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Kantonale Gesundheitskonferenz 2016
Vieles deutet darauf hin, dass es künftig eher weniger als mehr Fachpersonen im Gesundheitsbereich geben wird. Dadurch wird es für Spitäler, Pflegeheime und Spitex schwieriger gut qualifizierte Leute zu finden. Die dreizehnte Urner Gesundheitskonferenz widmet sich daher schwerpunktmässig dem Thema "drohender Fachkräftemangel in der Pflege".
Zum Einstieg wird Dr. Beat Sottas, Berater, Forscher und Publizist in den Bereichen Bildung im Gesundheitswesen und Gesundheitspolitik, ein Referat mit dem Titel "Zu wenig Pflegende oder zu grosszügiger Personalschlüssel?" halten. Er wird aufzeigen, dass die Pflege in der Schweiz im internationalen Vergleich heute eher komfortabel dotiert ist. Aber längerfristig zeichnet sich ein Rückgang an Gesundheitsfachpersonal ab. Die Zahl der pflegebedürftigen Personen und der Bedarf an Pflegeleistungen wird hingegen wegen Alterung, chronischen Krankheiten und Multimorbidität ansteigen. Es muss mit einem Personalmangel gerechnet werden. Personalknappheit - und nicht Geld - wird damit zu einem wesentlichen Treiber der künftigen Unternehmensentwicklung im Gesundheitsbereich.
In einem zweiten Referat wird Jonas Konrad, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule Nordwestschweiz, einerseits aufzeigen, welche Faktoren für die individuelle Laufbahnentwicklung von Fachpersonen in der Pflege relevant sind. Andererseits beinhaltet das Referat konkrete Empfehlungen für Vorgesetzte und Unternehmen im Gesundheitsbereich zum Personalerhalt. Durch zielgerichtete Massnahmen soll die Attraktivität der Arbeitgeber erhöht werden, um Fachpersonen länger im Betrieb oder Beruf zu halten.
Regierungsrätin Barbara Bär wird an der Gesundheitskonferenz zudem über die aktuellen Themen aus dem Urner Gesundheitswesen orientieren und Fragen aus dem Publikum beantworten. "Die Gesundheitskonferenz ist eine gute Gelegenheit, die kantonalen Akteure über laufende und geplante Projekte im Gesundheitsbereich zu informieren.", sagt Gesundheitsdirektorin Barbara Bär. In einem letzten Teil wird Patrik Zgraggen, Abteilungsleiter im Amt für Gesundheit, die nationalen und kantonalen Aktivitäten im Bereich des "Elektronischen Patientendossiers" erläutern.
Zusätzlich wird an der Gesundheitskonferenz 2016 der Urner Preis für Gesundheitsförderung verliehen. Für den diesjährigen Gesundheitsförderungspreis kommen als Preisträger Personen, Institutionen oder Firmen in Frage, die sich für die Erhaltung und Förderung der Gesundheit im Alter engagiert haben oder dies beabsichtigen.
Die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren und Berufsgruppen im Gesundheitswesen ist ein wichtiges Anliegen der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion. Um diesen Austausch zu fördern, veranstaltet die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion jährlich eine kantonale Gesundheitskonferenz. Die Gesundheitskonferenz richtet sich aber nicht nur an die Behörden und an medizinische Leistungserbringer, sondern an die ganze Bevölkerung. Alle interessierten Personen sind daher eingeladen, an der Gesundheitskonferenz teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Gesundheitskonferenz findet wiederum im Pfarreizentrum in Erstfeld statt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldeunterlagen können im Internet (www.ur.ch/afg - Dienste - Gesundheitskonferenz) abgerufen oder beim Sekretariat der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion (Tel. 041 875 21 51, Mail ds.gsud@ur.ch) bestellt werden.
Medienauskünfte erteilt:
Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion
Roland Hartmann, Generalsekretär
Telefon 041 875 21 51
E-Mail roland.hartmann@ur.ch
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| Foto Dr. Beat Sottas (JPG, 3.29 MB) | Download | 1 | Foto Dr. Beat Sottas |
| Name | Telefon | Kontakt |
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| Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion | +41 41 875 2430 | ds.gsud@ur.ch |