Inhaltsbereich

Notfall- und Rettungsdienst

Koordinierter Sanitätsdienst

Der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) sorgt für die Vorbereitung der Organisation des Gesundheitswesens zur gemeinsamen Bewältigung von Katastrophen und Notlagen und koordiniert deren Einsatz. Zu dies…

Der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) sorgt für die Vorbereitung der Organisation des Gesundheitswesens zur gemeinsamen Bewältigung von Katastrophen und Notlagen und koordiniert deren Einsatz. Zu diesem Zweck arbeitet der KSD mit verschiedenen Partnern zusammen, namentlich mit den zuständigen Stellen des Bundes, der Armee, des Bevölkerungsschutzes und der Nachbarkantone.

Mobile Sanitätshilfsstelle

Im Auftrag des Kantons betreibt das Kantonsspital Uri die mobile Sanitätshilfsstelle Uri (Mob San Hist). Sie ist die eigentliche medizinische Einrichtung im Schadenraum und hat zum Ziel, die professionellen sanitätsdienstlichen Rettungskräfte bei einem Grossereignis bzw. in einer ausserordentlichen Lage subsidiär vor Ort zu unterstützen. Die mobile Sanitätshilfsstelle Uri ist personell und materiell darauf ausgerichtet, dass 20 Patientinnen und Patienten innerhalb einer Stunde ab Alarmierung versorgt und betreut werden können. Im Zentrum stehen dabei lebensrettende Notbehandlungen und medizinische Massnahmen zur Erstellung der Transportfähigkeit. Die Mob San Hist stellt auch die Patientenadministration sicher.

Die im Alltag bewährte Rettungskette (Nothilfe - Notruf- Erste Hilfe - Transport - Spital) soll in ihrer Logik und Funktionalität beibehalten werden. Es ist die Aufgabe der mobilen Sanitätshilfsstelle Uri, die Kapazität dieser Rettungskette punktuell zu erweitern, indem einzelne Glieder bedarfsgerecht verstärkt werden.

Die mobile Sanitätshilfsstelle Uri kann autonom sowie im Verbund mit anderen Sanitätshilfsstellen eingesetzt werden. Zu diesem Zweck bedarf es einer engen Zusammenarbeit in den Bereichen Ausrüstung, Material sowie Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit den Einsatz- und Rettungsorganisationen zielgerichtet für die vorgesehenen Einsätze gepflegt und geschult. Schliesslich hält sich die mobile Sanitätshilfsstelle Uri bereit, bei Bedarf sanitätsdienstliche Unterstützung bei Grossanlässen zu leisten.

Care Team Uri

Bei ausserordentlichen Todesfällen, schweren Unfällen, Elementarereignissen oder Gewaltverbrechen werden die Betroffenen und deren Angehörigen einer grossen psychischen Belastung ausgesetzt. Sie benötigen oftmals während und unmittelbar nach solchen Ereignissen Unterstützung durch Personen mit Kenntnissen in psychologischer Nothilfe (Care Givers). Diese Aufgaben übernimmt das Care Team Uri im Auftrag der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion. Aufgeboten wird das Care Team Uri durch die Alarmstelle der Kantonspolizei.

Das Ziel ist eine rasche psychische Stabilisierung und Wiedererstellung der Handlungsfähigkeit der Betroffenen. Die individuelle Nachbetreuung erfolgt in der Regel anschliessend durch Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen.

Das Care Team Uri:

  • leistet psychologische Nothilfe und Betreuung von Betroffenen nach einem belastenden Ereignis. Dazu gehören namentlich Unfälle, Suizid, Gewaltverbrechen und Grossereignisse;
  • übernimmt bei Katastrophen und in schweren Notlagen die psychologische und seelsorgliche Betreuung von Opfern im Rahmen der eingesetzten kantonalen Führungsorganisation und in Zusammenarbeit mit weiteren aufgebotenen Fachkräften;
  • arbeitet vertraulich und neutral (konfessionell und politisch);
  • vernetzt sich mit Organisationen ähnlicher Zweckrichtung, namentlich mit dem Verbund Care Organisationen der Zentralschweiz (COZS);
  • pflegt die Zusammenarbeit mit den für die Aufgabenerfüllung wichtigen Partnern innerhalb des Kantons Uri.

Kontaktadresse:

Care Team Uri, Leitung Danny J. Abel
Telefon 076 377 34 92
E-Mail care.team.uri@icloud.com

 

Merkblatt für Betroffene und Angehörige nach belastenden Ereignissen

Sind Sie oder eine Ihnen nahe stehende Person von einem sehr belastenden Ereignis betroffen?
Das Merkblatt für Betroffene und Angehörige nach belastenden Ereignissen (siehe Publikationen) enthält Informationen und Ratschläge, die in einer solchen Situation wichtig und hilfreich sein können. Im Merkblatt werden verschiedene normale Reaktionen auf belastende Geschehnisse beschrieben. Es wird darin aber auch aufgezeigt, was betroffene Personen und Angehörige tun können und wo sie bei Bedarf Hilfe und Unterstützung von Fachpersonen erhalten.

Notfallnummern

Sanitätsnotruf 144 Hausärztlicher Notfalldienst 041 870 03 03 Kantonsspital Uri 041 875 51 51 Kantonspolizei 117 Feuerwehr …
Sanitätsnotruf 144
Hausärztlicher Notfalldienst 041 870 03 03
Kantonsspital Uri 041 875 51 51
Kantonspolizei 117
Feuerwehr 118
Rega 1414
Vergiftungen / Tox Info Suisse 145
Spitex Uri (während Bürozeiten) 041 871 04 04
Die dargebotene Hand 143
Opferhilfe Uri 0848 82 12 82


Standorte von AEDs (Defibrillatoren)

Ab Juni 2013 kann die Sanitätsnotrufzentrale 144 (SNZ) die Standorte der öffentlich zugänglichen AED-Standorte elektronisch erfassen. Bei einem Notfall kann die SNZ 144 somit dem Alarmierenden sofort den Standort des nächstgelegenen AEDs mitteilen. Damit kann die Notfallversorgung bei einem Herzstillstand erheblich verbessert werden.

Privatpersonen oder Firmen, die AEDs an öffentlich zugänglichen Orten zur Verfügung stellen, können dies der SNZ 144 melden. Die Meldung eines AED-Standorts kann an die E-Mail-Adresse notruf144@luks.ch erfolgen. Folgende Angaben sind für die Meldung notwendig:

  • Ortschaft und PLZ
  • Strasse/Adresse
  • genaue Bezeichnung des AED-Standorts (z. B. Eingang Turnhalle), evtl. mit Foto
  • Verfügbarkeit (24 Stunden/nur zu Bürozeiten usw.)
  • verantwortliche Person mit Kontaktdaten (Damit regelmässig geprüft werden kann, ob der AED noch in Betrieb ist)

 

Merkblatt für Betroffene und Angehörige nach belastenden Ereignissen

Sind Sie oder eine Ihnen nahe stehende Person von einem sehr belastenden Ereignis betroffen?
Das Merkblatt für Betroffene und Angehörige nach belastenden Ereignissen (siehe Publikationen) enthält Informationen und Ratschläge, die in einer solchen Situation wichtig und hilfreich sein können. Im Merkblatt werden verschiedene normale Reaktionen auf belastende Geschehnisse beschrieben. Es wird darin aber auch aufgezeigt, was betroffene Personen und Angehörige tun können und wo sie bei Bedarf Hilfe und Unterstützung von Fachpersonen erhalten.