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Ukraine-Hilfe

Der Ukraine-Konflikt bewegt die Bevölkerung. Viele fragen sich, wie sie Betroffene vor Ort oder Schutzsuchende aus der Ukraine unterstützen können. Auch stellen sich ukrainischen Staatsangehörigen, die sich derzeit in der Schweiz aufhalten, viele Fragen etwa zur Verlängerung der Aufenthaltsdauer. Diese Seite wird laufend mit den wichtigsten Informationen aus verschiedenen Bereichen ergänzt.

Private Unterbringung

Die Aufnahme von Schutzbedürftigen, die Zuflucht aus dem Krisengebiet suchen, erfolgt koordiniert durch den Bund. Der Kanton sorgt zusammen mit den Gemeinden dafür, dass die entsprechenden Kapazitäten bereitstehen, falls ukrainische Schutzsuchende nach Uri kommen sollten. Angebote von Privatunterbringungen können zentral über die Webseite der Schweizerischen Flüchtlingshilfe eingereicht werden. Für telefonische Informationen zur Wohnsituation steht der Asyl- und Flüchtlingsdienst des SRK per Telefon +41 41 535 00 38 (Mo-Fr 09.00-11.30 und 13.30-16.00 Uhr) zur Verfügung.

Informationen zur privaten Unterbringung von schutzbedürftigen Ukrainerinnen und Ukrainern 

Sammlung von Hilfsgütern/Spenden

Die Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung ist gross. Viele wollen den Betroffenen dringend benötigte Hilfsgüter spenden oder eine finanzielle Spende leisten. Über den Bund werden dringend benötigtes Material sowie medizinische Hilfsgüter in die Ukraine geschickt. Materielle Hilfsangebote von Spitälern, der Industrie sowie weiteren Institutionen werden von der humanitären Hilfe der Eidgenössischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) koordiniert. Spendenangebote können via Email ch-neoc-n@naz.ch eingereicht werden. Der Kanton selbst bietet keine Annahmestelle für Hilfsgüter oder Spenden. 

Freiwillige Helferinnen und Helfer

Sind Sie interessiert an einem sinnvollen, konkreten Freiwilligeneinsatz? Diesbezüglich nimmt das Hilfswerk der Kirchen Uri verschiedene Möglichkeiten. Um die gegenseitigen Vorstellungen darzulegen und uns kennenzulernen, kontaktieren Sie uns via Telefon 041 870 23 88 oder per E-Mail.

Einreise

Ukrainische Staatsangehörige, die über einen gültigen biometrischen Reisepass verfügen, können für einen bewilligungsfreien Aufenthalt von maximal 90 Tagen in die Schweiz einreisen. Angesichts des Krieges in der Ukraine wird die bewilligungsfreie Einreise auch dann gewährt, wenn kriegsbetroffene ukrainische Staatsangehörige keinen biometrischen Reisepass besitzen, ihre ukrainische Staatsangehörigkeit aber auf andere Weise nachweisen können.

Heimtiere

Heimtiere (Hunde und Katzen), die von Ukrainischen Flüchtenden mitgebracht werden, erhalten ein erleichtertes Verfahren. Tierbesitzerinnen und -besitzer müssen das Formular PU-22 Pets Ukraine (https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/reisen-mit-heimtieren.html) ausfüllen und einsenden.

Weitere Informationen zur Einreise

Fragen und Antworten zum Krieg in der Urkaine (SEM)

Asyl beantragen

Der Bundesrat hat am Freitag, 11. März 2022, den Schutzstatus S aktiviert für Ukrainerinnen und Ukrainer, die ihre Heimat aufgrund der Kriegshandlungen verlassen müssen. Ukrainische Staatsangehörige, die Asyl beantragen möchten, können dies an der Grenze, am Flughafen oder in einem Bundesasylzentrum tun. Wir empfehlen jedoch allen Schutzsuchenden, so schnell wie möglich ein Gesuch einzureichen. Online hier (PDF, 389 kB, 16.03.2022). Nach Gesuch-Einreichung ist die schutzsuchende Person krankenversichert. Mit dem S-Status erhalten die Geflüchteten rasch ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz, ohne dass sie ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen müssen. Das damit verbundene Aufenthaltsrecht in der Schweiz ist auf ein Jahr befristet, kann aber verlängert werden. Der Status S ermöglicht es auch, Familienangehörige nachzuziehen.

