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Aktuelle Gesundheitsthemen

Arzneimittel/Medikamente

Arzneimittel können grundsätzlich nur im Fachhandel (Apotheke, Drogerie) oder in der Arztpraxis bezogen werden. Ausgenommen sind frei verkäufliche Arnzeimittel der Kategorie E wie z. B. div. Tees und …

Arzneimittel können grundsätzlich nur im Fachhandel (Apotheke, Drogerie) oder in der Arztpraxis bezogen werden. Ausgenommen sind frei verkäufliche Arnzeimittel der Kategorie E wie z. B. div. Tees und Hustenbonbons, die in allen Geschäften gekauft werden können. Die Beschränkung auf Fachhandel und Arztpraxen ist damit begründet, dass die richtige Anwendung eines Arzneimittels in der Regel eine Fachberatung voraussetzt.

Jede Arzneimittelpackung muss mit vorgeschriebenen Angaben versehen sein und einen Packungsprospekt enthalten. Zur Information gehören die Nennung des Markennamens, die Deklaration der Wirkstoffe, die Dosierung, wichtige Hinweise wie Zweck des Medikaments (Indikation), Einnahmevorschriften, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Anwendungsvermeidung (Kontraindikationen), Lagerungshinweise.

Auf jedem Arzneimittel ist ein Verfalldatum aufgedruckt oder eingeprägt. So ist zu erkennen, wie lange das Arzneimittel bei richtiger Lagerung verwendbar ist. Arzneimittel mit überschrittenem Verfalldatum sind der Apotheke, Drogerie oder Arztpraxis zur umweltgerechten Entsorgung zurückzubringen. Medikamente gehören nicht in den Haushaltabfall.

Auskünfte über Arzneimittel und Medikamente erteilt:

Kantonsapothekerin
Dr. pharm. Regula Willi-Hangartner
Postfach 665
6440 Brunnen
+41 41 820 4370
regula.willi@sz.ch

Elektronisches Patientendossier (eHealth)

Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2019 Das elektronische Patientendossier (eHealth) Unter dem Begriff «eHealth» werden alle elektronischen Gesundheitsdienste zusammengefasst: Mit elektronischen…

Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2019

Das elektronische Patientendossier (eHealth)

Unter dem Begriff «eHealth» werden alle elektronischen Gesundheitsdienste zusammengefasst: Mit elektronischen Mitteln werden im Gesundheitswesen die Abläufe verbessert und die Beteiligten schweizweit einfach und umfassend vernetzt.

Um dies zu erreichen, braucht es ein koordiniertes Vorgehen, weshalb Bund und Kantone 2007 gemeinsam eine eHealth Strategie erarbeitet und diese 2018 aktualisiert haben. Das elektronische Patientendossier (EPD) ist das Kernstück der eHealth Strategie Schweiz.

Im Jahr 2015 verabschiedete das Bundesparlament das Gesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG). Es schafft die gesetzlichen Grundlagen für die sichere Bearbeitung von Daten im EPD. Für die Einführung müssen sich bis 2020 alle Spitäler und bis 2022 alle Pflegeheime einer Stammgemeinschaft anschliessen. Für die ambulanten Leistungserbringer (z. B. Hausärzte) und die Patientinnen und Patienten ist der Anschluss fakultativ. (Stamm-)Gemeinschaften sind organisatorische Einheiten von Gesundheitsfachpersonen gemäss EPDG, die an einer Patientenbehandlung beteiligt sind und als solche für die Bearbeitung von Patientendaten im EPD berechtigt werden.

Folgender Kurzfilm (3:12 Min.) informiert über das elektronische Patientendossier (EPD).

eHealth

Gesundheitskonferenz

Die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren und Berufsgruppen im Gesundheitswesen ist ein wichtiges Anliegen der Gesundheits‐, Sozial‐…

Die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren und Berufsgruppen im Gesundheitswesen ist ein wichtiges Anliegen der Gesundheits‐, Sozial‐ und Umweltdirektion. Um diesen Austausch zu fördern, veranstaltet die Gesundheits‐, Sozial‐ und Umweltdirektion jährlich eine kantonale Gesundheitskonferenz.

 

Die 17. Gesundheitskonferenz findet am 30. März 2020 in Erstfeld statt. Bitte reservieren Sie sich diesen Termin.

