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Weitere Umweltthemen

Weitere Umweltthemen

Neben dem Schutz von Wasser, Luft und Boden setzt sich das Amt für Umweltschutz auch noch für etliche weitere Themen ein, damit Uri ein lebenswerter Kanton mit einer gesunden Umwelt bleibt.

Abfälle

Das Amt für Umweltschutz (AfU) erstellt die kantonale Abfallplanung und aktualisiert diese fortlaufend. Für die Abfallstatistik des Bundesamts für Umwelt (BAFU) erfasst das AfU jährlich die anfallende…
Das Amt für Umweltschutz (AfU) erstellt die kantonale Abfallplanung und aktualisiert diese fortlaufend. Für die Abfallstatistik des Bundesamts für Umwelt (BAFU) erfasst das AfU jährlich die anfallenden und entsorgten Abfallmengen im Kanton. Weiter beurteilt, bewilligt und kontrolliert das AfU alle Abfallanlagen im Kanton. Generell hat das AfU die Aufsicht über den Themenbereich Abfall im Kanton.

Siedlungsabfälle
Siedlungsabfälle sind Abfälle aus Haushalten sowie Abfälle aus Unternehmen mit vergleichbarer Zusammensetzung betreffend Inhaltsstoffe und Mengenverhältnisse. Im Kanton Uri werden kann der Siedlungsabfall in drei Fraktionen aufgeteilt werden: Kehricht, Wertstoffe (Glas, Altpapier, Karton etc.) und Grünabfälle. Die Entsorgung der Siedlungsabfälle ist Aufgabe der Gemeinden. Im Kanton Uri haben sich diese zur zentralen Organisation für Abfallbewirtschaftung (ZAKU AG) zusammengeschlossen.

Kehricht
Die ZAKU AG organisiert die wöchentliche Kehrichtsammlung, Der Kehricht aus dem Kanton Uri wird in der Kehrrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen verbrannt.

Wertstoffe
Die ZAKU AG stellt den Gemeinden Sammelcontainer für Glas, Alu- und Weissblech sowie Altöl und Batterien zur Verfügung. Auch private Anbieter von Sammelstellen können diese Wertstoffe annehmen.

Grünabfälle
Die ZAKU AG sorgt dafür, dass im ganzen Kanton Garten-, Speise- und Küchenabfälle eingesammelt und entsorgt werden.

Bauabfälle
Bei Neubau-, Umbau- oder Rückbauarbeiten fallen Bauabfälle an. Bei Bauarbeiten bei denen voraussichtlich mehr als 200 m3 Bauabfälle anfallen oder Bauabfälle mit umwelt- oder gesundheitsgefährdenden Stoffen wie polychlorierte Biphenyle (PCB), polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Blei oder Asbest zu erwarten sind, muss die Bauherrschaft der Baubewilligungs Behörde ein Entsorgungskonzept einegereicht werden. Das Entsorgungskonzept ist unter diesem Link abrufbar https://www.abfall.ch/info/publikationen.

Klima

Der Klimawandel ist eine wissenschaftlich belegte Tatsache und auch im Kanton Uri eindeutig nachweisbar. Der Klimawandel und dessen Folgen haben komplexe Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und die Wirtsc…
Der Klimawandel ist eine wissenschaftlich belegte Tatsache und auch im Kanton Uri eindeutig nachweisbar. Der Klimawandel und dessen Folgen haben komplexe Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und die Wirtschaft. Das Amt für Umweltschutz verfolgt für Uri eine klare Klimastrategie. Im Alpenraum macht sich der Klimawandel durch den Anstieg der Temperaturen, die Änderungen der Niederschlagsregime und die Zunahme von Extremereignissen bemerkbar. Die Verminderung (Reduktion des CO2 Ausstoss) des Klimawandels wird im internationalen Kontext vollzogen. Im Kanton Uri steht die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit dem Bund werden diesbezüglich Massnahmen erarbeitet.