Liste aller Bundesasylzentren (BAZ)

Weitere Informationen zur Asylpraxis der Schweiz

Arbeitsmarkt

Personen mit dem Status «S» brauchen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit eine behördliche Bewilligung. Die Bewilligungserteilung erfolgt durch die zuständige kantonale Behörde, das Gesuch ist durch den Arbeitgeber zu stellen.

Ansprechstellen für medizinische Fragen

  • Kontaktstelle bei medizinischen Fragen: Kantonsarzt Dr. Jürg Bollhalder (076 746 20 71)
  • Für dringliche medizinische Notfälle: Hausärztlicher Notfalldienst 041 870 03 03
  • Bei Fragen die Tuberkulose betreffend: Lungenliga Uri, Spitalstrasse 1A, 6460 Altdorf  041 870 15 72.

Informationen für die Urner Bevölkerung

Auch wenn das Informationsbedürfnis rund um den Ukraine-Konflikt gross ist, gibt es in der aktuellen Situation keinen Grund zur Beunruhigung für die Bevölkerung in der Schweiz. Es sind keine speziellen Vorkehrungen nötig. Der Bund beobachtet die Situation aber laufend und informiert bei Veränderungen der Gefährdungslage. 

Schutzräume
Es treffen aus der Bevölkerung vermehrt Anfragen zu den Schutzräumen ein, die in einem Notfall aufgesucht werden sollten. Im Kanton Uri stehen genügend Schutzplätze für alle Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung. Die Bekanntgabe der definitiven Zuteilung erfolgt auf Anweisung des Bundes, wenn es die Lage erfordert.

Notvorrat
Die wirtschaftliche Landesversorgung ist in Krisen zuständig für die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern. Doch auch die Bevölkerung selbst sollte vorsorgen - etwa mit einem Notvorrat und dem Wissen, wie ohne Strom gekocht werden kann. Es empfiehlt sich unabhängig von einer Krise, stets einen Notvorrat von rund einer Woche im Haushalt zu haben. Zum Notvorrat gehören in erster Linie lagerfähige Lebensmittel und 9 Liter Wasser pro Person sowie die wichtigsten Medikamente.

Nützliche Informationen zum Thema Notvorrat
Broschüre «Kluger Notvorrat» 

Jodtabletten
Mit der aktuellen Bedrohung aus Russland wird eine erhöhte Nachfrage nach Jodtabletten festgestellt. Diese Nachfrage ist jedoch nicht nötig, da in der Schweiz ein Versorgungsplan im Fall eines Kernkraftwerkunfalls existiert. In Uri ist im Ernstfall der Kanton für die Verteilung von Jodtabletten zuständig. Es sind ausreichend Tabletten für die Bevölkerung vorhanden und daher nicht nötig, einen Privatvorrat anzulegen. Sollte der Fall eintreten, dass eine Einnahme nötig wird, dann kommt diese Anordnung von den Behörden.

Weitere Informationen zu Jodtabletten

Warnung und Alarmierung
Bei einer konkreten Gefahr alarmieren die Behörden die Bevölkerung mittels Sirenen und geben die Verhaltensanweisungen über Radio und Alertswiss bekannt. Es wird empfohlen, die Alarmierungs-App Alertswiss auf dem Smartphone zu installieren.

Alertswiss im AppStore   

Alertswiss im Google Play Store

Weitere Informationen
Aktuelle Informationen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz

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