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Gesundheitsversorgung

Gesundheitspersonal

Dank grosser Anstrengungen der Zentralschweizer Gesundheitsbetriebe konnte die Zahl der Ausbildungsabschlüsse in den Pflege- und Betreuungsberufen in den letzten Jahren auf allen Stufen deutlich gest…

Dank grosser Anstrengungen der Zentralschweizer Gesundheitsbetriebe konnte die Zahl der Ausbildungsabschlüsse in den Pflege- und Betreuungsberufen in den letzten Jahren auf allen Stufen deutlich gesteigert werden. Das Nachwuchsangebot wächst zwar künftig, deckt jedoch den prognostizierten Bedarf bis 2029 aus heutiger Sicht trotzdem nicht vollständig. Dies zeigt ein Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) zum Gesundheitspersonal in der Zentralschweiz (siehe Publikationen). 

Langzeitpflege

Ambulante und stationäre Langzeitpflege Pflegeleistungen können sowohl in Pflegeheimen (stationär) als auch ambulant zu Hause durch Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause (Spitex) sow…

Ambulante und stationäre Langzeitpflege

Pflegeleistungen können sowohl in Pflegeheimen (stationär) als auch ambulant zu Hause durch Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause (Spitex) sowie durch selbstständig erwerbende Pflegefachpersonen erbracht werden. In Uri sind die Gemeinden für die Sicherstellung der stationären Langzeitpflege (Pflegeheime) für ihre Bevölkerung zuständig. Für die Sicherstellung der ambulanten Langzeitpflege ist der Kanton zuständig. Er hat dafür mit der Spitex Uri eine Programmvereinbarung abgeschlossen.

Der Kanton erstellt zudem für die stationäre Langzeitpflege eine zukunftsgerichtete Bedarfsplanung (Pflegeheimplanung) und übt die gesundheitspolizeiliche Aufsicht über die Institutionen in der Langzeitpflege aus. Auf der Urner Pflegeheimliste sind alle Heime aufgeführt, die die kantonalen Anforderungen erfüllen und über eine Betriebsbewilligung des Kantons Uri verfügen. Alle Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause, die in Uri ihre Leistungen anbieten, müssen über eine kantonale Betriebsbewilligung verfügen. Die Pflegefachpersonen benötigen eine kantonale Berufsausübungsbewilligung.

Der Kanton, die Gemeinden sowie die Krankenversicherer beteiligen sich sowohl an den Pflegekosten in Alters- und Pflegeheimen, als auch an ambulanten Pflegeleistungen durch Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause sowie Pflegefachpersonen.

 

Gemeinschaftsprojekt «Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri»

Nach dem kantonalen Recht liegen die Aufgaben und Kompetenzen für die Langzeitpflege bei Kanton und Gemeinden. In die Zuständigkeit des Kantons fallen die ambulante Langzeitpflege (Spitex), der Entlastungsdienst für pflegende Angehörige, das Tagesheim und der Mahlzeitendienst. Den Gemeinden obliegt die Sicherstellung der stationären Langzeitpflege (Pflegeheime) sowie das Thema «Wohnen und Leben im Alter».

Der Kanton und die Gemeinden haben beschlossen, die vielfältigen Herausforderungen der der Langzeitpflege im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts «Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri» anzugehen. Die Projektkosten werden ebenfalls paritätisch von Kanton und Gemeinden getragen. Das Projekt wird in mehrere Etappen unterteilt und von verschiedenen Gremien bearbeitet. Der Schlussbericht soll bis Ende 2023 vorliegen. Im Projekt sind neben den Gemeinden und dem Kanton folgende Akteure integriert:

- Urner Gemeindeverband
- Pflegeheime
- Spitex Uri
- Stiftung Behindertenbetriebe Uri
- Curaviva Uri
- SKR Kantonalverband
- Kantonsspital Uri
- Pro Senectute Uri
- Sozialversicherungsstelle Uri
- Gesundheitsförderung Uri
- Alzheimervereinigung Uri

Ziel des Projekts ist es, für die ältere Bevölkerung auch in Zukunft eine bedürfnisgerechte und finanzierbare Versorgung sicherzustellen. Dabei werden neben der demografischen Entwicklung auch der vermehrten Nachfrage nach intermediären Versorgungsleistungen, der Sicherstellung der spezialisierten Versorgung von chronisch kranken und dementen Menschen, der Förderung neuer Wohnformen, dem sich abzeichnenden Personalmangel, dem gesellschaftlichen Wandel (vermehrter Wegfall von familiären Betreuungsstrukturen) und anstehende Gesetzesanpassungen auf eidgenössischer Ebene Rechnung getragen.

Im Rahmen des Projekts sollen Modelle oder Varianten für die Neuorganisation der Langzeitpflege im Kanton Uri entwickelt werden. In den Modellen und Varianten soll aufgezeigt werden, welche Aufgaben und Kompetenzen den verschiedenen Akteuren (Kanton, Gemeinden, Pflegeheime, Spitex) zukommt und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Bestehende finanzielle Fehlanreize sollen identifiziert und wenn möglich beseitigt werden.

Palliative Care

Palliative Care umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten und schliesst die Begleitung der Angehörigen mit ein. Sie hat zum…

Palliative Care umfasst die Betreuung und die Behandlung von Menschen mit unheilbaren und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten und schliesst die Begleitung der Angehörigen mit ein. Sie hat zum Ziel, den Betroffenen eine möglichst gute Lebensqualität zu ermöglichen, Leiden optimal zu lindern und diese soweit möglich, vorausschauend zu vermeiden. Die Betreuung umfasst medizinische und pflegerische Behandlungen sowie psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung. In Uri wird von den bestehenden Leistungserbringern (Pflegeheime, Spitex Uri, Kantonsspital Uri usw.) eine angemessene Grundversorgung im Bereich Palliative Care sichergestellt. Für kantonseigene spezialisierte Palliative Care-Angebote (z. B. Palliative-Stationen, Hospize usw.) ist das Einzugsgebiet jedoch zu klein.

Das Amt für Gesundheit will die Aktivitäten im Bereich Palliative Care stärken. Es soll gewährleistet werden, dass schwerkranke und sterbende Menschen Zugang zu bedürfnisgerechter Palliative Care erhalten. Im Herbst 2019 wurde der "Aktionsplan Palliative Care" genehmigt. Die Steuergruppe Palliative Care setzt nun diesen Aktionsplan unter der Leitung der Gesundheitsförderung Uri um.

Der Steuergruppe Palliative Care Uri gehören folgende Personen an:

  • Frau Doris Arnold-Gisler, Vertreterin Kantonsspital Uri
  • Herr Dr. med. Jürg Bollhalder, Hausarzt und Kantonsarzt
  • Frau Ursula Arn, Vertretung der Urner Pflegeheime
  • Frau Andrea Meyer, Spitalseelsorgerin
  • Frau Martina Baumann, Vertreterin Sterbebegleitgruppe Uri
  • Frau Anita Gisler, Vertreterin Spitex Uri
  • Frau Claudia Gisler, SRK Kantonalverband
  • Frau Monika Arnold, Vertreterin Stiftung Behindertenbetriebe Uri
  • Frau Eveline Lüönd, Gesundheitsförderung Uri, Projektleitung
  • Herr Beat Planzer, Amt für Gesundheit Uri


Für die Urner Pflegeinstitutionen und die Hausärztinnen und Hausärzte stehen bei Fragen zu komplexen Situationen im Bereich Palliative Care folgende Ansprechpersonen zur Verfügung:

  • Medizin: Frau Dr. med. Astrid Hurni, Kantonsspital Uri
    Tel. 041 875 51 51, astrid.hurni@ksuri.ch
  • Stationäre Pflege: Frau Doris Arnold, Dipl. Pflegefachfrau HF, Kantonsspital Uri
    Tel. 041 875 51 51, doris.arnold@ksuri.ch 
  • Ambulante Pflege: Frau Anita Gisler, Dipl. Pflegefachfrau HF, Spitex Uri
    Tel. 041 871 04 04, anita.gisler@spitexuri.ch

 

Hier gelangen Sie zur Seite «Palliative Care: Behandlungs- und Therapieplan».

 

Spezialisierte, stationäre Palliative Care

Palliative Care Station - Luzerner Kantonsspital
Spitalstrasse
6000 Luzern 16
Tel. 041 205 58 60
 
Palliative Care Station - Kantonsspital Schwyz
Waldeggstrasse 10
6430 Schwyz
Tel. 041 818 43 36
 
Hospiz Zentralschweiz
Gasshofstrasse 18
6014 Luzern
Tel. 041 259 91 91

 

Psychiatrische Versorgung

Der Urner Bevölkerung stehen verschiedene psychiatrische Dienste zur Verfügung: Klinik Zugersee Ambulante Psychiatrie und Psychotherapie Uri, Altdorf Ambulante Psychiatrie und Psychotherapi…

Der Urner Bevölkerung stehen verschiedene psychiatrische Dienste zur Verfügung:


Psychische Erste Hilfe

Sind Sie oder eine Ihnen nahe stehende Person von einem sehr belastenden Ereignis betroffen?
Das Merkblatt für Betroffene und Angehörige nach belastenden Ereignissen enthält Informationen und Ratschläge, die in einer solchen Situation wichtig und hilfreich sein können. Im Merkblatt werden verschiedene normale Reaktionen auf belastende Geschehnisse beschrieben. Es wird darin aber auch aufgezeigt, was betroffene Personen und Angehörige tun können und wo sie bei Bedarf Hilfe und Unterstützung von Fachpersonen erhalten.


 

Spital-Referenztarife

Die Spital-Referenztarife - im Gegensatz zu den Kliniktarifen - kommen zur Anwendung, wenn sich Urnerinnen und Urner in einem Spital behandeln lassen wollen, das nicht auf der Spitalliste des Kantons…
Die Spital-Referenztarife - im Gegensatz zu den Kliniktarifen - kommen zur Anwendung, wenn sich Urnerinnen und Urner in einem Spital behandeln lassen wollen, das nicht auf der Spitalliste des Kantons Uri, aber mindestens auf der Spitalliste des Standortkantons steht. Die entsprechenden Tarife finden Sie unter «Dokumente».

Spitalversorgung

Nach der Spitalliste des Kantons Uri kann die Urner Bevölkerung für eine stationäre Behandlung aus 17 Spitälern mit entsprechendem Leistungsauftrag auswählen. Hier stehen Ihnen Informationen und D…

Nach der Spitalliste des Kantons Uri kann die Urner Bevölkerung für eine stationäre Behandlung aus 17 Spitälern mit entsprechendem Leistungsauftrag auswählen.

Hier stehen Ihnen Informationen und Dokumente rund um die Spitalversorgung von Urnerinnen und Urnern zur Verfügung.

Zugehörige Objekte