Lichtschutz

Lichtschutz Unter Lichtverschmutzung versteht man die künstliche und ungewollte Aufhellung der Umgebung und des Nachthimmels mit schädlichen oder lästigen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. In den l…
Lichtschutz Unter Lichtverschmutzung versteht man die künstliche und ungewollte Aufhellung der Umgebung und des Nachthimmels mit schädlichen oder lästigen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. In den letzten Jahrzehnten hat die nächtliche Beleuchtung von Aussenräumen stark zugenommen und auch in Zukunft werden Projekte realisiert bei denen eine Aussenbeleuchtung eingesetzt wird. Das Amt für Umweltschutz setzt sich für den sinnvollen, zweckmässigen und angepassten Einsatz von Beleuchtungen im Aussenraum ein. Dabei prüfen wir Baugesuche, Leuchtreklamen, Strassen- und Platzbeleuchtungen usw. auf die Aspekte des Lichtschutzes. Weiter betreibt das Amt für Umweltschutz ein einfaches Licht-Monitoring im Raum Andermatt um die Entwicklung der Lichtsituation und der Lichtverschmutzung über die Zeit zu beobachten. Lichtverschmutzung verhindern Lichtverschmutzung lässt sich mit geeigneten Massnahmen grösstenteils verhindern. In der Planungsphase ist dies meist ohne Zusatzkosten möglich. Mit einfachen Mitteln und zweckmässigen Beleuchtungen kann man der unerwünschten Erhellung der Umgebung und des Nachthimmels entgegenwirken. Zudem lassen sich damit Strom und Kosten sparen. Die Zentralschweizer Umweltfachstellen habe dazu ein Merkblatt erarbeitet, das den Gemeindebehörden und Bauherrschaften als Information dient. Grundsätze LichtschutzBei der Projektierung einer Beleuchtungseinrichtung sollen die folgenden fünf Fragen kritisch geprüft und beantwortet werden: - Notwendigkeit: Macht hier eine Beleuchtung Sinn? - Abschirmung: Wird wirklich nur das gewünschte Objekt beleuchtet? - Richtung von oben nach unten: Strahlt kein Licht direkt über die Horizontale? - Beleuchtungsstärke und Art des Lichts: Welches und wie viel Licht/Helligkeit ist notwendig? - Zeitliche Begrenzung: Wann und wie lange muss das Licht brennen?

Neobiota

Neobiota Die grosse Mobilität der Menschen hat den Austausch von Tier- und Pflanzenarten zwischen den Kontinenten beschleunigt. Pflanzen, die erst in der Neuzeit zu uns eingewandert sind, nennt man…
Neobiota

Die grosse Mobilität der Menschen hat den Austausch von Tier- und Pflanzenarten zwischen den Kontinenten beschleunigt. Pflanzen, die erst in der Neuzeit zu uns eingewandert sind, nennt man Neophyten ("Neue Pflanzen"). Das Pendant in der Tierwelt sind die Neozoen. Die meisten dieser Arten verschwinden wieder oder fügen sich problemlos in unsere Tier- und Pflanzenwelt ein. Einige vermehren sich jedoch stark, setzen sich hartnäckig durch und beginnen zu wuchern. Sie werden invasiv und so zum Problem.

Invasive Neobiota verdrängen die einheimische Flora und Fauna, sie gefährden die Gesundheit, destabilisieren und schädigen Bauten, führen zu Ertragsausfällen in der Land- und Forstwirtschaft und beeinträchtigen naturnahe Lebensräume.
Die Freisetzungsverordnung definiert die gefährlichsten invasiven, gebietsfremden Problemarten. Zu ihnen zählen bei den Pflanzen die Ambrosia, der Japanische Knöterich, der Riesen-Bärenklau, das Drüsige-Springkraut und die Goldrute. Bei den Tieren sind dies der Asiatische Marienkäfer, die Rotwangen-Schmuckschildkröte und der Amerikanische Ochsenfrosch. Diese Arten dürfen weder eingeführt noch verkauft, verschenkt, transportiert, vermehrt, angepflanzt oder gepflegt werden. Die Bekämpfung ist erlaubt. Bei der Ambrosia besteht eine Meldepflicht, da es sich um eine stark allergene Pflanze handelt.

