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Schutz vor Lärm

Schutz vor Lärm

Das Amt für Umweltschutz setzt sich dafür ein, dass die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Uri vor schädlichem und lästigem Lärmgeschützt sind. Es setzt sich dafür ein, dass Lärmquellen saniert werden und neue Bauten dem Lärmschutz rechnung tragen. Es vollzieht auch die Schall- und Laserverordnung mit dem Ziel, das Publikum von Veranstaltungen und Konzerten zu schützen.


Bei Fragen steht Ihnen Roman Gisler, Abteilung Immissionsschutz, gerne zur Verfügung.

Lärmschutz

Wir schützen die Bevölkerung vor zu viel Lärm Unsere Fachstelle Immissionsschutz nimmt sich der Lärmprobleme der Bevölkerung an. Leitfaden ist dabei die Lärmschutz-Verordnung des Bunds. Für den Kanto…
Wir schützen die Bevölkerung vor zu viel Lärm
Unsere Fachstelle Immissionsschutz nimmt sich der Lärmprobleme der Bevölkerung an. Leitfaden ist dabei die Lärmschutz-Verordnung des Bunds. Für den Kanton Uri heisst das unter anderem, dass dem Lärmschutz bei Bauvorhaben und Einzonungen von neuen Bauzonen frühzeitig Rechnung getragen werden muss.

Für Bauherren und Privatpersonen haben wir zur Information folgende Merkblätter zusammengestellt, die einen Überblick über die gesetzlichen Anforderungen geben:
Den Gemeinden, Baukommissionen und Planungsbüros steht zudem eine interkantonale Wegleitung zur Verfügung, die detailliert das Vorgehen bei Einzonungen und Erschliessungen im lärmbelasteten Gebiet aufzeigt.

Was ist Industrie- und Gewerbelärm?
Der Lärm von grossen Industriebetrieben und auch kleineren Handwerksbetrieben gilt als Industrie- und Gewerbelärm. Darin eingeschlossen ist auch der Lärm von Einzelanlagen oder Teilanlagen (z. B. Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen von Einfamilienhäusern). Neben dem Lärm, der beim Produktions- bzw. Herstellungsprozess entsteht, zählen auch der Lärm des Verkehrs auf dem Betriebs- oder Werksgelände oder der Lärm des Güterumschlags zum Industrie- und Gewerbelärm.

Zum Industrie- und Gewerbelärm gehört auch der Lärm von:
  • Parkhäusern und grösseren Parkplätzen ausserhalb von Strassen
  • Anlagen der Landwirtschaft
  • Energie-, Entsorgungs- und Förderanlagen, Luft- und Standseilbahnen, Skiliften sowie Motorsportanlagen, die regelmässig über eine längere Zeitdauer betrieben werden.
Umbauten, Erweiterungen oder Umnutzungen von Industrie- und Gewerbeanlagen
Wenn zu erwarten ist, dass die Lärmgrenzwerte überschritten werden, ist die Gemeinde bzw. der Kanton verpflichtet, ein Lärmgutachten anzuordnen.

Neubauten von Industrie- und Gewerbeanlagen
Bei Neubauten wird die zu erwartende Lärmbelastung im Rahmen der erforderlichen Bewilligung (Baubewilligung, UVP-pflichtige Bauvorhaben) überprüft.

Verbindliche Grenzwerte Als Privatperson haben Sie das Anrecht auf angemessenen Schutz vor Lärm. In der Lärmschutzverordnung sind drei Typen von Grenzwerten definiert. Mit den Empfindlichkeitsstufen (ES) und den Belastungsgrenzwerten wird ein verbindlicher Massstab geschaffen. Die Grenzwerte sind für Tag und Nacht festgelegt.
EmpfindlichkeitsstufePlanungswertImmissionsgrenzwertAlarmwert   
 Tag    Nacht  TagNachtTag       Nacht 
ES I: Erholungszonen50 dB40 dB55 dB45 dB65 dB60 dB
ES II: Reine Wohnzone55 dB45 dB60 dB50 dB70 dB65 dB
ES III: Mischzone, Gewerbezone, Landwirtschaftszone60 dB50 dB65 dB55 dB70 dB65 dB
ES IV: Industriezone65 dB55 dB70 dB60 dB75 dB70 dB

Der Planungswert gilt für neue Lärmquellen und Einzonungen, beispielsweise beim Bau der West-Ost-Verbindungsstrasse. Der Immissionsgrenzwert legt die Limite für Bauvorhaben und Sanierungen fest. Wird der Alarmwert überschritten, ist eine Sanierung mit Lärmschutzmassnahmen dringend angezeigt.

Das Amt für Umweltschutz begleitet regelmässig Lärmmessungen im ganzen Kanton und setzt die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Bevölkerung konsequent um.

Schall und Laser

Übermässige Schalleinwirkungen und Laserstrahlen bei Konzerten und Veranstaltungen können beim Publikum zu gesundheitlichen Schäden führen. Die Schall- und Laserverordnung soll mit entsprechenden Gren…
Übermässige Schalleinwirkungen und Laserstrahlen bei Konzerten und Veranstaltungen können beim Publikum zu gesundheitlichen Schäden führen. Die Schall- und Laserverordnung soll mit entsprechenden Grenzwerten und Massnahmen das Publikum vor solchen Gefahren schützen.
Meldepflicht: Veranstaltungen müssen beim Amt für Umweltschutz spätestens 14 Tage im Voraus gemeldet werden, wenn

  • der über 60 Minuten gemittelte Schallpegel 93 dB(A) übersteigt (Meldeformular Schall)
  • eine Laseranlage der Klasse 1M, 2M, 3R, 3B oder 4 betrieben wird (Meldeformular Laser)
Kontrollen: Das Amt für Umweltschutz oder beauftragte Firmen führen stichprobenweise Kontrollen durch. Werden Übertretungen festgestellt, erfolgt eine Anzeige gegen die Veranstalter.
Für Einzelveranstaltungen kann ein Lärmmessgerät beim Amt für Umweltschutz für Fr. 20.- ausgeliehen werden.
Einen Vorschlag für einen Vertragszusatz zwischen Veranstalter und DJs, Musikband, Musikorganisator etc., der Verantwortlichkeiten auf Seiten des Veranstalters regelt, kann auf dieser Seite heruntergeladen werden.
Weiterführende Informationen zu Schall und Laser stehen direkt beim Bundesamt für Gesundheit zur Verfügung.
Poster Schall und Laser