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Uri gibt seiner Volksschule eine gemeinsame Vision

14. August 2026

Die Volksschule Uri erhält erstmals eine gemeinsame Vision. Sie beschreibt, wie sich die Urner Volksschule in den kommenden Jahren weiterentwickeln soll, und dient künftig als Orientierung für Schulen, Gemeinden und Behörden. Mit Beginn des Schuljahrs 2026/2027 tritt zudem die revidierte Volksschulverordnung in Kraft. Überdies startet das Projekt zur Weiterentwicklung des kantonalen Qualitätsmanagements.

Zum Start des neuen Schuljahrs haben Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri, Flavio Müller-Huber, Präsident der Vereinigung der Schulleiterinnen und Schulleiter Uri (VSL Uri), und Martin Drax Zillig, Co-Präsident der Lehrerinnen und Lehrer Uri (LUR), am 14. August 2026 anlässlich einer gemeinsamen Medienkonferenz über die wesentlichen Neuerungen in der Urner Volksschule informiert. Die wichtigsten dieser Neuerungen sind die Vision für die Urner Volksschule, die Inkraftsetzung der revidierten Volksschulverordnung und die Weiterentwicklung des kantonalen Qualitätsmanagements.

Ein gemeinsames Zukunftsbild für die Volksschule
Wie soll die Volksschule Uri den Herausforderungen der Zukunft begegnen? Diese Frage stand im Zentrum eines breit angelegten Entwicklungsprozesses, an dem während rund zweier Jahre Lehrpersonen, Schulleitungen, der Erziehungsrat, das Amt für Volksschulen sowie Schulbehörden und weitere Schulpartner mitgewirkt haben. Entstanden ist die Vision Volksschule Uri – ein gemeinsames Zukunftsbild für die Urner Volksschule. Sie orientiert sich an einer demokratischen und humanistischen Wertehaltung, fördert die Lernfreude und Zukunftskompetenzen der Schülerinnen und Schüler, stärkt die Zusammenarbeit aller Beteiligten, ermöglicht flexible Lern- und Zeitstrukturen und versteht Schulen als einladende Lern-, Arbeits- und Begegnungsorte. Um die Vision und ihre Inhalte den Lehrpersonen, Eltern, Behörden und allen Interessierten anschaulich vermitteln zu können, wurde sie von einer Lernenden Mediamatik in Form einer modernen Web-Story aufbereitet und mit Illustrationen, Erklärvideos sowie weiterführenden Informationen ergänzt: www.vision-volksschule-uri.ch.

Von der Vision zu konkreten Entwicklungsschritten
Die Vision ist aber kein Massnahmenkatalog. Sie zeigt vielmehr auf, woran sich die Volksschule Uri in den kommenden Jahren orientieren will; damit schafft sie eine gemeinsame Grundlage für künftige Entwicklungen. Im Anschluss an die Erarbeitung der Vision wurden denn auch gemeinsam mit den Projektpartnern jene Themen identifiziert, die für die Weiterentwicklung der Volksschule Uri prioritär sind. Daraus entstanden konkrete Handlungsfelder, die den Entwicklungsprozess der kommenden Jahre prägen. Zu diesen Handlungsfeldern gehören insbesondere:

  • Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements
  • Weiterentwicklung der Beurteilungskultur
  • Förderung des selbstregulierten Lernens
  • Lernförderliche Lernräume und Infrastruktur
  • Lernförderliche Zeitstrukturen
  • Schul- und familienergänzende Betreuung
  • Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Schulen und Lehrpersonen
  • Stärkung der Gemeinschaft und der überfachlichen Kompetenzen

Einzelne Themen sind bereits in Umsetzung; andere werden in den nächsten Jahren schrittweise bearbeitet und gemeinsam mit den beteiligten Partnern weiterentwickelt. Ein zentrales Handlungsfeld ist die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements. Das bestehende System wird überprüft und auf die Vision ausgerichtet. Ziel ist ein schlankes und wirksames Qualitätsmanagement, das die Schulen in der Entwicklung unterstützt, gute Praxis sichtbar macht und evidenzbasierte Schulentwicklung fördert – ohne zusätzlichen administrativen Aufwand.

Schritt für Schritt gemeinsam auf dem Weg
Der moderne rechtliche Rahmen für die Urner Volksschule und ihre Weiterentwicklung ist die revidierte Volksschulverordnung, die mit Beginn des neuen Schuljahrs in Kraft getreten ist. Sie regelt unter anderem die Organisation der Schulen, die Förderangebote, die Schulmodelle und die Ressourcierung von anspruchsvollen Klassen.

«Mit der revidierten Volksschulverordnung haben wir die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Volksschule geschaffen», sagt Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri. «Mit der Vision geben wir der Volksschule eine gemeinsame Richtung, und mit den daraus abgeleiteten Handlungsfeldern machen wir uns Schritt für Schritt auf den Weg – zugunsten unserer Kinder und Jugendlichen.» Auch die Verbände der Schulleitungen und der Lehrpersonen gehen diesen Weg mit. Flavio Müller-Huber, Präsident der VSL Uri, und Martin Drax Zillig, Co-Präsident LUR, würdigten an der Medienkonferenz vom 14. August 2026 insbesondere den breiten Einbezug der Schulpraxis. Die gemeinsame Vision stärke die Zusammenarbeit aller Beteiligten und schaffe Orientierung für die künftige Entwicklung der Urner Volksschule.

Hinweis: Die vollständige Vision, die Web-Story und die Erklärvideos sind ab sofort verfügbar unter www.vision-volksschule-uri.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..

 

Rückfragen von Medienschaffenden:
Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor und Präsident des Erziehungsrats
Telefon 041 875 22 55, E-Mail
georg.simmen@ur.ch