Die Schweizerische Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen (SKEW) hat eine schwarze Liste erstellt, die weitere potentiell schädliche Pflanzenarten auflistet. Das Amt für Umweltschutz koordiniert den Umgang mit Neobiota im Kanton Uri und nimmt Fundmeldungen entgegen. Der Informationsflyer "Der richtige Umgang mit exotischen Problempflanzen" klärt sie über die wichtigsten Problempflanzen auf. Weitere Informationen finden Sie unter den angegebenen Links. Mittels dem "Meldeblatt für Problempflanzen" können Sie uns über einen Bestand von invasiven Neophyten informieren.

Nichtionisierende Strahlung NIS / Elektrosmog

Nichtionisierende Strahlung / Elektrosmog Die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung soll die Bevölkerung vor Elektrosmog schützen. Sie begrenzt die nichtionisierende Strahlung v…
Nichtionisierende Strahlung / Elektrosmog
Die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung soll die Bevölkerung vor Elektrosmog schützen. Sie begrenzt die nichtionisierende Strahlung von ortsfesten Anlagen wie Mobilfunksendern oder Hochspannungsleitungen. Das Amt für Umweltschutz prüft bei Baugesuchen und bei Abnahmemessungen die Einhaltung der Vorgaben der Verordnung. Dabei werden insbesondere die Einhaltung der geltenden Grenzwerte geprüft.



Hohes Schutzniveau
Zum Schutz der Bevölkerung hat der Bundesrat Grenzwerte für Mobilfunkanlagen erlassen. Diese sind für Wohnräume im Vergleich zu den Immissionsgrenzwerten der Weltgesundheitsorganisation und der EU um Faktor 10 strenger. Damit besitzt die Schweiz ein hohes Schutzniveau.



Um die Einhaltung der Grenzwerte sicherzustellen, werden Mobilfunkanlagen im Baubewilligungsverfahren geprüft. Gegebenenfalls muss der Mobilfunkanbieter dabei eine Abnahmemessung vornehmen. Danach müssen Mobilfunkbetreiber ihre Anlagen permanent überwachen und Abweichungen den kantonalen Fachstellen mitteilen.



Stichprobenkontrollen
Das Amt für Umweltschutz führt regelmässig Stichproben bei Mobilfunk-Anlagen durch. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die kontrollierten Anlagen in einem guten Zustand befinden und keine gravierenden Mängel aufweisen, die zu einer Überschreitung der Grenzwerte führen könnten. Das Amt für Umweltschutz zieht damit eine positive Bilanz bei der Einhaltung der Vorgaben für Mobilfunkanlagen im Kanton Uri.


Die Zentralschweizer Kantone haben gemeinsam das Projekt e-smogmessung.ch lanciert. Es gibt Auskunft über die Belastungssituation in der Zentralschweiz und bietet Hintergrundinformationen zum Thema.

Radon

Das Amt für Umweltschutz führt Messungen auf Radon im Kanton Uri durch und berät die Bevölkerung bei Fragen zu Radon. Im Rahmen von Baubewilligungen unterstützt es die Bauherren bzw. deren Architekten…
Das Amt für Umweltschutz führt Messungen auf Radon im Kanton Uri durch und berät die Bevölkerung bei Fragen zu Radon. Im Rahmen von Baubewilligungen unterstützt es die Bauherren bzw. deren Architekten mit dem Ziel, dass Neubauten radondicht erstellt werden.

Was ist Radon?

Radon ist ein radioaktives Gas, das man nicht sieht und nicht fühlt. Das in verschiedenen Gesteinen eingebundene Uran (238U) zerfällt; so entstehen weitere Radionuklide, darunter auch das Edelgas Radon (222Rn). Durch Spalten und Risse im Boden gelangt es an die Oberfläche. In der bodennahen Atmosphäre wird Radon rasch verdünnt.

