erhöht.



Seeschüttung II

Das Material für ein weiteres Seeschüttungsprojekt liefert die neue N4 Axenstrasse: 1.4 Millionen Tonnen Gestein werden vom Ausbruch des Sisikoner Tunnels für die Seeschüttung II zur Verfügung stehen. Der Transport des Ausbruchsmaterials erfolgt v.a. auf dem Seeweg. Mit der Seeschüttung II entstehen erneut Flachwasserzonen d.h. bedeutende Lebensräume zwischen Wasser und Land. Es liegt ein bewilligtes Projekt vom Oktober 2014 vor. Die Vereinbarung zwischen dem Kanton Uri, vertreten durch die GSUD und der Bauherrschaft N4 Neue Axenstrasse ist bereits unterzeichnet. Mit dem Start der Schüttarbeiten ist voraussichtlich im 2020 zu rechnen.



Seeschüttung III

Im Anschluss an die Seeschüttung II geht es mit rund 2.8 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial aus der 2. Röhre Gotthardstrassentunnel gleich mit einer nächsten Etappe, nämlich der Seeschüttung III weiter. Geplant ist es, das Ausbruchmaterial mit dem Zug nach Flüelen zu transportieren und ebenfalls vor den Badeinseln zur Schüttung von Flachwasserzonen zu verwenden. Auch hier liegt ein bewilligtes Projekt vom Juli 2017 vor. Der Start der Schüttarbeiten hängt vom Tunnelausbruch ab und ist voraussichtlich im 2023 zu erwarten.



Mit der Realisierung der beiden Seeschüttungsprojekten wird der gewünschte Endzustand wie er 1913 vorzufinden war erreicht. Anschliessend kann eine natürliche Entwicklung des Gesamtdeltas stattfinden. Anders als bei den Bade- und Naturschutzinseln aus der Seeschüttung I werden die Erfolge bei den Seeschüttungen II und III über dem Wasserspiegel kaum auszumachen sein. Der Naturschutz spielt sich dabei unter Wasser ab. Dort entfaltet er jedoch grossen ökologischen Mehrwert für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt.