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Neubau Kantonsspital

Skizze Neubau KSUri

Wer plant das neue Spital?

Für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri wurde ein Wettbewerb lanciert. Externe Fachexperten, Ärzte und Pflegefachpersonal des Kantonsspitals Uri und eine breit abgestützte Jury haben die anonymisierten Eingaben eingehend studiert und bewertet. Das Preisgericht beschloss einstimmig, das Projekt von Darlington Meier Architekten mit GMS Partner AG aus Zürich zum Sieger des Wettbewerbs zu erklären. Das Siegerprojekt trägt den Namen «William»

Was zeichnet «William» aus?

Das Projekt überzeugt aus architektonischer Sicht und ermöglicht dank der Raumaufteilung künftig einen effizienten Spitalbetrieb. Vorgesehen ist, dass auf dem bestehenden Areal des heutigen Spitals ein modernes Akutspital entstehent, das die medizinische Grundversorgung des Kantons Uri langfristig sichert.

«William» stellt die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ins Zentrum. Neben der geschickten Platzierung und dem architektonischen Ausdruck überzeugt das Projekt von Darlington Meier Architekten insbesondere durch die Funktionalität. Das heisst konkret: Die Grundrisse erlauben kurze Verbindungswege für Patienten, Personal und Besucher. Dank der guten Raumzuordnungen werden so effiziente Betriebs- und Prozessabläufe möglich, die für den wirtschaftlichen Betrieb des Spitals zentral sind. Bereits im jetzigen Planungsstadium wurde aufgezeigt, dass die internen Betriebsprozesse sehr gut funktionieren werden.

Wieso braucht Uri ein neues Spital?

Aus medizinischer Sicht ist ein eigenes Spital für Uri zentral: Rund drei Viertel aller stationären Spitalbehandlungen finden im KSU statt. Darüber hinaus wird ein beachtlicher Teil der ambulanten Grundversorgung im KSU erbracht. Das KSU stellt somit die erweiterte Grundversorgung  für die 36‘000 Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons sicher.

Die Bauten des KSU haben nach teilweise mehr als 50 Jahren intensivster Nutzung das Ende der Lebensdauer erreicht. Eine umfassende Erneuerung ist dringend notwendig.

Warum kann man das KSU nicht einfach renovieren?

Die grossen betrieblichen Mängel, die heute im KSU bestehen, könnten mit einer Sanierung alleine nicht behoben werden. Verglichen mit dem Neubau kommt eine Sanierung nur etwa  20 Prozent günstiger. Dabei ist zu beachten, dass die Betriebskosten im sanierten Altbau deutlich höher ausfallen. Hinzu kämen Bauemissionen, jahrelange Provisorien und Mehrfachumzüge der Stationen. Ein Um- und Neubau für voraussichtlich rund 100 Mio. Franken ist langfristig die wirtschaftlichste Lösung.

Muss Uri wegen dem Spitalneubau die Steuern erhöhen?

Nein. Die Finanzierung der Spitalinfrastruktur liegt gemäss Krankenversicherungsgesetzt in der Verantwortung der Spitäler. Das heisst: Das Kantonsspital Uri kommt für die Kosten des Neubaus auf. Es bezahlt dem Kanton Uri nämlich jährlich eine Miete für die Nutzung der Spitalgebäude. Das hat zur Folge, dass das Kantonsspital bei der Planung bereits auf effiziente Betriebsabläufe achten muss. Es liegt im Interesse des Spitals, dass dank einem wirtschaftlichen Betrieb die Infrastruktur langfristig amortisiert werden kann.

Wird der Umbau mit einer Kürzung des Leistungskatalogs günstiger?

Eine Kürzung der Angebote hätte zur Folge, dass Urnerinnen und Urner vermehrt in ausserkantonale Behandlungen gehen müssten.  Damit würden auch die Einnahmen des KSU sinken. Das wiederum führt dazu, dass die Fixkosten des Spitals deutlich ansteigen, was die finanzielle Situation des KSU verschlechtert. Das damit verbundene Defizit müsste durch die öffentliche Hand übernommen werden, während die Wertschöpfung für wertvolle medizinische Leistungen aus Uri in andere Kantone abfliessen würde.

Wem nützt der Um- und Neubau?

An erster Stelle profitiert die Region natürlich von einer hoch stehenden und qualitativ guten medizinischen Grundversorgung. Diese reicht von ambulanten Behandlungen über chirurgische Eingriffe bis hin zur Pflege und Therapie. Das KSU hat eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung für den Kanton Uri: Mit 570 Angestellten und rund 112 Lernenden ist das KSU ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsplatz. Zahlreiche Lieferanten und Unternehmen schätzen das KSU als zuverlässigen und verlässlichen Auftraggeber.

Alle weiteren Infos finden Sie unter: www.neubau-ksuri.ch