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Kunst- und Kulturstiftung Uri

Die Kunst- und Kulturstiftung Uri
Die Kunst- und Kulturstiftung Uri wurde 1981 in Zusammenarbeit zwischen dem Regierungsrat des Kantons Uri und dem damaligen Danioth-Ring und heutigen Kunstverein Uri gegründet. Die Stiftung bezweckt die Förderung von Urner Kunst- und Kulturschaffenden durch finanzielle Unterstützung ihrer Werke, Projekte und künstlerischen Tätigkeiten (Bildende und angewandte Kunst, Neue Medien, Fotografie, Film, Musik, Literatur, Theater, Tanz usw.). Die Beiträge werden von den Stiftungspartnern und privaten Gönnern zur Verfügung gestellt (jährlich mindestens Fr. 30'000.--).

Die Kunst- und Kulturstiftung vergibt einmal jährlich Förderbeiträge, Atelieraufenhalte und das Urner Werkjahr. Fördergesuche (Projektförderung) sind jederzeit auch an die kantonale Kulturförderung möglich. 2020 wurden die Stiftungsgrundlagen – die Vereinbarung und die Richtlinien – leicht angepasst (siehe Publikationen). Neu ist es nicht mehr möglich, sich um einen Werkankauf zu bewerben.  

Beitragsberechtigt und Jurierung
Bewerbungsberechtigt gemäss Artikel 1 der Stiftungsvereinbarung sind Kunst- und Kulturschaffende mit einem überzeugenden professionellen künstlerischen Leistungsausweis, die seit mindestens drei Jahren in Uri wohnen oder zu einem früheren Zeitpunkt mindestens acht Jahre Wohnsitz in Uri hatten (Wohnsitz gemäss Art. 23 ff. ZGB). Die Heimatberechtigung genügt nicht als Bewerbungskriterium. Ein neunköpfiges Kuratorium aus verschiedenen Kunstsparten entscheidet jeweils im Dezember über die Bewerbungen. 

Das Kuratorium setzt sich zusammen (Stand 2020):
Elisabeth Fähndrich, Präsidentin, Altdorf; Beat Jörg, Vizepräsident, Regierungsrat, Gurtnellen; Urs Bugmann, Kulturjournalist und Kunstvermittler, Kriens; Esther Maria Jungo, Kunsthistorikerin, Fribourg; Maria Zgraggen, Künstlerin, Bürglen; Marie-Catherine Lienert, Künstlerin und Dozentin Kunsthochschule Zürich, Thalwil; Pius Knüsel, Kulturkritiker, Veranstalter und Erwachsenenbildner, Zürich; Barbara Zürcher, Kuratorin Haus für Kunst Uri, Kunsthistorikerin, Zürich; Stephan Hodel, Komponist und Musiker, Bern. Geschäftsstellenleitung (beratend): Ralph Aschwanden, Kulturbeauftragter, Altdorf.

Beitragsarten
Folgende Beitragsarten können gemäss Richtlinien beantragt werden:
• Urner Werkjahr (20'000  Franken): Auszeichnung für aussergewöhnliche künstlerische Leistungen.
• Atelier-Stipendium: Viermonatiges Atelier-Stipendium inkl. Lebenskostenzuschuss für alle Sparten.
• Förderungsbeiträge (4'000 Franken bis 10'000 Franken): Anerkennung und Förderung der bisherigen Arbeit.
• Projektbeiträge (2'000 Franken bis 6'000 Franken): projektbezogener Förderungsbeitrag.

Das Urner Werkjahr wird je einmal pro Person gewährt. Ein Auslandatelierstipendium wird pro Ort des Ateliers (Berlin, New York oder andere) und Person nur einmal gewährt. Projekt- und Förderungsbeiträge werden neu wiederholt gewährt (die Beschränkung auf drei Preisvergaben pro Person wurde 2020 gestrichen). Wer eine Förderung, einen Beitrag oder einen Atelierplatz erhält, ist im Folgejahr von einer Bewerbung für sämtliche Förderungsinstrumente ausgeschlossen. Keine Beiträge gibt es für Aus- und Weiterbildungen sowie an Projekte im Rahmen einer Ausbildung.

Ausstellung «Urner Werk- und Förderungsbeiträge»
Die an der Ausstellung im Haus für Kunst Uri, Altdorf, gezeigten Werke vermitteln der Öffentlichkeit ein repräsentatives Bild des hiesigen Kunstschaffens. Die Werke aller Bewerbenden werden von im Dezember bis Anfang Januar jeweils im Haus für Kunst Uri ausgestellt.

Weitere Informationen und Formulare finden Sie unter der Lasche Publikationen.