Wie gelangt Radon in die Häuser?
Radon dringt aus dem Untergrund über Naturkeller, nicht einwandfrei abgedichtete Kabel- und Rohrdurchführungen oder Haarrisse im Betonboden in die Häuser ein. Die Radonkonzentration ist üblicherweise in bodenberührenden Räumen (Keller und nicht unterkellerte Räume) am grössten und nimmt dann von Stockwerk zu Stockwerk ab.

Radon kann Lungenkrebs auslösen
Eine hohe Radonbelastung in bewohnten Räumen kann zu Lungenkrebs führen. Sowohl bei Rauchern wie auch bei Nichtrauchern wird durch eine hohe Radonbelastung das Krebsrisiko verdoppelt. Bei Rauchern mit ihrer hohen Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, ist eine Verdoppelung dieser Wahrscheinlichkeit fatal. Das Bundesamt für Gesundheit hat hochgerechnet, dass pro Jahr etwa 250 Personen an Lungenkrebs, der vom Radon her stammt, sterben. Von diesen 250 Betroffenen dürften gemäss unserer Berechnung etwa 90% Raucher sein.

Was kann man dagegen tun?
Man kann verhindern, dass das Radon in die Häuser gelangt. Man kann es auch wieder nach Aussen abgeben. Weiter kann man verhindern, dass Radon im Haus in jene Stockwerke aufsteigt, die bewohnt sind, zum Beispiel durch die Isolation von Türen.
Sämtliche Luftreiniger, Ionisatoren etc. können zwar die Staubteilchen reduzieren, führen aber nicht zu einer geringeren Radonbelastung in der Lunge.
Neubauten
Bei Neu- und Umbauten darf die Radonbelastung den Referenzwert von 300 Bq/m3 nicht überschreiten. Das Eindringen von Radon in Wohnräume kann mit einer durchgehenden, dichten Bodenplatte und durch dichte Leitungsdurchführungen zwischen Erdreich und Gebäude einerseits und zwischen Keller und darüber liegendem Wohnbereich andererseits gemindert werden. Bei erdberührenden Wohn- und Aufenthaltsräumen sowie bei Naturkellern wird der Einbau einer Unterboden-Entlüftung empfohlen. Weiter empfiehlt es sich, bei Neubau- oder Bausanierungsvorhaben eine Radon-Fachperson für die Planung und Umsetzung beizuziehen. Architekten finden erste Informationen auch in der SIA-Norm 180.
Weitere Informationen: www.ch-radon.ch oder auf dieser Seite unter «Dokumente».

Anstehender Hauskauf?
Grundsätzlich ist das Radonrisiko im Mittelland klein, im Voralpengebiet variabel und im Alpengebiet und im Jura fallweise hoch. Im Kanton Uri liegt die Radonbelastung im Urner Oberland (Gurtnellen, Wassen, Göschenen) tendenziell höher als im Urner Unterland und im Urserental. Aus einer statistischen Verteilung lässt sich aber nie eine Vorhersage des Risikos an einem bestimmten Standort ableiten. Zudem hängt die Belastung im Gebäude nicht nur vom Untergrund, sondern auch von der Bauweise (besonders: Dichtigkeit der Bodenplatte) ab. Auch energetische Sanierungen haben einen Einfluss auf die Radonwerte im Gebäude: Wird das Gebäude lediglich oben abgedichtet (z.B. Einbau von besser isolierenden Fenstern), so kann sich Radon besser in den Räumen ansammeln; die Werte können so steigen.