 

 

Gesundheitsnetzwerk Uri

Um die medizinische Grundversorgung in Uri auch langfristig und nachhaltig sicherstellen zu können, wurde im Jahr 2013 das Projekt «Gesundheitsnetzwerk Uri» gestartet. Im Rahmen dieses Projekts sollen…

Um die medizinische Grundversorgung in Uri auch langfristig und nachhaltig sicherstellen zu können, wurde im Jahr 2013 das Projekt «Gesundheitsnetzwerk Uri» gestartet. Im Rahmen dieses Projekts sollen Massnahmen zur Förderung und Erhaltung der medizinischen Grundversorgung durch Hausärztinnen und Hausärzte entwickelt und umgesetzt werden. Dabei werden alle kantonalen Akteure miteinbezogen. Das Projekt wird von Stutz Consulting GmbH geleitet und in enger Zusammenarbeit mit der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion realisiert.

Mit einer Kick-off Veranstaltung am 26. September 2013 wurde das Projekt offiziell gestartet. Ziel der Veranstaltung war es, den Teilnehmenden die Vision «Gesundheitsnetzwerk Uri» näher vorzustellen, sie zum Mitmachen zu motivieren sowie in einem ersten Schritt eine Situationseinschätzung der teilnehmenden Personen in Erfahrung zu bringen. Eingeladen wurden u.a. die Einwohnergemeinden, die Ärzteschaft sowie Institutionen aus dem Gesundheitsbereich.

«Gesundheitsnetzwerk Uri» ist als Dach- oder Rahmenprojekt konzipiert, das verschiedene Teilprojekte enthält. Nachstehend sind die beiden aktuellen Teilprojekte aufgeführt.

uriMed - Junges Ärztenetzwerk Uri

«uriMed» will junge Urnerinnen und Urner während des Medizinstudiums und während der anschliessenden Assistenzzeit begleiten und unterstützen. Es sollen nützliche Kontakte hergestellt und fachspezifische Informationen vermittelt werden können. Das Ziel ist, die angehenden Ärztinnen und Ärzte dazu zu motivieren, später einmal im Kanton Uri zu praktizieren.

Bisherige Veranstaltungen im Rahmen von «uriMed»:

Datum Schwerpunkt-Themen Anmerkungen
09.11.2019 Schwerpunkt-Themen: Sucht und Suchtbehandlungen in Uri  
25.05.2019 Kantonsspital Uri: Präsentation "lean hospital" und fünf Workshops in verschiedenen medizinischen Disziplinen  
01.12.2018 Besuch einer kantonalen Bergungs- und Rettungsübung  
26.05.2018 Schwerpunkt-Themen: Austausch von Erfahrungen sowie Tipps und Tricks für die Aus- und Weiterbildung  
25.11.2017 ambulante und stationäre Psychiatrie /
Besichtigung der Psychiatrischen Klinik Zugersee
 
24.06.2017 Besichtigung Gesundheitszentrum Andermatt,
Schnupperkurs Golfen im Alpinen Golfplatz Andermatt
 
29.10.2016         Ausbildungsmöglichkeiten Kantonsspital Uri; Telemedizin Universitätsspital Zürich; Junge Hausärzte Schweiz (jhas)  
21.05.2016 Kinderärztliche Praxen im Kanton Uri (Pädiatrie)  
31.10.2015 Treffen mit Dr. med. Michael Schmid, Hausarzt in Andermatt; Führung durch Hotel The Chedi  
28.02.2015 Besuch REGA-Basis Erstfeld  
31.10.2014 Grossgruppenpraxis für Hausärztinnen und Hausärzte abgesagt
24.05.2014 Vorstellung Kantonsspital Uri  


Nurse Practitioner Uri

Ein weiteres Teilprojekt des Gesundheitsnetzwerks ist «Nurse Practitioner Uri». Das Institut für Hausarztmedizin und Comunity Care Luzern (IHAM) hat das Pilotprojekt «Interprofessionelle Arbeitsteilung zwischen Hausarzt/Hausärztin und Nurse Practitioner in Uri» entwickelt. Im Verlauf des Projekts wird die Tätigkeit von Pflegefachpersonen mit Hochschuldbildung («Nurse Practitioners» oder auch «Advanced Nurse Practitioners, ANP») in Hausarztpraxen definiert, erprobt und evaluiert. Konkret sollen im Pilotprojekt folgende Aspekte entwickelt und ausgewertet werden:

  1. Definition und Aufteilung von Kompetenzen
  2. rechtliche Aspekte und Möglichkeiten der Leistungsabrechnung
  3. Akzeptanz und Zufriedenheit der Fachpersonen und Patienten
  4. Kostenstruktur und Einsparpotenzial
  5. ausgewählte Morbiditäts- und Mortalitätsindikatoren

In Uri ist seit August 2017 eine Nurse Practitioner in der Hausarztpraxis Bürglen tätig. Der Kanton Uri und die CSS Versicherungen unterstützen das Projekt finanziell.