ATELIERS VISARTE UND LANDIS & GYR STIFTUNG
Urner Kunstschaffende können sich um weitere jährlich ausgeschriebene Atelierplätze bewerben, u.a.:
Visarte-Atelier in Cité Internationales des Arts in Paris: Der Kanton leistet Lebenskostenzuschüsse für Urner Kunstschaffende, die ein Atelier gewonnen haben. Ausschreibung/Jurierung: Visarte Zentralschweiz.

ZENTRALSCHWEIZER LITERATURFÖRDERUNG
Alle zwei Jahre schreiben die sechs Kantone der Zentralschweiz einen Wettbewerb aus, in dessen Rahmen Werkbeiträge für Literatinnen und Literaten vergeben werden. Begleitet vom Schwyzer Kulturbeauftragten Franz-Xaver Risi kann die Jury in eigener Kompetenz einen oder mehrere Werkbeiträge in der Höhe von je 5 000 bis 25 000 Franken vergeben, davon mindestens einen Beitrag von 5 000 bis 10 000 Franken im Sinne einer gezielten Förderung eines Erstlingswerks. Zugelassen sind alle literarischen Formen, mit Ausnahme von Theatertexten. Infos und Ausschreibung

GOLDENER URISTIER
Mit dem "Goldenen Uristier“ werden verdiente Persönlichkeiten des Urner Kulturlebens ausgezeichnet. Die Stecknadel (nummeriert) wurde von Fredi Burkart künstlerisch gestaltet. Die Würdigung des Regierungsrats wird in unregelmässigen Abständen im Rahmen der Urner Jahresausstellung übergeben.

Gewürdigte Persönlichkeiten
2011: Peter Baumann, Altdorf
2011: Kurt Zurfluh, Altdorf
2011: Franz Pfister, Luzern/ehemals Altdorf
2012: Dr. Max Dätwyler, Altdorf
2013: Josef Herger-Kaufmann, Altdorf
2014: lic. iur. Hans Danioth, Altdorf und Karl Danioth, Andermatt
2015: Dr. Hans Stadler, Attinghausen
2016: Lory Schranz, Altdorf
2017: Ernst (Jonny) Gisler, Bürglen
2018: Hansjörg Felber, Altdorf
2019: Verein Kellertheater im Vogelsang, Altdorf

Bisherige Atelier-Stipendiaten
2002: Maria Zgraggen (NY, Bild. Kunst)
2004: Andreas Wegmann (Berlin, Bild. Kunst)
2005: Lea Achermann (NY, Bild. Kunst)
2007: Beatrice Maritz (Berlin, Bild. Kunst)
2008: Franziska Furrer (NY, Bild. Kunst)
2009: Daniel Wicky (Berlin, Bild. Kunst)
2010: Dave Gisler (NY, Musik)
2012: Rolf Sommer (NY, Musik/Theater)
2012: André Schuler (Berlin, Bild. Kunst)
2013: Mary Anne Imhof (Berlin, Bild. Kunst)
2013: Pascal Murer (Berlin, Bild. Kunst)
2014: Thomy Truttmann (Berlin, Theater)
2015: Luca Schenardi und Lina Müller (NY, Bild. Kunst)
2016: Peter Spillmann & Susanne Schär (Berlin, Bild. Kunst)
2018: Simon Ledergerber (NY, Bild. Kunst)
2019: Franziska Furrer (Berlin, Bild. Kunst)

Bisherige Urner Werkjahr-Empfänger
1982: Stadler Martin (Literatur)
1884: Walker Aldo (Bild. Kunst)
1986: Zgraggen Maria (Bild. Kunst)
1992: Achermann Lea (Bild. Kunst)
1993: Haas Gabriela (Bild. Kunst)
1995: Baumann Daniel /Lang Sabina (Bild. Kunst)
1997: Muheim Andrea (Bild. Kunst)
1998: Fäh Claudio (Film)
1999: Regli Peter (Bild. Kunst)
2000: Nager Franz-Xaver (Theater)
2001: Gamma Carlo (Musik)
2002: Stadler Adriana (Bild. Kunst)
2005: Püntener Vanessa (Bild. Kunst)
2010: Flückiger Adrian (Film)
2012: Muheim Benno (Musik/Theater)
2015: Bissig Nathalie (Bild. Kunst/Fotografie)
2016: Gisler Dave (Musik)
2017: Mario Schelbert (Musik)
2019: Lukas Traxel (Musik)

Sonderausstellungen im Danioth-Pavillon
2013: Annemarie Merz (Bild. Kunst)
2014: Marianne Kuster (Bild. Kunst)
2015: Lina Müller/Luca Schenardi (Bild. Kunst)
2016: Christoph Hirtler (Bild./visuelle Kunst)
2017: Thomy Dittli (Bild. Kunst)
2018: Konrad Abegg (Bild. Kunst)
2019: Adriana Stadler (Bild. Kunst)
2020: Andreas Wegmann (Bild. Kunst/Musik)

Zugehörige Objekte