Wieso sind Messungen notwendig?
Jedes Haus hat eine andere Radonbelastung als das Nachbarhaus. Deshalb geben einzig Messungen über die Radon-Belastung in einem spezifischen Gebäude Aufschluss. Eine orientierende Messung dauert mindestens 2 - 3 Monate und wird in der Regel im Winter durchgeführt. Liegen hier die Werte im untersten bewohnten Raum unter dem Referenzwert von 300 Bq/m3, so ist alles in Ordnung. Liegt die Belastung allerdings darüber, sollte man mit Vorteil eine Messung über 12 Monate durchführen. Aus diesem Grund raten wir grundsätzlich nur noch zu Messungen während 12 Monaten. Zur Messung stellen Sie ein Dosimeter auf, das etwa so gross ist wie eine Rolle Tesafilm. . Dosimeter können Sie bei Radonmessstellen beziehen. Mehr Informationen zu Messungen und zur Aufstellung der Dosimeter finden Sie unter «Dokumente». Von Messungen unbebauter Parzellen raten wir ab. Kostengünstiger ist es, Messungen in Nachbargebäuden durchzuführen, um grobe Hinweise auf den Baugrund zu erhalten.

Weitere Auskünfte
  • Bundesamt für Gesundheit, 3003 Bern, Tel. 031 324 68 80, Thema Radon

Sonderabfälle / VeVA

Das Amt für Umweltschutz (AfU) erteilt die Bewilligung zur Annahme von Sonderabfällen [S], anderen kontrollpflichtigen Abfällen [ak] und anderen kontrollpflichtigen Abfällen mit Begleitscheinpflicht […
Das Amt für Umweltschutz (AfU) erteilt die Bewilligung zur Annahme von Sonderabfällen [S], anderen kontrollpflichtigen Abfällen [ak] und anderen kontrollpflichtigen Abfällen mit Begleitscheinpflicht [akb]. Das AfU hat die Aufsicht über alle Entsorgungsbetriebe. Das AfU unterstützt die Abgeberbetriebe und Entsorgungsunternehmen bei Fragen zur VeVA Online Datenbank. Das AfU managet die VeVA Online Datenbank im Auftrag vom Bundesamt für Umwelt (BAFU).


Was sind Sonderabfälle und andere kontrollpflichtige Abfälle?
Der Umgang mit Sonderabfällen,anderen kontrollpflichtigen Abfällen und anderen kontrollpflichtigen Abfällen mit Begleitscheinpflicht sind in der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA; SR 814.610) geregelt. Sonderabfälle und andere kontrollpflichtige Abfälle sind in der Verordnung des UVEK über Listen zum Verkehr mit Abfällen (SR 814.610.1) definiert. Aufgrund ihrer Eigenschaften dürfen Sonderabfälle und andere kontrollpflichtige Abfälle nicht mit dem normalen Hauskehricht entsorgt werden und müssen einer besonderen Behandlung zugeführt werden.

Zu den Sonderabfällen gehören unter anderem: Lösungsmittel, Säuren, Laugen, Farben, Chemikalien wie Herbizide, Fungizide oder Insektizide, Quecksilberthermometer, Altmedikamente, problematische Holzabfälle, Eisenbahnschwellen usw.
Zu den anderen kontrollpflichtigen Abfällen zählen unter anderem: Altreifen, Altkabel, Altfahrzeuge, Elektroschrott, Altholz usw.

Wie ist vorzugehen?
Der Abgeber ist frei, seine Sonderabfälle einem Entsorgungsunternehmen seiner Wahl in der ganzen Schweiz zu übergeben. Für den Transport ist ein Begleitscheinverfahren anzuwenden. Auf veva-online.ch erfahren Sie mehr darüber. Für den elektronischen Online-Begleitschein muss der Abgeber über einen Zugang zur veva-online.ch verfügen. Dieser kann beim AfU beantragt werden. Antrag zur Erteilung einer Betriebsnummer

Begleitschein
Für jede Übergabe muss pro Abfallcode ein Begleitschein ausgefüllt und auf dem Transport mitgeführt werden. Der Begleitschein ist sowohl in elektronischer Form als auch in Papierform verfügbar. Beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) kann der Begleitschein in Papierform (Fr. 0.70 inkl. MwSt, exkl. Versandkosten) online bestellt werden. Unter veva-online.ch kann der elektronische Begleitschein (Fr. 0.40 MwSt-frei) direkt erstellt werden.

