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Kanton Uri stärkt die kulturelle Teilhabe von Migrantinnen und Migranten
Uri verfügt über eine vielfältige Kulturszene. Nun soll das Projekt «Netzwerk Kultur und Integration» die migrantische Bevölkerung stärker mit der Urner Kulturlandschaft in Verbindung bringen. Der Bund unterstützt das Pilotprojekt finanziell.
Der Kanton Uri verfügt über eine vielfältige Kulturlandschaft mit bedeutenden Institutionen sowie zahlreichen Vereinen und Initiativen. Diese Akteurinnen und Akteure leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Grundversorgung und zum gesellschaftlichen Leben im Kanton. Nicht alle Bevölkerungsgruppen haben aber bislang den gleichen Zugang zu den Angeboten. Gemeinsam mit dem Amt für Kultur und Sport hat die Abteilung Integration des Kantons deshalb ein Pilotprojekt lanciert, um die migrantische Bevölkerung und die Urner Kulturangebote stärker in Kontakt zu bringen. Dabei werden keine neuen Kulturprogramme aufgebaut, sondern bestehende Angebote werden besser zugänglich gemacht oder institutionell weiterentwickelt.
Austausch soll Hürden abbauen
«Uns ist es wichtig, dass unser Kulturangebot allen Menschen in Uri offensteht», betont Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor. «Menschen mit Migrationserfahrung nutzen die bestehenden Kulturangebote aber noch wenig. Wir möchten deshalb den Zugang für diese Bevölkerungsgruppe verbessern.» Für den Leiter der Abteilung Integration, Leza Aschwanden, geht es beim Pilotprojekt primär darum, mögliche Hürden zu erkennen und abzubauen. «Für die Integration und die Teilhabe an der Gesellschaft spielt die Kultur eine wichtige Rolle. Wer gemeinsam tanzt, musiziert oder Theater spielt, der schafft sich ein soziales Netz über die Kultur hinaus.» Mit dem «Netzwerk Kultur und Integration» wolle man deshalb gezielt in den Austausch zwischen der migrantischen Bevölkerung und den Akteurinnen und Akteuren der Urner Kultur investieren.
Bereicherung für die Kultur
Das Pilotprojekt «Netzwerk Kultur und Integration» wird in den nächsten drei Jahren durchgeführt. Zunächst wird gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern migrantischer Bevölkerungsgruppen eruiert, weshalb sie kulturelle Angebote in Uri nur begrenzt oder gar nicht nutzen respektive welche Angebote sie nutzen möchten. Diese Erkenntnisse werden anschliessend gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kulturszene diskutiert. «Damit wird auf beiden Seiten das Wissen über gegenseitige Bedürfnisse verbessert», erklärt Leza Aschwanden. Er erhofft sich davon die Entwicklung von einfach umsetzbaren Massnahmen, damit die migrantische Bevölkerung mehr Kulturangebote nutzen kann. «Der Austausch ist auch eine grosse Bereicherung für die Urner Kultur», ist Ralph Aschwanden, Kulturbeauftragter der Kantons Uri, überzeugt. «Uri hat sich schon immer offen gezeigt, Einflüsse anderer Kulturbereiche in die eigenen Traditionen zu integrieren.»
Bund beteiligt sich an den Kosten
Die Kosten für das dreijährige Pilotprojekt werden durch den Bund, das kantonale Integrationsprogramm KIP und durch die Kulturförderung getragen. «Dass das Bundesamt für Kultur und das Staatssekretariat für Migration das Pilotprojekt zur Hälfte finanzieren, zeigt, dass das Projekt national auf Interesse stösst», freut sich Leza Aschwanden. Die Erkenntnisse des Urner Pilotprojekts würden deshalb auch auf nationaler Ebene mit Spannung erwartet. Für die Umsetzung des Projekts hat der Kanton Uri mit der Fachstelle Integration und Vernetzung der Gemeinde Altdorf eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Die Fachstelle verfügt bereits über etablierte Kontakte zu Integrationsakteuren sowie Migrantinnen und Migranten, die für den Aufbau des Netzwerks genutzt werden können. «Zudem bringt sie wichtige Erfahrung in der Koordination bereichsübergreifender Prozesse mit und ist somit die ideale Partnerin für die Umsetzung des Projektes», erklärt Leza Aschwanden. Der Aufbau des Netzwerks startet am 1. Dezember 2026.
Bildungs- und Kulturdirektion
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Abteilungsleiter Leza Aschwanden, Leza.Aschwanden@ur.ch, +41 41 875 2292
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