Impfungen

Gegen eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten gibt es einen wirksamen und sicheren Schutz durch Impfungen. Der Kanton Uri richtet sich nach dem Schweizerischen Impfplan, der regelmässig von Experte…

Gegen eine ganze Reihe von Infektionskrankheiten gibt es einen wirksamen und sicheren Schutz durch Impfungen. Der Kanton Uri richtet sich nach dem Schweizerischen Impfplan, der regelmässig von Experten überprüft und an die aktuelle Lage angepasst wird.

 

Empfohlene Basisimpfungen gemäss Schweizer Impfplan:

- Diphtherie, Tetanus (Starrkrampf), Pertussis (Keuchhusten) DTP-Impfung 
- Haemophilus influenzae Typ b Hib-Impfung
- Poliomyelitis (Kinderlähmung) IPV-Impfung
- Masern, Mumps, Röteln MMR-Impfung
- Hepatitis B HBV-Impfung
- Varizellen (Windpocken) VZV-Impfung
- Humane Papillomaviren (Gebärmutterhalskrebs, HPV) HPV-Impfung
- Influenza (Grippe) Grippe-Impfung         

 

Empfohlene ergänzende Impfungen gemäss Schweizer Impfplan:

- Pneumokokken (z. B. Hirnhautentzündung) PCV-Impfung          
- Meningokokken der Gruppe C (z. B. Blutvergiftung, Hirnhautentzündung) MCV-C-Impfung              

Die Urner Hausärztinnen und Hausärzte, Kinderärztinnen und Kinderärzte sowie die Gynäkologinnen und Gynäkologen können über Impfungen informieren und diese auch durchführen. Ergänzend zu den Möglichkeiten einer Impfung in der Arztpraxis können Impfungen auch im Rahmen der schulärztlichen Untersuchungen durchgeführt werden (im Kindergarten, in der 4. Klasse und der 2. Oberstufe). Nähere Informationen zu den Schulimpfungen finden sie beim Schulmedizinischen Dienst. Zusätzlich besteht seit 2019 auch die Möglichkeit, gewisse Impfungen in den Urner Apotheken durchzuführen.

 

Zecken

Bei den von Zecken übertragenen Infektionskrankheiten sind in der Schweiz vor allem Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) von Bedeutung. Seltener sind Krankheiten wie die Anaplasmose, Rickettsiose, Babesiose, Neoehrlichiose oder die Tularämie. Eine Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich. Hingegen steht eine gut wirksame Impfung zur Verfügung.

Grosse Teile des Kantons Uri gelten als Risikogebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und auch für die Borreliose.

Alle erwachsenen Personen sowie Kinder ab sechs Jahren, die in Risikogebieten wohnen oder sich dort zeitweise aufhalten, sollten sich gegen FSME impfen lassen. Weitere Informationen zu zeckenübertragenen Krankheiten finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

 

Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) und Impfmonitoring

Im Januar 2017 verabschiedete der Bundesrat die Nationale Strategie zu Impfungen (NSI), deren übergeordnetes Ziel es ist, den Impfschutz der Bevölkerung zu optimieren. Ein Aktionsplan beschreibt die für die Umsetzung der Strategie wesentlichen Elemente für den Zeitraum bis zur Zwischenevaluation 2023. Er soll allen involvierten Akteuren als Orientierungshilfe für die erfolgreiche Umsetzung der NSI dienen. Zudem erhält der Aktionsplan Eckpunkte für die weiteren Umsetzungsschritte betreffend Organisation, Ressourcen und Evaluation.

Auch ein regelmässiges Impfmonitoring in den Kantonen ist Teil des Aktionsplans. Dazu wird in Uri alle drei Jahre eine Erhebung durchgeführt. Dabei werden die Eltern von rund 600 zufällig ausgewählten Kinder in drei verschiedenen Altersklassen kontaktiert und gebeten, den Impfausweis des Kindes einzusenden, damit die Impfdaten und die Anzahl der Impfdosen erhoben werden können. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit und dem Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich durchgeführt. Selbstverständlich ist die Teilnahme an der Erhebung freiwillig und die datenschutzrechtlichen Auflagen sind sichergestellt.