Welche Betriebe im Kanton Uri dürfen Sonderabfälle entgegennehmen?
Im Kanton Uri sind diverse Entsorgungsunternehmen berechtigt, Sonderabfälle und andere kontrollpflichtige Abfälle gewerblich entgegenzunehmen.

Sonderabfälle aus Haushalten
Sonderabfälle aus Haushaltungen können im Einkaufszentrum Urnertor (Migros) in Bürglen sowie in allen Drogerien und Apotheken abgegeben werden. Eine zentrale Sammelstelle wird bei der ZAKU in Attinghausen betrieben.

Störfallvorsorge

Störfallvorsorge Grundsätze der Störfallverordnung  Die Störfallverordnung (StFV; SR 814.012) erfasst Betriebe und Verkehrswege, die ein gewisses Gefahrenpotenzial aufweisen. Sie verpflichtet die…
Störfallvorsorge

Grundsätze der Störfallverordnung 
Die Störfallverordnung (StFV; SR 814.012) erfasst Betriebe und Verkehrswege, die ein gewisses Gefahrenpotenzial aufweisen. Sie verpflichtet die Inhaber, die nötigen Sicherheitsmassnahmen zu treffen, um das Risiko zu vermindern. Diese Massnahmen müssen insbesondere dem Stand der Sicherheitstechnik entsprechen. Die Verordnung verpflichtet zudem die Vollzugsbehörden in den Kantonen und beim Bund, die Eigenverantwortung der Inhaber zu kontrollieren und die Tragbarkeit der Risiken zu prüfen.

Auftrag des Amts für Umweltschutz

  • Kantonale Fachstelle für den Vollzug der Störfallverordnung
  • Beurteilung von Risiken von stationären Anlagen und Verkehrswegen sowie Verfügung von Risikoermittlungen und Sicherheitsmassnahmen
  • Überprüfung / Erarbeitung von Einsatzplänen stationärer Betriebe sowie von Strasse und Schiene
 
Weitere Informationen zum Thema Störfallvorsorge finden Sie auf der Webeite des Bundes oder hier in den Unterkapiteln "Stationäre Betriebe" bzw. "Verkehrswege".

Stationäre Betriebe

Unter stationären Betrieben werden Betriebe verstanden, die an ein Betriebsareal gebunden sind.


Betriebe, die über gefährliche Stoffe verfügen, müssen abklären, ob deren maximale Lagermengen den jeweiligen Schwellenwert ("Mengenschwelle") überschreiten. Ist dies der Fall, untersteht dieser Betrieb der Störfallverordnung. Somit ist er verpflichtet, alle Massnahmen zur Verminderung des Risikos, die gemäss dem Stand der Sicherheitstechnik verfügbar sind, zu treffen, soweit sie wirtschaftlich tragbar sind.
Den Link zur Liste der Mengenschwellen finden Sie hier.
Im Rahmen eines ersten Berichts (sog. "Kurzbericht") werden Lagermengen, Lagerstoffe, Sicherheitsmassnahmen etc. beschrieben und der Behörde eingereicht. Die Behörde prüft diesen Kurzbericht und verfügt allenfalls eine Risikoermittlung, um unklare Punkte weiter zu untersuchen.


Im Downloadbereich finden Sie unser Formular zum Einreichen eines Kurzberichts.

Verkehrswege

Sowohl Schiene als auch Strasse tragen zum Transport-Risiko bei. Während Ereignisse auf der Schiene seltener vorkommen, ist das Potenzial auf der Strasse wegen der grösseren Transportmengen bedeutend höher. Der Schwerverkehr im Kanton Uri nimmt auf der Nationalstrasse stetig zu. Dementsprechend nehmen auch die Gefahrenguttransporte zu.


