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Stefan Fryberg erhält den «Goldenen Uristier»

17. Dezember 2021

Der Regierungsrat verleiht Stefan Fryberg den «Goldenen Uristier». Er würdigt damit den Historiker für seine langjährige Tätigkeit zugunsten der Urner Kultur und insbesondere für sein Engagement für den Erhalt und die Vermittlung des Urner Kulturguts.

Seit 2011 verleiht der Urner Regierungsrat den «Goldenen Uristier» und würdigt damit ausserordentliche Leistungen zugunsten der Urner Kultur. Er ehrt damit im Besonderen das langjährige und ehrenamtliche Engagement, mit dem zahlreiche Personen und Vereine zum reichhaltigen Kulturleben in Uri beitragen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an den Historiker Stefan Fryberg. «Die Auszeichnung ist ein Zeichen der Wertschätzung der Regierung für sein jahrzehntelanges Engagement zugunsten der Pflege und des Erhalts des Urner Kulturguts», so Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg. «Stefan Fryberg hat sich mit seinen Publikationen und seiner ehrenamtlichen Arbeit ausserordentlich für die Vermittlung der Urner Geschichte und Kultur eingesetzt.»

Zahlreiche Publikationen

Während seiner Berufstätigkeit hat Stefan Fryberg, teils im Auftrag Dritter, teils zusammen mit seinem Geschäftspartner Heinz Baumann auf eigene Initiative, Publikationen zur Geschichte und Kultur Uris verfasst und herausgegeben. Zu den wichtigsten Werken zählen unter anderem die die von der Gotthard-Raststätte AG ermöglichte Reihe «Verkehrswege in Uri», die in Wort und Bild die Geschichte der Urner Pässe und der Gotthardbahn schildert. 2003 gab die Agentur «Strube Zeiten» heraus - eine reich bebilderte Chronik, die die wichtigsten Ereignisse in Uri von 1900 bis 2000 beschreibt. Daneben verfasste er Publikationen für Vereine, Firmen und die Gemeinden Flüelen und Göschenen. 2020 befasste er sich in dem von der Urner Ärzteschaft ermöglichten Jubiläumsband «Wo fählt's» mit der Geschichte des Urner Gesundheitswesens von 1800 bis heute. Das Engagement von Stefan Fryberg für die historische Forschung Uris zeigt sich auch in zahlreichen Vorträgen und Zeitungsartikeln. «Durch seine historische Arbeit hat Stefan Fryberg zur Identitätsbildung in Uri beigetragen», sagt Regierungsrat Beat Jörg. «Seine diversen Publikationen, die er als Autor oder Mitherausgeber geprägt hat, hatten stets das Ziel, den Kanton Uri in seinen unterschiedlichsten Facetten wissenschaftlich akurat, aber zugleich leicht verständlich zu präsentieren.»

Grosses ehrenamtliches Engagement

Stefan Fryberg engagierte sich ehrenamtlich in diversen Vereinen und Vereinigungen. Von 2004 bis 2014 war er Präsident des Historischen Verein Uri, nachdem er bereits mehrere Jahre im Vorstand mitgearbeitet hatte. Auch im Historischen Verein Zentralschweiz war er im Vorstand aktiv. Zudem war er Präsident des Kulturforums Andermatt Gotthard, der Trägerschaft mehrerer Freilichtspiele in Andermatt und Göschenen. Als Mitglied des Stiftungsrats des Talmuseums Usern sowie als Vertreter des Kantons Uri in der Otto Gamma-Stiftung setzt er sich nach wie vor für den Erhalt und die Vermittlung des Urner Kulturgutes ein. Auch ausserhalb der Kultur war und ist Stefan Fryberg für die Urner Gesellschaft tätig. Von 2012 bis 2016 amtete er als Präsident des Kleinen Landeskirchenrats Uri und seit 2018 engagiert er sich als Präsident der Pro Senectute Uri für die Anliegen und Interessen der Seniorinnen und Senioren im hiesigen Kanton.

Der «Goldene Uristier» wird aufgrund der geltenden Massnahmen zur Einschränkung der COVID-Pandemie unter Ausschluss der Öffentlichkeit überreicht.

 

Gymnasiallehrer, Hotelier und Agenturinhaber

Stefan wurde am 5. April 1952 in Andermatt geboren. Nach der Primarschule wechselte er ins Kollegium Appenzell, wo er 1972 die Matura Typus B machte. Anschliessend studierte er Geschichte und deutsche Literatur an der Universität Basel. Er schloss seine Studien mit einer Lizenziatsarbeit über die Bevölkerungsentwicklung Uris im 19. Jahrhundert ab. Von 1979 bis 1989 unterrichtete Stefan Fryberg Geschichte und Deutsch an der Kantonalen Mittelschule Karl Borromäus in Altdorf. Nach seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst führte er im Sommer 1989 zusammen mit Heinz Baumann das Hotel SAC im Maderanertal. Mit ihm gründete er daraufhin in Altdorf die Werbeagentur Baumann & Fryberg AG. 2004 wurde Stefan Fryberg in den Urner Regierungsrat gewählt, wo er der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion vorstand. Nach seinem Rücktritt 2012 kehrte er wiederum in die Agentur zurück, die er 2016 infolge seiner Pensionierung verliess.

Goldener Uristier

Seit 2011 verleiht der Urner Regierungsrat die Ehrennadel Goldener Uristier, gestaltet durch Fredy Burkart. Sie wird an Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen, die ein nachhaltiges Werk geschaffen und sich für das Urner Kulturleben ausserordentlich verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wurde anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Kunst- und Kulturstiftung Uri ins Leben gerufen. Ehrenurkunde und Nadel werden jeweils anlässlich der Urner Jahresausstellung im Rahmen einer Feier überreicht. Bisher an folgende Persönlichkeiten: Peter Baumann, Altdorf; Kurt Zurfluh, Altdorf; Franz Pfister, Luzern/Altdorf; Dr. Max Dätwyler, Altdorf; Josef Herger-Kaufmann, Altdorf; Hans Danioth, Altdorf; Kari Danioth, Andermatt; Dr. Hans Stadler, Attinghausen; Lory Schranz, Altdorf, Jonny (Ernst) Gisler, Bürglen, Hansjörg Felber, Altdorf, den Verein Kellertheater im Vogelsang sowie das Ehepaar Marco und Anita Schenardi-Arnold.

Rückfragen von Medienschaffenden:
Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg, beat.joerg@ur.ch, Tel. 041 875 22 55

Stefan Fryberg
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