 

Übertragbare Krankheiten

Weitere Informationen zu übertragbaren Krankheiten finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

 

 

Patientenrechte

Beratung Suchen Sie Rat bei Problemen im Gesundheitswesen? Haben Sie Fragen zur Krankenversicherung? Die Patienten- und Versicherten-Organisationen schützen die Patientenrechte im Gesundheitswesen…

Beratung

Suchen Sie Rat bei Problemen im Gesundheitswesen? Haben Sie Fragen zur Krankenversicherung?
Die Patienten- und Versicherten-Organisationen schützen die Patientenrechte im Gesundheitswesen und in der Krankenversicherung. Sie fördern die Patienteninformation und -beratung und ermöglichen den Patientinnen und Patienten eine aktive, verantwortungsvolle Mitwirkung.

Patientenstelle Zentralschweiz
St. Karliquai 12
6000 Luzern 5
Tel. 041 410 10 14
patientenstelle.luzern@bluewin.ch
http://zentralschweiz.patientenstelle.ch/

SPO Patientenschutz
Häringstrasse 20
8001 Zürich
Tel. 044 252 54 22
spo@spo.ch
www.spo.ch

UBA
Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter
Malzstrasse 10
8045 Zürich
Tel. 058 450 60 60
info@uba.ch
www.uba.ch

Ombudsstelle Krankenversicherung
Morgartenstrasse 9
Postfach 3565
6002 Luzern 2
Tel. 041 226 10 10
www.om-kv.ch

Ombudsman der Privatversicherung und der SUVA
Postfach 2646
8022 Zürich
Tel. 044 211 30 90
help@versicherungsombudsman.ch
www.versicherungsombudsman.ch

 

Krankengeschichte und Auskunftsrecht

Gestützt auf das datenschutzrechtliche Auskunftsrecht können Sie jederzeit Auskunft über Ihre Daten in der Krankengeschichte verlangen. Dazu müssen Sie ein schriftliches Gesuch stellen und sich über Ihre Identität ausweisen (Kopie eines amtlichen Ausweises beilegen). Ihr Arzt oder Spital muss Ihnen dann Kopien der gesamten Krankengeschichte oder der von Ihnen verlangten Teile daraus zustellen. Zur Krankengeschichte gehören alle Aufzeichnungen, die mit Ihrer Behandlung im Zusammenhang stehen, inkl. Röntgenbilder, EKG, Berichte, Korrespondenzen etc.

 

Patientenverfügung

Mittels Patientenverfügung kann sichergestellt werden, dass der persönliche Wille respektiert wird, wenn aus Krankheitsgründen die eigene Urteils- und Entscheidungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Sie hilft Angehörigen und medizinischen Fachleuten bei der Entscheidung, ob lebensverlängernde Massnahmen unterlassen werden sollen, wenn der Tod nahe ist oder keine Aussicht mehr besteht, das Bewusstsein wieder zu erlangen.

Um der verfügenden Person und ihrer allfälligen Vertretung eine Hilfestellung bei der Ausstellung einer Patientenverfügung oder einer Patientenvollmacht zu geben, haben mehrere Institutionen entsprechende Mustervorlagen und auch Wegleitungen für die praktische Anwendung entwickelt (siehe Links).

Statistik: Gesundheit

Bericht: Gesundheit im Kanton Uri Statistiken geben einen umfassenden Überblick über die Demografie und Gesundheit der Bevölkerung, die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen sowie die Ges…

Bericht: Gesundheit im Kanton Uri

Statistiken geben einen umfassenden Überblick über die Demografie und Gesundheit der Bevölkerung, die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen sowie die Gesundheitskosten im Kanton Uri wieder. Mit Hilfe dieser Daten können sowohl aktuelle Situationen als auch künftige Entwicklungstendenzen abgebildet werden.

Im Jahr 2012 wurden zum zweiten Mal der Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten der Urner Bevölkerung mit einer repräsentativen Umfrage erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse liegen im Bericht «Gesundheit im Kanton Uri» vom September 2015 vor (siehe Publikationen).

Im untenstehenden pdf-Dokument ist eine Auswahl von relevanten Kennzahlen und Daten des Gesundheitswesens im Kanton Uri enthalten. Die Daten stammen zum grössten Teil aus den obligatorischen Bundesstatistiken (z. B. Medizinische Statistik, Todesursachenstatistik usw.).