Während auf dem Schienennetz mit der SBB ein kompetenter Ansprechpartner vorhanden ist, der über die aktuellen transportierten Stoffe und Mengen jederzeit Auskunft geben kann, fehlt ein solcher bei den Strassentransporten. So zeigen Gefahrengutkontrollen der Kantonspolizei Uri ein düsteres Bild von schlechten Ladungen, falsch oder nicht angeschriebenen Fahrzeugen und nicht instruierten oder übermüdeten Chauffeuren.

Tankanlagen

Das Amt für Umweltschutz (AfU) hat vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) den Auftrag einen kantonalen Tankkataster für Tankanlagen ab 450 Liter Nenninhalt zuführen. Das AfU überwacht den Vollzug über die Ta…
Das Amt für Umweltschutz (AfU) hat vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) den Auftrag einen kantonalen Tankkataster für Tankanlagen ab 450 Liter Nenninhalt zuführen. Das AfU überwacht den Vollzug über die Tankrevisionen, Tankabnahmen und über die Funktionskontrollen an Leckanzeigegeräten und anderen apparativen Vorrichtungen an Tankanlagen. Das AfU gewährleistet einen einheitlichen Vollzug bei Erstellung, Änderung, Betrieb und Ausserbetriebnahmen von Tankanlagen.

Bewilligungspflicht
Bevor eine Tankanlage erstellt oder abgeändert werden darf, muss eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung (Tankbewilligung, Anpassungsbewilligung) vorliegen. Die Bewilligung erteilt das AfU in Koordination mit der zuständigen Gemeindebaubehörde. Bewilligungspflichtig sind im Kanton Uri alle Tankanlagen ab 450 Liter Nenninhalt.

Abnahmepflicht
Inhaber von Tankanlagen sorgen dafür, dass diese vor Inbetriebnahme von der zuständigen Gemeindebaubehörde abgenommen werden (ordentliche Baukontrolle, Feuerpolizei). Die gewässerschutztechnische Abnahme der Anlage hat durch eine Tankfachperson zu erfolgen. Die Anlage darf erst dann befüllt und in Betrieb genommen werden, wenn die Abnahme erfolgt und die Vignette am Tank angebracht ist.

Vignettenlösung
Im Kanton Uri bedürfen sämtliche Tankanlagen ab 450 Liter Nenninhalt einer gebührenpflichtigen Tankvignette. Die Vignette wird vom AfU abgegeben und ist generell im Normalfall auf 10 Jahre befristet . Die Vignette ist für den Öllieferanten gut sichtbar am Tank selbst oder bei den erdverlegten Tanks am Füllstutzen anzubringen.

Anforderungen an Betrieb und Unterhalt
Arbeiten jeglicher Art an der Tankanlage dürfen nur von einer Tankrevisionsfirma durchgeführt werden. Es gelten die anerkannten Regeln der Technik.

Die Tankrevisionen sind im Voraus rechtzeitig von der Tankrevisionsfirma (Tankfachperson) dem AfU mittels Melderapport (von CITEC Suisse) an die Mailadresse tank@ur.ch zu mailen.

Werden an einer Anlage Mängel festgestellt, welche die Umwelt und insbesondere die Gewässer gefährden, sind diese unmittelbar zu beheben. Andernfalls darf die Tankvignette nicht abgegeben werden oder sie ist vom AfU zu beschlagnahmen. Der Weiterbetrieb oder die Befüllung einer solchen Anlage ist zu verweigern.

Anforderungen an das Ausserbetriebsetzen einer Anlage
Wenn vorgesehen ist, eine Anlage nicht mehr weiter zu betreiben, muss sie durch ein Tankrevisionsunternehmen nach den anerkannten Regeln der Technik ausser Betrieb gesetzt werden, die Vignette ist dabei zu entfernen. Das Tankrevisionsunternehmen meldet dem Amt für Umweltschutz die Ausserbetriebnahme.

