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Übertragbare Krankheiten

Grippe

«Gemeinsam gegen Grippe» - Mit diesem Slogan lanciert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) jeweils im Herbst die nationale Kampagne zur Prävention der saisonalen Gruppe. Wer soll sich gegen die Gripp…

«Gemeinsam gegen Grippe» - Mit diesem Slogan lanciert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) jeweils im Herbst die nationale Kampagne zur Prävention der saisonalen Gruppe.

Wer soll sich gegen die Grippe impfen lassen?

Personen ab 65 Jahren, Schwangere ab dem 2. Trimenon und Personen mit chronischen Erkrankungen, bei welchen eine Grippeerkrankung gehäuft zu Komplikatonen führt, sind nicht die einzigen, für welche die jährliche Grippeimpfung empfohlen ist. Sie ist auch für Personen mit regelmässigem Kontakt zu Risikopersonen sinnvoll, und schliesslich kann die Grippeimpfung von all jenen in Beracht gezogen werden, die ihr Risiko für eine Grippeerkrankung aus privaten oder beruflichen Gründen vermindern möchten. Der optimale Zeitpunkt für die Impfung liegt zwischen Mitte Oktober und Mitte November.

Weitere Informationen

Die Seite www.impfengegengrippe.ch enthält zahlreiche nützliche Informationen und Dokumente. Mit dem Grippe-Impf-Check können Sie auf einfache Weise feststellen, ob Sie zu denjenigen Personen gehören, die sich gegen die Grippe impfen lassen sollen.

Impfungen

Gegen eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten gibt es einen wirksamen und sicheren Schutz durch Impfungen. Der Kanton Uri richtet sich nach dem Schweizerischen Impfplan, der regelmässig von Experte…

Gegen eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten gibt es einen wirksamen und sicheren Schutz durch Impfungen. Der Kanton Uri richtet sich nach dem Schweizerischen Impfplan, der regelmässig von Experten überprüft und an die aktuelle Lage angepasst wird.

 

Empfohlene Basisimpfungen gemäss Schweizer Impfplan:

- Diphtherie, Tetanus (Starrkrampf), Pertussis (Keuchhusten) DTP-Impfung 
- Haemophilus influenzae Typ b Hib-Impfung
- Poliomyelitis (Kinderlähmung) IPV-Impfung
- Masern, Mumps, Röteln MMR-Impfung
- Hepatitis B HBV-Impfung
- Varizellen (Windpocken) VZV-Impfung
- Humane Papillomaviren (Gebärmutterhalskrebs, HPV) HPV-Impfung
- Influenza (Grippe) Grippe-Impfung         

 

Empfohlene ergänzende Impfungen gemäss Schweizer Impfplan:

- Pneumokokken (z. B. Hirnhautentzündung) PCV-Impfung          
- Meningokokken der Gruppe C (z. B. Blutvergiftung, Hirnhautentzündung) MCV-C-Impfung              

Die Urner Hausärztinnen und Hausärzte, Kinderärztinnen und Kinderärzte sowie die Gynäkologinnen und Gynäkologen können über Impfungen informieren und diese auch durchführen. Ergänzend zu den Möglichkeiten einer Impfung in der Arztpraxis können Impfungen auch im Rahmen der schulärztlichen Untersuchungen durchgeführt werden (im Kindergarten, in der 4. Klasse und der 2. Oberstufe). Nähere Informationen zu den Schulimpfungen finden sie beim Schulmedizinischen Dienst.

 

Zecken

Bei den von Zecken übertragenen Infektionskrankheiten sind in der Schweiz vor allem Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) von Bedeutung. Seltener sind Krankheiten wie die Anaplasmose, Rickettsiose, Babesiose, Neoehrlichiose oder die Tularämie. Eine Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich. Hingegen steht eine gut wirksame Impfung zur Verfügung.

Grosse Teile des Kantons Uri gelten als Risikogebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und auch für die Borreliose.

Alle erwachsenen Personen sowie Kinder ab sechs Jahren, die in Risikogebieten wohnen oder sich dort zeitweise aufhalten, sollten sich gegen FSME impfen lassen. Weitere Informationen zu zeckenübertragenen Krankheiten finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

 

Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) und Impfmonitoring

Im Januar 2017 verabschiedete der Bundesrat die Nationale Strategie zu Impfungen (NSI), deren übergeordnetes Ziel es ist, den Impfschutz der Bevölkerung zu optimieren. Ein Aktionsplan beschreibt die für die Umsetzung der Strategie wesentlichen Elemente für den Zeitraum bis zur Zwischenevaluation 2023. Er soll allen involvierten Akteuren als Orientierungshilfe für die erfolgreiche Umsetzung der NSI dienen. Zudem erhält der Aktionsplan Eckpunkte für die weiteren Umsetzungsschritte betreffend Organisation, Ressourcen und Evaluation.

