Hauptinhalt
Regierungsrat verabschiedet Gefährdungs- und Risikoanalyse des Kantons Uri
Der Regierungsrat hat an seiner Sitzung vom 23. Juni 2026 die neue Gefährdungs- und Risikoanalyse des Kantons Uri zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Analyse bildet eine zentrale Grundlage für die strategische Ausrichtung des Bevölkerungsschutzes. Sie dient dazu, Risiken frühzeitig zu erkennen, Vorsorgemassnahmen gezielt weiterzuentwickeln und die Widerstandsfähigkeit des Kantons gegenüber Katastrophen und Notlagen zu stärken.
Die bisherige Gefährdungs- und Risikoanalyse des Kantons Uri stammt aus dem Jahr 2010. Aufgrund veränderter Naturgefahren, technischer Entwicklungen sowie neuer gesellschaftlicher und sicherheitspolitischer Herausforderungen wurde eine Aktualisierung notwendig.
Das neue Grundlagenpapier wurde unter der Federführung des zuständigen Amts für Bevölkerungsschutz und Militär und in enger Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Führungsstab (KFS) sowie weiteren Fachstellen erarbeitet. Ziel der Analyse war es, die für den Kanton Uri relevanten Gefährdungen systematisch zu identifizieren, deren Risiken zu bewerten und daraus Handlungsschwerpunkte für die zukünftige Vorsorgeplanung abzuleiten.
«Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell sich Risiken verändern können. Mit der neuen Gefährdungs- und Risikoanalyse verfügt Uri über ein aktuelles Instrument, um sich auf künftige Herausforderungen vorzubereiten und die Widerstandsfähigkeit des Kantons gezielt zu stärken», sagt Sicherheitsdirektorin Céline Huber.
Gefährdungen aus drei Bereichen
Die Untersuchung berücksichtigt Gefährdungen aus den Bereichen Natur, Technik und Gesellschaft. Dazu gehören unter anderem Naturereignisse wie Hochwasser, Trockenheit, Waldbrände, technische Ereignisse wie Stromausfälle oder Gefahrgutunfälle sowie gesellschaftliche Risiken wie Pandemien, Cyberangriffe oder ein möglicher Andrang von Schutzsuchenden. Die Risiken wurden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres potenziellen Schadensausmasses bewertet.
Vorsorge gezielt stärken
Die Analyse zeigt, dass insbesondere Epidemien und Pandemien, Erdbeben sowie militärische Konflikte ein besonders hohes Schadenspotenzial aufweisen. Gleichzeitig bestätigt die Analyse, dass der Bevölkerungsschutz des Kantons Uri insgesamt über eine solide Grundlage verfügt, um ausserordentliche Lagen zu bewältigen. In verschiedenen Bereichen wurden jedoch Optimierungsmöglichkeiten und weiterer Handlungsbedarf identifiziert.
Auf dieser Grundlage wird der Kanton die bestehenden Vorsorgeplanungen weiterentwickeln, die Zusammenarbeit zwischen den Partnerorganisationen stärken sowie die Führungs-, Kommunikations- und Versorgungsfähigkeit im Ereignisfall gezielt ausbauen. Zudem soll ein kontinuierliches Risikomanagement etabliert werden, damit die Gefährdungslage regelmässig überprüft und an neue Entwicklungen angepasst werden kann.
Mit der Verabschiedung der Gefährdungs- und Risikoanalyse verfügt der Kanton Uri über eine aktuelle und fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes. Die Erkenntnisse fliessen nun in die laufenden Planungs- und Vorsorgearbeiten ein.
Regierungsrat
Rückfragen von Medienschaffenden: Amtsvorsteher Urs Mock, Urs.Mock@ur.ch, +41 41 875 2351