Umweltgefährdende Chemikalien

Chemikalienrecht Der Vollzug des Chemikalienrechts liegt zum grössten Teil beim Laboratorium der Urkantone in Brunnen.Das Amt für Umweltschutz ist zuständig beim Ausbringen von Stoffen und Zubereitun…
Chemikalienrecht
Der Vollzug des Chemikalienrechts liegt zum grössten Teil beim Laboratorium der Urkantone in Brunnen.Das Amt für Umweltschutz ist zuständig beim Ausbringen von Stoffen und Zubereitungen in die Umwelt und natürlich bei der sicheren Lagerung und beim sicheren Umgang in den Urner Betrieben.

Das Chemikaliengesetz und die daraus abgeleiteten Verordnungen bezwecken, das Leben und die Gesundheit des Menschen vor direkten schädlichen Einwirkungen durch gefährliche chemische Stoffe und Zubereitungen (Mischungen / Formulierungen aus chemischen Stoffen) zu schützen.

Themen, welche unter das Chemikalienrecht fallen sind unter anderem
  • Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte
  • Kältemittel, z. B. in Kälteanlagen und Wärmepumpen
  • Asbest, Quecksilber
  • Dünger, Auftaumittel, Kältemittel
und vieles mehr. Die Informationen eines Produkts, welches Einwirkungen auf Mensch bzw. Umwelt hat, sind im Sicherheitsdatenblatt (SDB) enthalten. Vor der Anwendung eines solchen Produkts empfiehlt sich, das betreffende SDB zu lesen.
Stoffe und Zubereitungen, für die SDB erstellt werden müssen, sind u.a. diverse Chemikalien, aber auch Pflanzenschutzmittel, Biozide, Dünger und verschiedenste Reinigungsmittel.

Kältemittel:
Wegen des Abbaus der Ozonschicht sind die früher eingesetzten Kältemittel Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte FCKW (HFCKW) heutzutage für Neuanlagen verboten; bestehende Analgen dürfen auch nicht mehr nachgefüllt werden.

In der Luft stabile Stoffe, auch synthetische Treibhausgase genannt, besitzen ein erhebliches Klima-Erwärmungspotenzial. Aus diesem Grund wird die Verwendung dieser Kältemittel nun beschränkt. Die Bewilligungspflicht für stationäre Anlagen mit mehr als 3 kg in der Luft stabilen Kältemitteln wurde Ende 2012 aufgehoben und durch diverse Einschränkungen ersetzt, insbesondere durch das Verbot des Inverkehrbringens von Anlagen ab einer bestimmten Kälteleistung. Das Bundesamt für Umwelt kann jedoch Ausnahmen von diesem Verbot gewähren. Die Inbetriebnahme wie auch die Ausserbetriebnahme von Anlagen mit einer Menge von über 3 kg in der Luft stabilen Kältemitteln ist meldepflichtig bei der Organisation: Schweizerische Meldestelle für Kälteanlagen und Wärmepumpen (SMKW) www.smkw.ch.

Für Planer von Anlagen mit Kältemitteln dürfte die Vollzugshilfe des Bundesamts für Umwelt (BAFU) von Interesse sein: «Anlagen mit Kältemitteln: vom Konzept bis zum Inverkehrbringen», BAFU 2017.

Wärmepumpen für Einfamilienhäuser sind somit ab einer Menge von über 3kg in der Luft stabilen Kältemittel meldepflichtig. Zulässig sind Kühlleistungen bis 100 kW. Darüber sind (bei in der Luft stabilen Kältemitteln) Anforderungen zu erfüllen. Details finden Sie in der Vollzugshilfe, z.B. Anhang 2.

Bitte beachten Sie die Informationen der Bundesämter unter

www.bag.admin.ch - Themen
www.umwelt-schweiz.ch - chemikalien - chemikalienrecht
www.cheminfo.ch

Beachten Sie bitte den Leitfaden 2018 zur Lagerung gefährlicher Stoffe.