Auch ein regelmässiges Impfmonitoring in den Kantonen ist Teil des Aktionsplans. Dazu wird in Uri alle drei Jahre eine Erhebung durchgeführt. Dabei werden die Eltern von rund 600 zufällig ausgewählten Kinder in drei verschiedenen Altersklassen kontaktiert und gebeten, den Impfausweis des Kindes einzusenden, damit die Imfpdaten und die Anzahl der Impfdosen erhoben werden können. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit und dem Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich durchgeführt. Selbstverständlich ist die Teilnahme an der Erhebung freiwillig und die datenschutzrechtlichen Auflagen sind sichergestellt.

 

Übertragbare Krankheiten

Weitere Informationen zu übertragbaren Krankheiten finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

 

 

Pandemische Grippe

Bei der Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten des Menschen sind die Zuständigkeiten zwischen Bund und Kantonen klar definiert. Die gesetzliche Grundlage bildet das Bundesgesetz über die Bekämpfung …

Bei der Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten des Menschen sind die Zuständigkeiten zwischen Bund und Kantonen klar definiert. Die gesetzliche Grundlage bildet das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz; SR 818.101). Es weist dem Bund Aufgaben in folgenden Bereichen zu:

  • der Koordination;
  • der Herausgabe von Richtlinien und Empfehlungen;
  • der epidemiologischen Erfassung des Geschehens;
  • der Information der Bevölkerung.


Im Hinblick auf eine drohende Grippepandemie hat der Bund einen nationalen Pandemieplan ausgearbeitet, der den Kantonen als Basisdokument dient. Entsprechend der Regelung durch des Epidemiengesetz, das den Kantonen in erster Linie Vollzugsaufgaben zuweist, nimmt der Kanton Uri den nationalen Pandemieplan für den Vollzug entgegen. Das Amt für Gesundheit hat in Zusammenarbeit mit dem Kantonsarzt, der Kantonsapothekerin und weiteren Fachpersonen einen kantonalen Influenza Pandemieplan erarbeitet. Damit werden die folgenden Ziele verfolgt:

  • Konkretisierung der Empfehlungen aus dem nationalen Pandemieplan auf kantonaler Ebene;
  • Integration der Empfehlungen in die bestehenden kantonalen Strukturen mit dem Ziel einer Kongruenzschaffung;
  • Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens und weiterer lebenswichtigen Bereiche des öffentlichen Lebens in einer Pandemiesituation.


Die Umsetzung der Empfehlungen des Bundes erfolgt in erster Linie mit einem Massnahmenplan für den Kanton Uri. Dieser bildet eine standardisierte Basis, die flexibel der aktuellen Bedrohung anzupassen ist und den beteiligten Partnern eine ausreichende Handlungsfreiheit gewähren soll. Für die aufgelisteten Vorbereitungs- und Bekämpfungsmassnahmen wird die jeweils federführende Stelle auf kantonaler Ebene bezeichnet. Berücksichtigt wird dabei nicht die hierarchische Ordnung oder die zeitliche Abfolge, sondern vielmehr die unmittelbare Zuständigkeit für das Prüfen, ob und allenfalls wie die Massnahme umzusetzen sei. Diesfalls hat die federführende Stelle im Einzelfall auch zu prüfen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind und wer für das Anordnen einer Massnahme zuständig ist. Der Influenza Pandemieplan für den Kanton Uri bleibt eine Planungsgrundlage, die regelmässig zu überprüfen und anzupassen ist.

Handbuch für die betriebliche Vorbereitung

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für Pandemievorbereitung und -bewältigung (EKP) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ein «Handbuch für die betriebliche Vorbereitung» erarbeitet. Es soll Unternehmen sowie Verwaltungen als Arbeitsgrundlage dienen, um ihre Situation zu erfassen und geeignete Vorbereitungen zu treffen.

Zwei Ziele stehen im Vordergrund: die betriebliche Infrastruktur aufrechterhalten, damit die essentiellen Geschäftsprozesse gewährleistet bleiben sowie das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz minimieren (durch organisatorische und materielle Planung).

Das Handuch und die Hilfstabellen finden Sie auf der Homepage des BAG >>